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Räumliches Stadtentwicklungskonzept - Greven 2035

Wie und wo soll Greven wachsen?

Wie soll sich Greven räumlich entwickeln?

Wie viele Städte steht auch die Stadt Greven vor großen Herausforderungen in der Stadtentwicklungsplanung. Allgemeine Trends und wandelnde Rahmenbedingungen der Stadtentwicklung wie zum Beispiel die sozialen und demographischen Veränderungen, der Strukturwandel und die Globalisierung, Fragestellungen der Wohnraumversorgung, des Umwelt- oder Klimaschutzes gehören auch zu Grevener Herausforderungen der Stadtentwicklung.

Bei näherer Betrachtung der Aufgabenstellungen der Zukunft und des Stadtgebiet Grevens wird deutlich, dass alle Fragestellungen einen Raumbezug besitzen und der Gesamtstadt, den Ortsteilen oder bestimmten Flächen im Stadtgebiet zugeordnet werden können. Der verfügbare Raum, in dem sich alle Entwicklungen abspielen, ist begrenzt. Die unterschiedlichen Nutzungsansprüche und Interessenlagen an Raum und Fläche gilt es zu erkennen und zu bewerten. Auf diese Weise kann den Ansprüchen der Stadt lösungsorientiert und nachhaltig auf der Grundlage langfristig orientierter Leitlinien begegnet werden.

Um die zukünftige räumliche Gesamtentwicklung der Stadt Greven fokussiert zu betrachten und das erwartete Wachstum strategisch zu steuern, wird von der Stadt Greven gemeinsam mit dem Büro post welters+partner, Architekten und Stadtplaner die Erarbeitung des räumlichen Stadtentwicklungskonzeptes - kurz rSTEK - durch Bürgerschaft, Politik, Verwaltung und Institutionen begonnen.

Warum erarbeitet die Stadt Greven zum momentanen Zeitpunkt ein "räumliches Stadtentwicklungskonzept"?

Bereits 2016 wurde mit der Erarbeitung eines integrierten Stadtentwicklungskonzeptes begonnen. In der Stadt Greven besteht dieses integrierte Stadtentwicklungskonzept aus einer Vielzahl von Sachlichen Teilplänen (bspw. Sachlicher Teilplan Grün, Mobilität, Wohnen etc.).

Die Grundlage der räumlichen Entwicklung bildet bislang der 2004 wirksam gewordene Flächennutzungsplan der Stadt Greven (FNP 2020). Im Kontext der Siedlungsflächenentwicklung gibt es für die Stadt Greven ebenso eine Vielzahl von aktuellen Konzepten, Strategien, Planungen und Untersuchungen, die unterschiedliche räumliche Bezugsebenen haben. Im Zuge der Erarbeitung des Sachlichen Teilplans "räumliches Stadtentwicklungskonzept" werden die vorliegenden Zielaussagen zu den räumlichen Dimensionen der Fachplanungen ausgewertet, gebündelt und es werden die Wechselbeziehungen aufgezeigt. Das Konzept wird den programmatischen Rahmen der zukünftigen räumlichen Stadtentwicklung bilden.

Das Ergebnis des rSTEKs soll der Bezugsrahmen sein für zukünftige städtebauliche Instrumente (z.B. Flächennutzungsplan, Bebauungspläne, Wettbewerbsverfahren etc.) sowie für sektorale Fachkonzepte und teilräumliche Stadtentwicklungskonzepte.

Ziel dieses städtebaulichen Entwicklungskonzepts ist es, die räumlichen Entwicklungslinien der Stadt Greven für die nächsten ca. 15 Jahre abzubilden. Zudem wird eine Entscheidungsgrundlage für das räumlich-strategische Handeln der Stadt Greven geschaffen und die Stadt Greven somit für die gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen gut vorbereitet.

Zentrale Fragestellungen, die im Rahmen der Bearbeitung beantwortet werden, sind

  • Wie viel will Greven bzw. die jeweiligen Teilräume wachsen?
  • Wie soll sich Greven bzw. die jeweiligen Teilräume räumlich entwickeln?
  • Wie ist die Verteilung neuer Siedlungsflächen (Wohnen/ Gewerbe) im Stadtgebiet geplant?

Was umfasst das rSTEK inhaltlich?

