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Räumliches Stadtentwicklungskonzept

Wie soll sich Greven räumlich entwickeln?

Wie viele Städte steht auch die Stadt Greven vor großen Herausforderungen in der Stadtentwicklungsplanung. Allgemeine Trends und wandelnde Rahmenbedingungen der Stadtentwicklung wie zum Beispiel die sozialen und demographischen Veränderungen, der Strukturwandel und die Globalisierung, Fragestellungen der Wohnraumversorgung, des Umwelt- oder Klimaschutzes gehören auch zu Grevener Herausforderungen der Stadtentwicklung.

Bei näherer Betrachtung der Aufgabenstellungen der Zukunft und des Stadtgebiet Grevens wird deutlich, dass alle Fragestellungen einen Raumbezug besitzen und der Gesamtstadt, den Ortsteilen oder bestimmten Flächen im Stadtgebiet zugeordnet werden können. Der verfügbare Raum, in dem sich alle Entwicklungen abspielen, ist begrenzt. Die unterschiedlichen Nutzungsansprüche und Interessenlagen an Raum und Fläche gilt es zu erkennen und zu bewerten. Auf diese Weise kann den Ansprüchen der Stadt lösungsorientiert und nachhaltig auf der Grundlage langfristig orientierter Leitlinien begegnet werden.

Um die zukünftige räumliche Gesamtentwicklung der Stadt Greven fokussiert zu betrachten und das erwartete Wachstum strategisch zu steuern, hat derzeit die gemeinsame und integrierte Erarbeitung des räumlichen Stadtentwicklungskonzeptes - kurz rSTEK - durch Bürgerschaft, Politik, Verwaltung und Institutionen begonnen.

Warum erarbeitet die Stadt Greven zum momentanen Zeitpunkt ein "räumliches Stadtentwicklungskonzept"?

Bereits 2016 wurde mit der Erarbeitung eines integrierten Stadtentwicklungskonzeptes begonnen. In der Stadt Greven besteht dieses integrierte Stadtentwicklungskonzept aus einer Vielzahl von Sachlichen Teilplänen (bspw. Sachlicher Teilplan Grün, Mobilität, Wohnen etc.).

Die Grundlage der räumlichen Entwicklung bildet bislang der 2004 wirksam gewordene Flächennutzungsplan der Stadt Greven (FNP 2020). Im Kontext der Siedlungsflächenentwicklung gibt es für die Stadt Greven ebenso eine Vielzahl von aktuellen Konzepten, Strategien, Planungen und Untersuchungen, die unterschiedliche räumliche Bezugsebenen haben. Im Zuge der Erarbeitung des Sachlichen Teilplans "räumliches Stadtentwicklungskonzept" werden die vorliegenden Zielaussagen zu den räumlichen Dimensionen der Fachplanungen ausgewertet, gebündelt und es werden die Wechselbeziehungen aufgezeigt. Das Konzept wird den programmatischen Rahmen der zukünftigen räumlichen Stadtentwicklung bilden.

Das Ergebnis des rSTEKs soll der Bezugsrahmen sein für zukünftige städtebauliche Instrumente (z.B. Flächennutzungsplan, Bebauungspläne, Wettbewerbsverfahren etc.) sowie für sektorale Fachkonzepte und teilräumliche Stadtentwicklungskonzepte.

Ziel dieses städtebaulichen Entwicklungskonzepts ist es, die räumlichen Entwicklungslinien der Stadt Greven für die nächsten ca. 15 Jahre abzubilden. Zudem wird eine Entscheidungsgrundlage für das räumlich-strategische Handeln der Stadt Greven geschaffen und die Stadt Greven somit für die gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen gut vorbereitet.

Zentrale Fragestellungen, die im Rahmen der Bearbeitung beantwortet werden, sind

  • Wie viel will Greven bzw. die jeweiligen Teilräume wachsen?
  • Wie soll sich Greven bzw. die jeweiligen Teilräume räumlich entwickeln?
  • Wie ist die Verteilung neuer Siedlungsflächen (Wohnen/ Gewerbe) im Stadtgebiet geplant?

Rückblick auf die Beteiligungen der Öffentlichkeit 2021 und weiteres Vorgehen

In der Auftaktveranstaltung zum räumlichen Stadtentwicklungskonzept (rSTEK) im November 2021 stand die zentrale Fragestellung des rSTEKs "Wie und wo soll Greven wachsen?" im Vordergrund. Die Bürger*innen konnten in der Öffentlichkeitsbeteiligung sowie in der Onlinebeteiligung über die Projekthomepage des rSTEKs ihre Anregungen und Ideen zu den zentralen Themen "Bevölkerungsentwicklung", "Wohnbauflächenentwicklung" und "Gewerbeflächenentwicklung" äußern. Auf Grundlage dieser Anregungen wurden durch das beauftragte Architektur- und Stadtplanungsbüro post welters+partner zusammen mit der Verwaltung der Stadt Greven unterschiedliche Szenarien zu der räumlichen Entwicklung der Gesamtstadt entworfen.

Im Jahr 2022 liegt der Fokus außerdem auf der Betrachtung der Entwicklungsmöglichkeiten der vier Ortsteile im Rahmen des rSTEKs- Greven links der Ems, Greven rechts der Ems, Reckenfeld und Gimbte- gelegt. Vier Ortsteilwerkstätten haben sich im Mai mit den Fragestellungen "Wie soll sich die Gesamtstadt bis zum Jahr 2035 räumlich entwickeln?", "Welche Rollen übernehmen die Ortsteile in diesem Zusammenhang?" und "Wo gibt es Entwicklungspotenziale in den Ortsteilen für Wohnen und Gewerbe?" befasst.
Mitte Mai 2022 startete zusätzlich die zweite Online-Beteiligungsphase zum räumlichen Stadtentwicklungskonzept (rSTEK) auf der eingerichteten Projekthomepage des rSTEKs (Link s.u.). Aktuelle Projektinformationen sowie Beteiligungsmöglichkeiten entnehmen Sie direkt dieser Seite.
Die Ergebnisse werden vom Architektur- und Stadtplanungsbüro post welters+partner ausgewertet und fließen in die Erarbeitung des räumlichen Stadtentwicklungskonzeptes ein.


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