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Aktuelles

#Kurvekriegen – Der Klimaschutz-Podcast

Die ersten Folgen des Klimawandels sind schon jetzt deutlich spürbar – umso wichtiger ist es, dass wir nun in puncto Klimaschutz gemeinsam die Kurve kriegen. Doch wo fangen wir an?

Im Podcast #Kurvekriegen des Kreises Steinfurt erwarten Sie alle zwei Wochen spannende Gespräche der Moderatorin Kristina Sehr mit regionalen und überregionalen Akteurinnen und Akteuren zu Themen wie Nachhaltigkeit, erneuerbaren Energien, Klimabildung, Wasserstoff, kommunalem Klimaschutz, E-Mobilität und vielem mehr.

Neben besonderen Einblicken in aktuelle Entwicklungen und regionale Projekte im Kreis Steinfurt erwarten Sie viele nützliche Klimaschutztipps „to go“, mit denen Sie Ihren Alltag nachhaltiger gestalten können.

Der Klimaschutz-Podcast #Kurvekriegen gehört zu dem Förderprojekt „KommunalerKlimaschutz.NRW“ und wird gefördert über den europäischen Fond für regionale Entwicklung (EFRE)

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Zwei E-Autos für den Fuhrpark der Stadtverwaltung

Die Dienstfahrten der Stadt Greven werden klimafreundlicher: Ende November wurden zwei fabrikneue E-Autos für den dienstlichen Gebrauch der Verwaltungsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter ans Rathaus geliefert. Die beiden schneeweißen Opel-Corsa verringern den CO2-Ausstoß der städtischen Fahrzeugflotte um 2,9 Tonnen pro Jahr.

Im Gegenzug werden zwei ältere Wagen mit Verbrennungsmotor ausgetauscht. Der städtische Fuhrpark wird also nicht größer, es bleibt bei insgesamt sieben Dienstwagen. „Das bedeutet, dass wir wirklich eine effektive CO2-Einsparung bekommen“, sagt Angela Makowka, die bei der Stadt Greven für alle klimaschonenden Projekte mit verantwortlich ist. Und Kollege Olaf Pochert, Klimamanager der Stadt Greven, ergänzt: „Dadurch, dass wir bei der Stadt ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energiequellen beziehen, fahren die neuen E-Autos tatsächlich so klimaschonend wie überhaupt möglich. Das ist ein guter Schritt nach vorn in unserer Klimaschutzarbeit.“

Die beiden Elektrofahrzeuge kosten zusammen rund 70.000 Euro. 80 Prozent dieser Summe kommen aus Fördermitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Die Restsumme von 17.580 Euro übernimmt die Stadt Greven. Praktischerweise konnte die Stadt sich bei der Beschaffung der neuen E-Fahrzeuge in ein kreisweites Kooperationsprojekt einklinken. Dabei hatten 20 Kreiskommunen ihre Anträge im Rahmen des Programms Kommunaler Klimaschutz NRW gemeinsam eingereicht.

Der Wunsch der Grevener Verwaltung ist, dass mittelfristig alle Verbrenner-Dienstwagen der Stadt durch Elektrofahrzeuge ersetzt werden. Echte „Klimakiller“ hat die Verwaltung aber auch jetzt schon nicht mehr im Fuhrpark. Der größte Dienstwagen ist der Audi A4 des Bürgermeisters, ansonsten finden sich nur kompakte Kleinwagen in der Flotte. „Gut genutzt werden im Übrigen auch unsere drei Dienstfahrräder mit E-Antrieb“, so Angela Makowka. „Jedes städtische E-Bike macht bis zu 40 Dienstfahrten im Monat, da kommt natürlich auch eine ganz erfreuliche Menge an eingespartem CO2 zusammen.“

Beschlüsse zum Klimaschutz

Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt hat in seiner Sitzung am 5. Dezember 2019 beschlossen,

  1. die Klimaschutzarbeit der Stadt Greven weiter zu intensivieren,
  2. 2020 eine Veranstaltung zum Klimaschutz in Greven durchzuführen,
  3. die Klimaschutziele auf Basis des Klimaschutzkonzeptes zu aktualisieren
  4. und ein Klimaprogramm 2020 einschließlich der folgenden Vorgaben aufzustellen:
  • Die Ortsmitte Reckenfeld soll nach Klimaschutz - und Nachhaltigkeitsaspekten geplant werden.
  • Für die Innenstadt Greven sollen alternative Energieversorgungsmöglichkeiten untersucht werden.
  • Die kommunalen Baumaßnahmen sollen hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf das Klima und die Nachhaltigkeit untersucht werden.

