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Klima Wandelt – Wie der Klimawandel die Welt verändert

Klima Wandelt – Wie der Klimawandel die Welt verändert

Ausstellung zu den Folgen des Klimawandels
11. bis 22. Januar
Rathausfoyer

Vom 11. bis zum 22. Januar ist die von Michael Funcke-Bartz im Auftrag der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen konzipierte Ausstellung "Klima Wandelt" im Foyer des Rathauses zu sehen. Auf sechzehn Tafeln informiert die Ausstellung anhand von Texten, Grafiken und Fotos über den Klimawandel und seine Folgen.

Die beeindruckenden Bilder des isländischen Fotografen Ragnar Axelsson, der seit mehr als 30 Jahren die Arktis und die Lebensverhältnisse der grönländischen Inuit fotografiert und damit unbeabsichtigt den Klimawandel dokumentiert hat, sprechen für sich. Auch ohne Beschreibungen und Erklärungen lassen sie den Betrachter die teilweise dramatischen Folgen der Erderwärmung erkennen.

Dabei werden nicht nur die schmelzenden Gletscher, die Ausbreitung der Wüsten oder die Stürme und Überschwemmungen thematisiert. Auch Nordrhein-Westfalen ist vom Klimawandel betroffen. Die Zunahme extremer Wetterereignisse wie Hitzeperioden, Starkregen und Stürme ist bereits jetzt auch bei uns zu beobachten.

Das Potsdam-Institut für Klimaforschung hat im Auftrag der Landesregierung untersucht, welche Klimaveränderungen in NRW möglich sind. Gemäß dieser Studie werden die größten Probleme im Gesundheitssektor erwartet. Vor allem ältere und geschwächte Menschen könnten durch höhere Temperaturen und durch von Mücken und Zecken übertragene Krankheiten gefährdet sein. Im westfälischen Tiefland könnte insbesondere die Beeinträchtigung des Grundwassers zu Problemen führen. Bereits jetzt ist der Zustand des Grundwassers durch Einträge aus der Landwirtschaft bedroht. Längere Trockenperioden könnten die Situation weiter verschlechtern. Durch den prognostizierten Rückgang der Niederschläge im Sommer könnten auch Feuchtlebensräume wie Moore und Sumpfwälder und die darin vorkommenden Tiere und Pflanzen unter Druck geraten. Die Klimaveränderungen müssen aber nicht nur negativ sein: So gehen die Wissenschaftler davon aus, dass längere Vegetationsperioden zu höheren Erträgen in der Landwirtschaft führen werden. Allerdings könnte durch die zunehmende Zahl von Starkregeereignissen auch die Bodenerosion zunehmen.

Die Landesregierung hat auf Basis dieser Studie eine Strategie zur Anpassung an den Klimawandel erarbeitet, die Bestandteil des Klimaschutzplans für NRW ist. Dieser Klimaschutzplan legt konkrete Einzelmaßnahmen zum Klimaschutz und zur Klimafolgenanpassung fest und ist bisher in Deutschland einzigartig.

In der Ausstellung wird die Klimaschutzpolitik in Nordrhein-Westfalen ebenso thematisiert wie die Ursachen der Klimaveränderungen, zum Beispiel die Entstehung und die Wirkung der sogenannten Treibhausgase.

"Klima Wandelt" steht für die Stadt Greven auch im Zusammenhang mit ihren eigenen Klimaschutzaktivitäten. Greven ist europäische Klimaschutzkommune. Die Stadt engagiert sich seit Jahren für Energieeinsparung und CO2-Minderung und wurde dafür mit dem European Energy Award Gold ausgezeichnet. Das Klimaschutzziel "20 Prozent CO2-Reduktion bis 2030" und der Klimaschutzfahrplan für Greven sind im integrierten Klimaschutzkonzept dokumentiert.

Seit 2015 beteiligt sich die Stadt Greven auch an dem Modellversuch "European Energy Award plus – Anpassung an den Klimawandel". Im Rahmen dieses Projektes soll beurteilt werden, in welchen Bereichen die Stadt Greven von den Folgen des Klimawandels betroffen ist und welche Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung sinnvoll sein könnten.

Klimaschutz und Energiewende sind globale Themen, die auf lokaler Ebene umgesetzt und unterstützt werden müssen. Die internationale Politik muss die entscheidenden Grundsätze für den Klimaschutz vorgeben. Länder und Kommunen unterstützen auf lokaler Ebene. Aber auch jeder Einzelne kann und sollte durch sein Verhalten dazu beitragen, den Klimawandel zu begrenzen. Daher werden in der Ausstellung auch die Bedeutung der Privathaushalte im Bereich der erneuerbaren Energien und Tipps für den klimaschonenden Alltag aufgezeigt.

Weitere Informationen zur Ausstellung und den Themen Energieeinsparung und Klimaschutz erhalten Sie beim Fachdienst Stadtentwicklung und Umwelt, Angela Makowka, Telefon 02571 920- 309.

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