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Windenergie in Greven

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Änderung des Flächennutzungsplanes - Windenergienutzung

Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt hat in seiner Sitzung am 10.03.2016 die 16. Änderung des Flächennutzungsplanes der Stadt Greven beschlossen. Durch diese Änderung sollte die Konzentrationszone zur Windenergienutzung im Bereich Vosskotten aufgehoben werden. Mit Rechtskraft der 16. Änderung des Flächennutzungsplanes wäre damit die Errichtung von Windenergieanlagen gemäß § 35 Abs. 1 Nr. 5 BauGB im gesamten Außenbereich privilegiert und somit zulässig gewesen. Das hätte aber nicht bedeutet, dass auf jeder Fläche die Errichtung einer Windenergieanlage möglich gewesen wäre. Bevor eine Genehmigung erteilt werden kann, muss durch zahlreiche Gutachten und Nachweise belegt sein, dass alle gesetzlichen Vorgaben (z.B. zum Lärmschutz, zum Schattenwurf, zum Artenschutz etc.) erfüllt werden. Das bedeutet, dass nur wenige Flächen in Greven überhaupt für Windenergieanlagen geeignet sind.

Der Rat der Stadt Greven will die Steuerung der Windenergienutzung - also die Möglichkeit zur Ausweisung von konkreten Flächen für die Windenergienutzung - jedoch nicht aus der Hand geben und hat die 16. Änderung des Flächennutzungsplanes der Stadt Greven in seiner Sondersitzung am 6. September 2016 abgelehnt. Stattdessen wurde die Verwaltung beauftragt, das Verfahren für den "Sachlichen Teilflächennutzungsplan für die Windenergie" wieder aufzunehmen. Das Vorgehen wird von allen Fraktionen im Rat der Stadt Greven mitgetragen. Die Argumente zur Förderung der Windenergie einerseits und dem Schutz der Bevölkerung sowie von Natur und Landschaft andererseits sollen im Verfahren transparent gegeneinander abgewogen werden.

Entwicklung der Windenergie in Greven

Heute sind in Greven insgesamt neun Windenergieanlagen installiert, von denen acht in das öffentliche Stromnetz einspeisen. Die ersten dieser Anlagen wurden im Jahr 2001 errichtet und haben eine Leistung von 30 bis 500 kW. Die jährliche Stromerzeugung dieser Anlagen beträgt knapp 500.000 kWh. Im Jahr 2003 sind am Vosskotten fünf Anlagen mit jeweils 1.000 kW in Betrieb genommen worden. Mit einer Gesamtleistung von 5.000 kW werden so jährlich 6,2 Mio. kWh Strom erzeugt. Alle 8 Anlagen zusammen produzieren 6,7 Mio. kWh Strom im Jahr. Damit liegt die Windenergie in Greven auf dem zweiten Rang der erneuerbaren Energien hinter der Biomasse, die jährlich rd. 18,5 Mio. kWh erzeugen.

Bürgerwindparks in Greven

Der Kreis Steinfurt verfolgt das Ziel bis zum Jahr 2050 bilanziell energieautark zu werden. Dieses Ziel ist nur durch einen moderaten Ausbau der Windenergie zu erreichen. Damit dies verträglich für Mensch und Natur geschieht, hat sich eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Bürgermeistern, Vertretern der Landwirtschaft, Vertretern der Stadtwerke und des Agenda 21-Büros des Kreises Steinfurt, mit der Ausarbeitung von Leitlinien für Bürgerwindparks beschäftigt.

Die Leitlinien im Überblick

  • Alle Gruppen im Umfeld werden am Projekt beteiligt (Grundeigentümer, Anwohner, Landwirte, Bürger, Gemeinden, kommunale Einrichtungen)
  • Faire Teilhabe der nicht direkt profitierenden Flächeneigentümer, Anwohner und sonstigen Betroffenen
  • Sicherstellung einer direkten konzeptionellen und finanziellen Bürgerbeteiligung
  • Mindestanteil von 25 % des Eigenkapitals in den Händen einzelner Bürger (außerhalb der Gruppe der Flächeneigentümer in der Windvorrangzone)
  • Vermeidung von Mehrheitsbeteiligungen
  • Geringe Mindestbeteiligung ab 1.000 €
  • Einbeziehung der örtlichen/regionalen Stadtwerke als Vermarktungspartner
  • Einbeziehung der regionalen Sparkassen und Volksbanken zur Finanzierung des Fremdkapitals bzw. der Einzeleinlagen

Die Stadt Greven möchte die Idee zur Schaffung von Bürgerwindparks in Greven unterstützen. Dazu sollen in einem Sachlichen Teilflächennutzungsplan konkrete Flächen für die Windenergienutzung ausgewiesen werden.

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