Energiekonzept für die Ortsmitte Reckenfeld

Derzeit wird in Zusammenarbeit mit der Stadt Greven – Fachdienst Stadtentwicklung und Umwelt - im Auftrag der Stadtwerke ein Energiekonzept für das neue Baugebiet Ortsmitte Reckenfeld erarbeitet.

Derzeit wird in Zusammenarbeit mit der Stadt Greven im Auftrag der Stadtwerke ein Energiekonzept für das neue Baugebiet „Ortsmitte Reckenfeld“ erarbeitet.

In dem Energiekonzept werden verschiedene bauliche Energiestandards, wie z.B. KfW Energieeffizienz-Häuser, Passivhäuser und der gesetzlich vorgeschriebene Mindeststandard, sowie unterschiedliche Varianten für die Energieversorgung geprüft. Dabei werden sowohl der Energieverbrauch, die Nutzung erneuerbarer Energien, die CO2-Emissionen und die Wirtschaftlichkeit betrachtet. Im Hinblick auf die zukünftigen Hauseigentümer werden auch mögliche Fördermittel und die zukünftigen Nebenkosten für Wärme und Strom mitberücksichtigt. Auf der Grundlage des Energiekonzeptes wird dann die für den Standort geeignete Variante für ein energieeffizientes klimafreundliches Wohngebiet ausgewählt.

Hohe energetische und bauliche Standards sind nicht nur gut für das Klima, sondern auch für den Wohnkomfort. Und ein niedriger Energieverbrauch bedeutet auch geringere Nebenkosten für Strom und Wärme. Die zukünftigen Käufer bzw. Bewohner der neuen "Ortsmitte Reckenfeld" dürfen also gespannt sein, wie die Idee eines nachhaltigen zukunftsfähigen Quartiers in Reckenfeld umgesetzt werden wird.

KommunalerKlimaschutz.NRW fördert zwei Projekte in Greven

Die Stadt Greven hat sich gemeinsam mit dem Kreis Steinfurt und 19 weiteren Kommunen mit einer Umsetzungsstrategie für kommunale Gebäude und Fuhrparks im Wettbewerb KommunalerKlimaschutzNRW beworben. Durch die Förderung werden Klimaschutzmaßnahmen zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen unterstützt. Die Maßnahmen sollen dazu beitragen, die Klimaschutzziele der Stadt Greven und die des Kreises Steinfurt (Energieland 2050) zu erreichen. Die Förderzusage wurde 2019 erteilt.

Konkret gefördert werden die Umstellung der Beleuchtung in zwei Parkhäusern auf LED-Beleuchtung und die Anschaffung von zwei Elektroautos als Dienstwagen.

Re-Zertifizierung eea Gold 2020

Der European Energy Award-Prozess bewertet die kommunale Klimaschutzarbeit in den Bereichen Stadtentwicklung, kommunale Gebäude, Ver- und Entsorgung, Mobilität, Organisation und Öffentlichkeitsarbeit. Wenn durch die erfolgreiche Umsetzung von Maßnahmen und Projekten vorgegebene Kennzahlen oder Standards erreicht sind, werden die Auszeichnungen European Energy Award® Silber bzw. European Energy Award Gold® verliehen.

Die Stadt Greven ist seit 2013 eea GOLD Kommune. Im November 2020 wird die Klimaschutzarbeit der Stadt Greven erneut in einem offiziellen Audit überprüft und die aktuelle Zielerreichung festgestellt.