Mit Hilfe des räumlichen Stadtentwicklungskonzeptes (rSTEK) wird ein langfristiger, Orientierungsrahmen für die räumliche Siedlungsentwicklung (Wohnen und Gewerbe) der nächsten 10 bis 15 Jahre erarbeitet, der eine Entscheidungsgrundlage für das zukünftige räumlich-strategische Handeln der Stadt schaffen soll.

Das rSTEK verfolgt dabei einen ganzheitlichen Ansatz mit einer gesamtstädtischen wie auch ortsteilbezogenen Betrachtungsweise, in welcher unterschiedliche Komponenten der Siedlungsflächenentwicklung erarbeitet werden. Der Prozess erstreckt sich dabei in zwei Phasen: Bestandteil der ersten Phase sind u.a. die Analyse des gesamten Stadtgebietes, die Ermittlung/Bewertung von neuen Siedlungsflächenbedarfen- und eine anschließende Entwicklung eines Leitbildes für die Gesamtstadt.

Die Übertragung der Ergebnisse auf die vier Ortsteile (Greven rechts der Ems, Greven links der Ems, Reckenfeld und Gimbte) und ein daraus abzuleitendes stadtteilspezifisches Zielsystem mit möglichen Aktivierungsmöglichkeiten der Innenentwicklung, ein zu entwickelndes Handlungskonzept mit möglichen Strategien und Empfehlungen und auch die abschließende Zusammenführung mit den Ergebnissen der Gesamtstadt sind Bestandteil der zweiten Phase.

Anschließend erfolgt die Erstellung des Abschlussberichtes.

Rückblick auf die Beteiligungen der Öffentlichkeit 2021 und 2022

Ein räumliches Stadtentwicklungskonzept ist kein reines Fachgutachten, sondern berücksichtigt die Meinungsbilder der Menschen vor Ort. Daher wird das Konzept transparent unter Einbeziehung der Öffentlichkeit erarbeitet. Im Verlauf der Erarbeitung haben alle interessierten Bürger*innen durch verschiedene Beteiligungsformate die Möglichkeit, sich aktiv einzubringen.

In der Auftaktveranstaltung zum räumlichen Stadtentwicklungskonzept (rSTEK) im November 2021 stand die zentrale Fragestellung des rSTEKs "Wie und wo soll Greven wachsen?" im Vordergrund. Die Bürger*innen konnten in der Öffentlichkeitsbeteiligung sowie in der Onlinebeteiligung über die Projekthomepage des rSTEKs ihre Anregungen und Ideen zu den zentralen Themen "Bevölkerungsentwicklung", "Wohnbauflächenentwicklung" und "Gewerbeflächenentwicklung" äußern. Auf Grundlage dieser Anregungen wurden durch das beauftragte Architektur- und Stadtplanungsbüro post welters+partner zusammen mit der Verwaltung der Stadt Greven unterschiedliche Szenarien zu der räumlichen Entwicklung der Gesamtstadt entworfen.

Im Jahr 2022 lag der Fokus außerdem auf der Betrachtung der Entwicklungsmöglichkeiten der vier Ortsteile im Rahmen des rSTEKs- Greven links der Ems, Greven rechts der Ems, Reckenfeld und Gimbte- gelegt. Vier Ortsteilwerkstätten haben sich im Mai mit den Fragestellungen "Wie soll sich die Gesamtstadt bis zum Jahr 2035 räumlich entwickeln?", "Welche Rollen übernehmen die Ortsteile in diesem Zusammenhang?" und "Wo gibt es Entwicklungspotenziale in den Ortsteilen für Wohnen und Gewerbe?" befasst.
Mitte Mai 2022 startete zusätzlich die zweite Online-Beteiligungsphase zum räumlichen Stadtentwicklungskonzept (rSTEK) auf der eingerichteten Projekthomepage des rSTEKs.
Die Ergebnisse werden vom Architektur- und Stadtplanungsbüro post welters+partner ausgewertet und fließen in die Erarbeitung des räumlichen Stadtentwicklungskonzeptes ein.

Die Protokolle und Präsentationen der Bürgerbeteiligungsformate stehen Ihnen untenstehend zum Download bereit.

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Die Abbildung zeigt den detaillierten Prozess des rSTEK. Durchgehend organisiert und gesteuert wird das Projekt durch die Projektgruppe, die sich aus Verwaltungsmitgliedern sowie dem beauftragten Planungsbüro post welters + partner zusammensetzt.
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