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Klimaschutzsiedlung Wöste

Das von den Architekten Hillebrand und Welp entwickelte Bebauungskonzept für 22 Passivhäuser in der Klimaschutzsiedlung Wöste erfüllt die Anforderungen des Planungsleitfadens "100 Klimaschutzsiedlungen NRW". Die massiv geplanten Häuser verbinden gestalterische Qualität mit einem hohen energetischen Standard. Photovoltaikmodule liefern den Strom für die Heizung, die Warmwasserversorgung und die Lüftung der Häuser, unterstützt durch die Nutzung der Erdwärme. Der selbst erzeugte Strom mit der gesetzlichen Einsparungsvergütung sowie die erhöhte Förderung (9.700 € Sonderförderung für ein Passivhaus) führen dazu, dass die Häuser mit sehr geringem Mehrpreis bereits heute den Standard der Klimaschutzziele 2020 der EU erreichen.

Kindertagesstädte in der Klimaschutzsiedlung Wöste

Das für die Kindertagesstätte vorgesehene städtische Grundstück befindet sich unmittelbar angrenzend an die vom Land Nordrhein-Westfalen anerkannte "Klimaschutzsiedlung Wöste". Um den Status einer Klimaschutzsiedlung zu erhalten, müssen die Voraussetzungen für die Anerkennung des Planungsleitfadens "100 Klimaschutzsiedlungen in NRW" der Energieagentur des Landes Nordrhein-Westfalen erfüllt werden. Für den Neubau sind nur Passivhäuser und 3-Liter-Häuser zulässig und die CO2-Emissionen für Heizung, Warmwasserbereitung sowie Hilfsenergie dürfen maximal 9 kg CO2 pro Quadratmeter betragen. Neben weiteren energetischen Aspekten spielen auch die Architektur und die besondere städtebauliche und soziale Qualitäten eine Rolle.

Zunächst entstand die Idee, die "Kita Wöste" in die Klimaschutzsiedlung einzubeziehen. Um das zu erreichen mussten sowohl die funktionalen Ansprüche einer Kindertagesstätte als auch die energetischen Anforderungen erfüllt werden. Das Gebäude sollte zur Architektur der "Klimaschutzsiedlung Wöste" passen und auch das pädagogische Konzept sollte überzeugen.

Die Bewerbung der Evangelischen Jugendhilfe Münsterland gGmbH mit dem Entwurf des Architekturbüros Hillebrand und Welp aus Greven überzeugte sowohl die verwaltungsinterne Jury als auch die Politik.

Das runde Gebäude ist als 3-Liter-Haus konzipiert und entspricht voll und ganz den energetischen Anforderungen des Planungsleitfadens. Es wird durch ein mit Erdgas betriebenes Blockheizkraftwerk mit Wärme und Strom versorgt. Die Anlage wird durch eine kontrollierte Lüftung mit 85 % Wärmerückgewinnung unterstützt. Der Kindergarten wurde 2012 gebaut und im August 2012 eröffnet. Das runde Gebäude ist eingeschossig. Die Gruppenräume sind um eine zentrale "Piazza" angeordnet. Das entspricht dem pädagogischen Konzept, das eine große Offenheit vorsieht: die Kinder sind nicht festen Gruppen zugeordnet, sondern können entscheiden, wo sie sich aufhalten wollen. Die interessante Architektur passt zum Bauhausstil der Klimaschutzsiedlung und unterstreicht die besondere Qualität der Klimaschutzsiedlung als erkennbare Einheit.

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Plan aus der Vogelperspektive (Quelle: Architekturbüro Hillebrand und Welp)
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