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Rat spricht sich gegen Fracking in Greven aus

Antrag der ExxonMobil Production Deutschland GmbH

Die Mobil Erdgas – Erdöl GmbH ist Inhaberin einer Erlaubnis zur Aufsuchung von Kohlenwasserstoffen zu gewerblichen Zwecken in dem Feld „Nordrhein-Westfalen Nord“. Das Erlaubnisfeld erstreckt sich über eine Fläche von ca. 6 616 qkm und liegt in den Kreisen Wesel, Borken, Coesfeld, Recklinghausen, Steinfurt, Warendorf, Gütersloh, Herford, Höxter, Lippe, Minden-Lübbecke und Paderborn sowie den kreisfreien Städten Münster, Hamm und Bielefeld.

Die Erlaubnis endet am 13.09.2014. Die ExxonMobil Produktion Deutschland GmbH hat im Auftrag der Mobil Erdgas – Erdöl GmbH einen Antrag auf Verlängerung der Laufzeit bis zum 13.03.2017 bei der Bezirksregierung Arnsberg gestellt. Mit Schreiben vom 02.04.2014 forderte die Bezirksregierung Arnsberg die Stadt Greven auf, eine Stellungnahme zu der Verlängerung der Aufsuchungserlaubnis für Kohlenwasserstoffe im Feld „Nordrhein-Westfalen Nord“ abzugeben. Zu betonen ist, dass es sich bei der Aufsuchungserlaubnis noch nicht um die Genehmigung zum tatsächlichen Fracking handelt.

Rat beschließt einstimmig die Stellungnahme

Der Rat der Stadt Greven hat auf Vorschlag der Verwaltung - inhaltlich noch einmal verschärft durch einen Beschlussvorschlag des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt - in seiner Sitzung am 14. Mai 2014 folgende Stellungnahme an die Bezirksregierung Arnsberg einstimmig beschlossen:

Die Stadt Greven hat sich durch den Beschluss zur Umsetzung ihres integrierten Klimaschutzkonzeptes für den Ausbau erneuerbarer Energien und die Reduzierung der CO2-Emissionen ausgesprochen. Sie unterstützt damit die Ziele der Bundesregierung (Energiewende) und somit die Substitution fossiler Energieträger durch erneuerbare Energien. Die Gewinnung von unkonventionellen Erdgasvorkommen einschließlich ihrer Erkundung widerspricht somit den Klimaschutzzielen der Stadt Greven.

Der Rat der Stadt Greven lehnt die Anwendung der Fracking-Technologie zur Erkundung und zur Gewinnung unkonventioneller Erdgasvorkommen wegen der bisher nicht abschätzbaren Umweltrisiken prinzipiell und insbesondere auf den Stadtgebiet von Greven ab und fordert die Bezirksregierung Arnsberg auf, die beantragte Verlängerung der Erlaubnis zur Aufsuchung von Kohlenwasserstoffen zu gewerblichen Zwecken in dem Feld „Nordrhein-Westfalen Nord“ nicht zu erteilen.


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