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Gestaltung der Innenstadt

Die Stadt Greven hatte zu einem Wettbewerb zur gestalterischen Aufwertung der Innenstadt eingeladen. Sieben Landschaftsarchitekturbüros beteiligten sich an dem Wettbewerb.
Die Entwürfe der Preisträger werden auf dieser Seite vorgestellt.

Der Wettbewerb zur gestalterischen Aufwertung der Innenstadt

Bei dem Wettbewerb ging es um Konzepte zur Gestaltung des öffentlichen Raumes, wie Möblierung, Beleuchtung, Begrünung und Oberflächen. Die Maßnahme ist eine der Säulen des Integrierten Handlungskonzept Innenstadt.

Eine Fachjury unter dem Vorsitz von Landschaftsarchitektin Ina Bimberg bewertete die Entwürfe. Den 1. Preis gewannen die "Greenbox" Landschaftsarchitekten aus Köln. Für die Kölner wie für alle anderen Büros bestand die Herausforderung darin, dass die Mittel zur Neugestaltung eine Konzentration auf besonders wichtige Aspekte erfordern. Das gelang "Greenbox" nach Meinung der Jury besonders gut. Geplant ist eine komplette Neugestaltung des Bereichs rund um die zentral gelegene Kirche St. Martinus. Auch die Überbrückung der Rathausstraße, die als trennendes Element einen unschönen "Schnitt" durch die Grevener Innenstadt bedeutet, gehörte zu den Aufgabenstellungen. Insgesamt soll die Innenstadt nach den Vorstellungen der Gewinner aufgeräumt und beruhigt werden. Störende Elemente wie das Hochbeet am Beginn der Marktstraße und Mauerelemente sollen weichen, auch die blauen Straßenlaternen, um die Spuren der nicht immer und überall gelungenen Stadtkernsanierung aus den 80er Jahren zu beseitigen. Stattdessen sollen ein neuer Belag aus Betonstein, der ringförmig angeordnet und neues Stadtmobiliar her. Aufgegriffen wird dabei die Lage Greven´s an der Ems - die Macher von "Greenbox" nennen es Ems-Treibgut und meinen damit Blöcke aus Holz und Stahl, die durch die Innenstadt "schwimmen" und als multifunktionale Spielecken und Sitzinsen allen Generationen etwas bieten sollen. Sie enthalten Schriften über die Geschichte der Stadt und die Ems. Zudem sollen neue, aber weniger pflegeintensive Bäume das Stadtbild prägen, auch am Fritz-Pölking-Platz.

Wettbewerbsteilnehmer

  • FSWAL Landschaftsarchitektur GmbH, Düsseldorf
  • greenbox Landschaftsarchitekten, Köln
  • Junker + Kollegen Landschaftsarchitektur BDLA, Georgsmarienhütte
  • Raum & Form, Coesfeld
  • Planergruppe GmbH Oberhausen, Oberhausens
  • scape Landschaftsarchitekten GmbH, Düsseldorf
  • wbp Landschaftsarchitekten GmbH, Bochum

Preise und Anerkennungen

  • 1.Preis: greenbox Landschaftsarchitekten Köln
  • 2.Preis: Raum & Form, Coesfeld
  • 3.Preis: FSWAL Landschaftsarchitektur GmbH, Düsseldorf
  • Anerkennung: Planergruppe GmbH Oberhausen, Oberhausen

1.Preis: greenbox Landschaftsarchitekten Köln

Dieser Entwurf zeichnet sich aus durch:

  • ökonomischer Ansatz
  • Kirchberg als "Drehscheibe" der Stadt Greven
  • Aufräumen und Entrümpeln der Innenstadt
  • Leitmotiv "Treibgut" für zukünftige Möblierung
  • Orientierung bei der Verortung der zukünftigen Möblierung an vorhandener Pflasterung (Quadrate aus Natursteinpflaster) => Strukturierung
  • Querung der Rathausstraße niveaugleich und gegliedert durch Pflasterbänder

2.Preis: Raum & Form, Coesfeld

Dieser Entwurf zeichnet sich aus durch:

  • Kirchhügel als räumliches Gelenk
  • Querung der Rathausstraße bei Verschmälerung der Fahrbahnen und durchgängiger Pflasterbelang wie in der Fußgängerzone
  • Aufräumen und Entrümpeln der Innenstadt
  • sparsamer Ansatz, sehr eng am Bestand orientiert
  • Pflastermaterial möglichst barrierefrei gewählt

3.Preis: FSWAL Landschaftsarchitektur GmbH, Düsseldorf

Dieser Entwurf zeichnet sich aus durch:

  • Ersatz der vorhandenen Natursteinrinne durch moderne Rinnenelemente & Leitfaden durch die Innenstadt
  • Rhythmisierung des Stadtraumes durch Gestaltung akzentuierter Platzsituationen
  • Hervorhebung des Marktplatzes
  • Gestaltung des Übergangs an der Rathausstraße
  • wirtschaftlich umsetzbar

Anerkennung: Planergruppe GmbH Oberhausen, Oberhausen

Dieser Entwurf zeichnet sich aus durch:

  • Leitelement: Linie aus Naturstein
  • Einbindung aller Möblierungselemente an der neuen Linie (Lichtstelen, Bänke und Spielelemente)
  • Betonung des Marktplatzes durch neue Pflasterung
  • Gestaltung des Übergangs an der Rathausstraße durch einheitliche Pflasterung und versetztes Fortführen der neuen Linie
  • Wiederverwendung von Natursteinen aus der Marktstraße und der alten Münsterstraße in der Martinistraße und am Fritz-Pölking-Platz

Empfehlung des Preisgerichtes

  • Verwendung des 1. Preises als Grundlage für die Entwicklung der Innenstadt, jedoch im Detail Konkretisierungs- und Anpassungsbedarf
  • Überzeugend waren insbesondere der ökonomische Ansatz in Zusammenhang mit der Schaffung einer neuen Vision für die Innenstadt; der Entwurf arbeitet eng am Bestand, schafft es aber trotzdem die Innenstadt in einem neuen Licht erscheinen zu lassen
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