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Ortsteilentwicklung Reckenfeld

Städtebauliches Entwicklungskonzept Ortsmitte Reckenfeld

Im Juni 2012 wurde im Bezirksausschuss Reckenfeld das bis dahin von Reckenfelder Bürger/innen, der Verwaltung und dem Planungsbüro Wolters Partner gemeinsam entwickelte Integrierte Handlungskonzept für die Ortsmitte Reckenfeld verabschiedet. Der Beschluss war allerdings mit einem Änderungsauftrag an die Verwaltung verbunden. Die Sportflächen sollten in das Entwicklungskonzept einbezogen werden. Dadurch wurden ergänzende planerische Betrachtungen zu der Verlagerung der Sportflächen an den Wittlerdamm erforderlich.

Im Herbst 2012 stellte Bürgermeister Peter Vennemeyer daraufhin im Bezirksausschuss ein Szenario vor, das die Verwaltung prüfen und einer Kostenbetrachtung unterziehen wollte. Das Konzept sieht vor, die Bausubstanz der Sporthalle in der Ortsmitte zu erhalten und zu einem Gemeinschaftszentrum umzubauen. Hier könnten dann zukünftig sportliche, kulturelle und soziale Aktivitäten stattfinden. Ein Verein soll dafür die Trägerschaft übernehmen. Die aufgrund der geplanten Wohnbebauung wegfallenden Sportplätze, inklusive Umkleideräume und Vereinsheim für den SC Reckenfeld sollen am Wittlerdamm neu errichtet werden. Hierbei erwartet die Verwaltung erhebliche Eigenleistungen des Sportvereins.

Am 4. Juni 2013 stellten Bürgermeister Peter Vennemeyer, Stadtplaner Christian Jakob und Carsten Lang (Planungsbüro Wolters Partner) die überarbeitete Planung dem Lenkungskreis vor. Wesentliche Veränderung gegenüber dem ursprünglichen Konzept ist neben dem Erhalt und Umbau der alten Sporthalle auch eine Verlagerung des geplanten Mehrgenerationenparks von der Nordseite der Bahnhofstraße an das geplante Gemeinschaftszentrum. Die Stadtplaner begründeten ihre Entscheidung für dieses Konzept damit, dass dadurch die öffentlichen Gemeinschaftsnutzungen an einem Ort gebündelt werden und die Aktivitäten im Gemeinschaftszentrum und in der Grünanlage zum Vorteil aller verbunden werden können.

Auch wenn diese Überlegungen nachvollziehbar waren, wurde die neue Konzeption im Lenkungskreis engagiert und zunächst kontrovers diskutiert. Denn auch in ursprünglich geplanten Nähe des Mehrgenerationenparks zum Markplatz wurden Vorteile gesehen:
Eine nördlich an die Bahnhofstraße anschließende Freifläche erweitert die offene Platzfläche, die Wege vom Marktplatz und von den Senioreneinrichtungen und -Wohnungen dorthin sind kürzer als bis zur alten Sporthalle.

Diese Gedanken mündeten schließlich in Anforderungen, die für die weitere Planung festgehalten wurden:
Nördlich der Bahnhofstraße soll die zukünftige Bebauung so geplant werden, dass Raum qualitätsvolle Aufenthaltsflächen verbleibt. Die Grünfläche am Ehrenmal soll in diese Planungen möglichst einbezogen werden. Außerdem soll eine attraktive und barrierefreie Wegeverbindung zwischen Marktplatz und Mehrgenerationenpark entstehen. Es wurde zudem die Idee eingebracht, sich bei der Planung der Wege an den historischen Wegeverbindungen und dem vorhandenen Baumbestand zu orientieren.

Am 18. Juni 2013 wurde das so überarbeitete Konzept im Bezirksausschuss für die Ortschaft Reckenfeld nach intensiven Diskussionen beschlossen. Mit der folgenden Verabschiedung im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt am 19. Juni und im Rat am 10. Juli war der Weg frei für einen Antrag auf Zuteilung von Städtebaufördermitteln zur Umsetzung der geplanten Maßnahmen. Der Antrag wurde am 30. August bei der Bezirksregierung Münster eingereicht.

Im Spätsommer 2014 erhielt die Stadt Greven von der Bezirksregierung Münster die wenig erfreuliche Nachricht, dass der Antrag auf Zuteilung von Mitteln der Städtebauförderung für das städtebauliche Entwicklungskonzept der Ortsmitte Reckenfeld nicht in die Förderstufe A aufgenommen worden war. Mit einer zeitnahen finanziellen Unterstützung aus der Städtebauförderung des Landes NRW und des Bundes zur Aufwertung und Qualitätssteigerung für die Reckenfelder Ortsmitte konnte daher nicht gerechnet werden.

Deswegen sind die im Handlungskonzept beschriebenen Maßnahmen jedoch keineswegs in ihrer Gesamtheit obsolet. Einzelne Aspekte und Maßnahmen des Handlungskonzeptes bedürfen aufgrund der veränderten finanziellen Parameter bestenfalls einer ergänzenden Betrachtung hinsichtlich der Erforderlichkeit, der Realisierbarkeit und der Wirtschaftlichkeit.

Der gesamte Planungsprozess (Bestandsaufnahme, Analyse, Ableitung der entwickelten Maßnahmen, Beteiligungsprozess) sind in einer Dokumentation, die das integrierte Handlungskonzept darstellt, zusammengefasst.


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