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eea-Maßnahmen 2011

Eigene Internetseite zum Klimaschutz in Greven

Auf der Internetseite der Stadt Greven wurde ein eigener Bereich für den Klimaschutz eingerichtet. Dort werden alle aktuellen klimarelevanten Informationen gebündelt. Über die Verlinkung mit der Internetplattformen www.hausimglueck.info sind auch die Angebote des Vereins Haus im Glück eV. direkt abrufbar. Der Bereich Klimaschutz ist bei dem Internetauftritt der Stadt Greven stärker in den Fokus gerückt.

Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Energieeinsparung in der Kläranlage

In einem kontinuierlichen Prozess zur Steigerung der Energieeffizienz in der Kläranlage wurden in den einzelnen Reinigungsstufen verschiedene Prozessoptimierungen vorgenommen. In den Belebungsanlagen wurden neue Belüfterplatten eingesetzt. Außerdem wurde eine zusätzliche Belebungsanlage nach neustem Stand der Technik in Betrieb genommen. Um den Energiebedarf zu minimieren, wurden hier besonders energieeffiziente Rührwerke, neue Regelschieber und größere Rohrquerschnitte verwendet. Durch neue Umwälztechnik in den Faulbehältern wurde die Ausfaulung verbessert. Der Energieaufwand für die Umwälzung konnte reduziert werden. Der Gasanfall und somit die Erzeugung von Strom und thermischer Energie wurden erhöht. Das in den Faulbehältern entstehende Gas wird wie bisher durch BHKW’s in Strom und Wärme umgewandelt und im Betrieb der KA verwendet. Durch die Umstellung der Probennahmetechnik für eine von drei Teilströmen auf ein ereignisabhängiges Vakuumsystem konnte der Energieverbrauch hier um etwa 1/3 gesenkt werden. Die Umstellung für die anderen beiden Teilströme ist kurzfristig geplant.

Da sich die Abwasserzusammensetzung seit Inbetriebnahme der Kläranlage in den 80er Jahren verändert hat, wurden die Möglichkeiten zur Anpassung der Betriebsweise der sehr energieaufwendigen Flotation geprüft. Ein diesbezüglich in Auftrag gegebenes Gutachten hat ein Einsparpotenzial von jährlich 400.000 Kilowattstunden ermittelt. Voraussetzung dafür ist eine Voreindickung von Überschussschlamm. Wegen der damit verbundenen hohen Investitionskosten wurde zunächst eine andere Variante getestet. So konnte durch die Außerbetriebnahme einer der beiden Flotationsstraßen ein Einsparpotential von 200.000 KWH (ohne Investitionskosten) erreicht werden kann.

In der Kläranlage Greven werden fortlaufend alle Prozesse auf die Möglichkeiten zur Energieeinsparung geprüft. Durch eigens entwickelte Testverfahren und Versuchsreihen konnten so effiziente und individuelle Lösungen umgesetzt werden.

Gutachten für die energetische Optimierung städtischer Gebäude

Um den energetischen Zustand aller städtischen Gebäude besser zu kennen und eine sinnvolle Planung zukünftiger Sanierungsmaßnahmen durchzuführten, hat die Stadt Greven ein entsprechendes Gutachten erstellen lassen. Seit November 2011 hat die Firma Infas Enermetric in Zusammenarbeit mit dem Gebäudemanagement der Stadt Greven die städtischen Gebäude systematisch energetisch erfasst und anschließend bewertet. Dazu gehören unter anderem die Schulen, die Sporthallen, das Rathaus und das Bibliotheksgebäude. Es wurden bautechnische Mängel, die Haustechnik, wie Heizungs-, Elektro- und Klimaanlagen, aber auch das Nutzerverhalten in den Gebäuden untersucht. Das Gutachten zeigt auf, wo Energie in den eigenen Liegenschaften eingespart werden kann. Das Projekt wurde gefördert mit Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums.

Ein Klimamanager für Greven

Für die Umsetzung des vom Rat der Stadt Greven beschlossenen Klimaschutzkonzeptes wurde im September 2011 bei der Stadt Greven ein Klimamanager eingestellt. Der Klimamanager initiiert die im Klimaschutzkonzept aufgeführten Maßnahmen und unterstützt die übrigen Akteure bei der Umsetzung von Projekten zur CO2-Reduzeirung.

Klimaschutz Greven – Eigenes Logo

Ein eigenes Klimaschutzlogo stärkt das Grevener Profil im Klimaschutz. Bei Veranstaltungen, auf Printmedien und im Internet symbolisiert das Logo den von der Stadt Greven eingeschlagenen Weg zu mehr Energieeffizienz und zur CO2-Minderung. Das Klimaschutzlogo erscheint auf thematischen Flyern, auf Plakaten und RollUps und sorgt bei Aktionen und Auftritten der Stadt für einen hohen Wiedererkennungswert.

Projekt Biogasanlage Greven eG

Die Biogas Greven eG ist eine Genossenschaft mit 51 Grevener Landwirten, die sich zusammengeschlossen haben, um eine Gemeinschaftsbiogasanlage zu bauen und zu betreiben. Die Stadt Greven hat die Landwirte bei ihrem Projekt unterstützt und das erforderliche Planungsrecht geschaffen. Die Anlage an der Schmedehauser Straße wurde 2011 in Betrieb genommen. Die Gesamtleistung der Anlage von 1.200 kWh verteilt sich auf drei Blockheizkraftwerke, in denen das erzeugte Biogas zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt wird. Die BHKW stehen am Standort der Biogasanlage an der Schmedehauser Straße, am Ferienhof Wigger und am Freibad Schöneflieth.

Nahwärmeversorgung mit Biogas

Das in der Biogasanlage der Biogas Greven eG produzierte Biogas wird anteilig von den Stadtwerken abgenommen und über eine rd. 4 km lange Biogasleitung zum Freibad Schöneflieth transportiert. Das Biogas wird dort in einem Blockheizkraftwerk BHKW zur Strom- und Wärmeerzeugung eingesetzt. Seit 2011 werden jährlich 4,4 Mio. kWh Ökostrom erzeugt. Damit können über 1.200 Haushalte versorgt werden. Die Wärme wird seit 2012 über ein Nahwärmenetz an das Freibad und das Marienschulzentrum abgegeben.

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