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Pressemeldungen

Wenn Kinder eine neue Familie brauchen: Der Pflegekinderdienst

Eigentlich ist es kaum zu verstehen: Von Jahr zu Jahr sinkt die Zahl der Geburten – und trotzdem wird der Bedarf an Pflegefamilien immer größer. Auch in Greven gibt es zu wenig Pflegefamilien und Pflegepersonen. Es ist die Aufgabe von Sabrina Krechting und Sabrina Kollmann vom Pflegekinderdienst beim Jugendamt der Stadt Greven, Familien, Paare oder auch Einzelpersonen zu finden, die bereit und geeignet sind, Kindern anstelle der leiblichen Eltern ein Zuhause zu geben. „Wenn Eltern nicht selbst dafür sorgen können, dass ihre Kinder gut aufwachsen, dann kommen wir vom Pflegekinderdienst ins Spiel“, erzählt Sabrina Krechting. „Die Gründe, warum ein Kind nicht bei seinen leiblichen Eltern aufwachsen kann, sind sehr vielfältig. Für uns ist es wichtig, die Vorgeschichte der Kinder möglichst gut zu kennen, um passende Pflegepersonen zu finden, die diese Situationen gut annehmen können.“ Neben der ständigen Suche nach neuen motivierten Pflegeeltern besteht der größte Teil von Kollmanns und Krechtings täglicher Arbeit darin, die Familien in Greven, in denen bereits Pflegekinder leben, eng und umsichtig zu betreuen. Dazu gehören zum Beispiel regelmäßige Besuche. Beide Mitarbeiterinnen des Pflegekinderdienstes beim Jugendamt sind aber auch zwischen den Besuchen immer ansprechbar. „Wir begleiten die Pflegefamilien in allen Lebenslagen, zum Beispiel beim Übergang der Kinder in die Kita oder die Schule, aber auch, wenn es um Therapien oder Klinikaufenthalte geht. Am Anfang, wenn die Kinder noch ganz neu in den Familien sind, betreuen wir sehr engmaschig. Wir beraten mit den Pflegeeltern grundsätzlich alles, was gerade wichtig ist“, sagt Sabrina Kollmann. Für sie und ihre Kollegin geht es immer darum, eine vertrauensvolle und langfristig stabile Beziehung zu den Familien und den ihnen anvertrauten Kindern aufzubauen. „Das ist eine intensive Zusammenarbeit über viele Jahre, da muss auf allen Seiten ein gutes Gefühl da sein, damit das funktioniert.“ Und auch zu den leiblichen Müttern und Vätern halten Krechting und Kollmann Verbindung, damit es grundsätzlich möglich bleibt, dass die Pflegekinder später auf Wunsch auch gelegentlich Kontakt zu ihren leiblichen Eltern haben können. Die Kinder, die in Pflege gegeben werden, sind am Anfang meistens noch im Kleinkindalter. Es gibt keine besonderen Voraussetzungen, die Pflegeeltern unbedingt mitbringen müssten – außer einer hohen Motivation für die verantwortungsvolle Aufgabe, Kindern ein gutes Aufwachsen zu ermöglichen. Ein Führungszeugnis wird allerdings schon verlangt. Und die Pflegeelternschaft darf auch kein „Geschäftsmodell“ zur Finanzierung des eigenen Lebensunterhalts sein. „Wir freuen uns über jeden und jede, die sich ehrlich mit dem Gedanken beschäftigen, sich als Pflegeeltern zur Verfügung zu stellen. Wir gehen gern mit allen ins direkte Gespräch, die sich dafür interessieren, nageln aber niemanden fest“, sagt Sabrina Krechting. „Wir geben erst einmal ganz viel Information und tauschen uns intensiv mit den Interessierten aus, damit sie die Aufgabe als Pflegeeltern realistisch einschätzen und sich darüber klar werden können, ob sie sich das ‚Abenteuer Pflegefamilie‘ zutrauen.“ Sabrina Krechting und Sabrina Kollmann vom Pflegekinderdienst des Jugendamtes der Stadt Greven sind wochentags zu erreichen unter Tel. 02571 920-342 bzw. -276. Und für den 22. September planen sie einen offenen Info-Abend für potenzielle Pflegeeltern in Greven.

Das Foto zeigt Sabrina Kollmann und Sabrina Krechting vom Pflegekinderdienst des Jugendamtes.
Sabrina Kollmann (links) und Sabrina Krechting vom Pflegekinderdienst des Jugendamtes der Stadt Greven betreuen Familien, die Kindern aus schwierigen Verhältnissen anstelle der leiblichen Eltern ein gutes Zuhause geben.

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  • Stadt Greven