Ein Team der Gemeindeprüfungsanstalt NRW (gpaNRW) hat sich im Rahmen einer sogenannten „überörtlichen Prüfung“ turnusgemäß angeschaut, wie die Stadt Greven wirtschaftet. Das Ergebnis stellten die gpa-Prüfer am Mittwoch in der gemeinsamen Sitzung des Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschusses und des Rechnungsprüfungsausschuss vor. Bei der überörtlichen Prüfung wurden insgesamt sechs Themenfelder analysiert, das Ergebnis fällt in allen geprüften Bereichen gut bis sehr gut aus. Mit Blick auf die in früheren Jahren erzielten Haushaltsüberschüsse sagte gpa-Präsident Michael Esken, die Stadt Greven habe damit „ein stabiles finanzielles Fundament geschaffen, das ihr Handlungsfähigkeit ermöglicht. Die Stadt muss sich aber auf einen zunehmenden Konsolidierungsbedarf einstellen“, so Esken. Und Projektleiter Theodor Grebe ergänzte: „Die Gesamtverbindlichkeiten des Konzerns Stadt Greven sind zwar leicht geringer als bei den meisten Vergleichskommunen, die Selbstfinanzierungskraft ist jedoch absehbar nicht mehr ausreichend. Neben einer Finanzierung der geplanten umfangreichen Investitionsmaßnahmen muss die Stadt daher mittelfristig nach aktuellem Planungsstand Liquiditätskredite aufnehmen“, so Grebes Prognose. Auf dem Themenfeld Personal, Organisation, Informationsmanagement kann die Stadt Greven laut gpa-Prüfbericht als gutes Vorbild für andere Kommunen dienen. Im Personalbereich begegne die Stadt dem demografischen Wandel proaktiv und „mit einer klaren strategischen Ausrichtung ihres Prozessmanagements“, dabei gelinge eine enge Verknüpfung mit der gut profilierten Arbeitgebermarke der Stadt. Grevens Bürgermeister Dietrich Aden dankte den gpa-Vertretern für ihren Bericht. „Der Prüfbericht zeigt einmal mehr, dass die Stadtverwaltung Greven den Vergleich mit anderen Kommunen nicht scheuen muss. Im Hinblick auf die Suche nach Fachkräften und die Arbeit für die Bürgerinnen und Bürger ist das eine sehr gute Nachricht!“ Der gpa-Prüfbericht wird auch eines der Themen in der nächsten Ratssitzung am 15. Juli sein.
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- Stadt Greven