"Ich bin mir sicher, dass wir den hohen Standard der kommunalen Energiearbeit der letzten Jahren aufrechterhalten haben und unseren Status als eea GOLD-Kommune erneut bestätigen werden", zeigt sich Bürgermeister Peter Vennemeyer zuversichtlich. "Die Stadt Greven hat ihre Klimaschutzarbeit durch den eea-Prozess in qualitativer und quantitativer Hinsicht deutlich verbessert. Wir haben erreicht, den Klimaschutz in die kommunale Arbeit zu integrieren und wir werden auch weiterhin die Potenziale für mehr Energieeffizienz und den Einsatz erneuerbarer Energien nutzen, um zum Gelingen der Energiewende beizutragen."

Klimafolgenanpassung

Ausschnitt aus einer Gefahrenkarte der Ems (Copyright: Bezirksregierung Münster)
Ausschnitt aus einer Gefahrenkarte der Ems (Copyright: Bezirksregierung Münster)

Wie die Starkregenereignisse und die Hitzeperioden der letzten Jahre gezeigt haben, ist auch Greven vom Klimawandel betroffen. Neben dem Klimaschutz kommt deshalb der Anpassung an die Folgen des Klimawandels eine besondere Bedeutung zu. Denn es reicht nicht mehr, die Ursachen zu bekämpfen, sondern auch die Symptome müssen behandelt werden.

Die Veränderungen des Klimas zeigen sich je nach Region in ihrer Art und Weise und in ihrem Ausmaß ganz unterschiedlich. Die meisten Anpassungsmaßnahmen müssen daher auf regionaler und lokaler Ebene umgesetzt werden.

Die Stadt Greven hat sich im Rahmen des Modellversuchs eeaPlus mit den Folgen des Klimawandels in Greven beschäftigt. Dabei wurde untersucht, welche Aufgabenbereiche von den Folgen des Klimawandels betroffen sind oder zukünftig betroffen sein könnten und welche Maßnahmen zur Vermeidung und zur Minderung von Klimafolgen in Greven sinnvoll sind.

Aus dem Maßnahmenkatalog für die vom Klimawandel betroffenen Bereiche wurde dann ein konkretes Arbeitsprogramm erarbeitet.

Ausgezeichneter Klimaschutz: Greven ist seit 2013 eea GOLD-Kommune

Die Stadt Greven nahm am Mittwoch 07. Dezember 2016 zum zweiten Mal die Auszeichnung mit dem europäischen Klimaschutzpreis European Energy Award (eea) Gold® von NRW Umweltminister Johannes Remmel entgegen.

Der European Energy Award-Prozess bewertet die kommunale Klimaschutzarbeit in den Bereichen Stadtentwicklung, kommunale Gebäude, Ver- und Entsorgung, Mobilität, Organisation und Öffentlichkeitsarbeit. Wenn durch die erfolgreiche Umsetzung von Maßnahmen und Projekten vorgegebene Kennzahlen oder Standards erreicht sind, werden die Auszeichnungen European Energy Award® Silber bzw. European Energy Award Gold® verliehen.

Ein wichtiges Ziel des European Energy Award ist die Unterstützung der Energiewende und die kontinuierliche Verbesserung der Energieeffizienz auf lokaler Ebene. Schließlich lautet das 2010 beschlossene Klimaschutzziel für Greven: 20 % CO2-Reduktion bis 2030. Für das Grevener Energieteam aus Mitarbeitern der Stadtverwaltung, der Technischen Betriebe und der Stadtwerke war daher klar, auch nach der Zertifizierung mit dem Energy Award Gold den EEA-Prozess fortzusetzen.

Ein Schwerpunkt der Energiearbeit ist die kontinuierliche Steigerung der Energieeffizienz in kommunalen Gebäuden und Anlagen. In Schulen, Kitas und Verwaltungsgebäuden wurden z.B. alte Heizungen ersetzt, Dächer und Wände gedämmt, neue Fenster eingesetzt und die Beleuchtung auf energiesparende LEDs umgestellt. Allein der Stromverbrauch der Kläranlage konnte so innerhalb von acht Jahren halbiert werden. Auch das als EEA-Maßnahme initiierte Integrierte Klimaschutzkonzept für Greven und die Einrichtung einer Stelle für das Klimaschutzmanagement hat dazu beigetragen, den Klimaschutz in Greven als Teil der kommunalen Arbeit zu etablieren.

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Angela Makowka und Olaf Pochert präsentieren die neuen E-Autos
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