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Stadt im Einsatz gegen den Eichenprozessionsspinner

Raupengespinnst
Im Mai beginnen die Raupen des Eichenprozessionsspinners (EPS) mit ihren Aktivitäten. Die Raupen, die sich von Eichenblättern ernähren, durchlaufen mehrere Entwicklungsstadien, erst im dritten Stadium tragen sie die spinnertypischen Raupenhaare, die bei Kontakt mit der Haut und beim Einatmen allergische Reaktionen auslösen können. Es ist davon auszugehen, dass die Raupen des Eichenprozessionsspinners auch in diesem Jahr im gesamten Grevener Stadtgebiet massiv und deutlich sichtbar auftreten werden.

EPS-Raupen werden abgesaugt

Die Mitarbeiter der Technischen Betriebe Greven (TBG) bekämpfen die Raupen des Eichenprozessionsspinners an Bäumen auf öffentlichen Flächen. Dazu benutzen sie Spezialsauger, die vergleichbar mit Industriesaugern sind, mit denen auch besonders problematische Gefahrstoffe wie Asbest beseitigt werden. Diese Sauger sind mit einem extrem feinen Filter ausgestattet.

Mit den Geräten lassen sich die Raupen des EPS vom Stamm der Bäume absaugen, der „Rüssel“ jedes Saugers reicht bis in eine Höhe von maximal 4,50 Meter. Jedes Nest und jede „Prozession“ müssen einzeln abgesaugt werden, d.h. je nach Befall und Stammhöhe dauert die Prozedur pro Stamm 5 bis 10 Minuten.

Neuer Hubsteiger kommt bis in die Baumkronen

In diesem Jahr steht den TBG zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners zum ersten Mal auch ein eigener Hubsteiger zur Verfügung. Damit können die Raupen des EPS in den Baumkronen bekämpft werden. In den vergangenen Jahren mussten die TBG solche Hubsteiger bei Bedarf von Privatfirmen anmieten. Das führte oft zu Wartezeiten, weil diese Spezialfahrzeuge in der Hauptbekämpfungszeit der Spinnerraupen von vielen Kommunen gleichzeitig angefragt werden. Mit dem eigenen Hubsteiger können die TBG jetzt deutlich schneller und flexibler arbeiten, wenn EPS aus Baumkronen entfernt werden müssen.

Nicht alle Raupen können beseitigt werden

Das Absaugen der Raupen ist eine sehr mühsame Arbeit. – Und diese Arbeit ist nur für einen Teil der befallenen Bäume in Greven überhaupt leistbar! Die Stadt Greven muss bei der Beseitigung der Raupen also Prioritäten setzen. Die TBG konzentrieren sich zuallererst auf Zonen in der Stadt, in denen sich viele Kinder aufhalten, also Bereiche rund um Kinderspielplätze, Sportplätze, Schulhöfe und Kindergärten. In weniger sensiblen Bereichen, in denen die Mitarbeiter der Stadt nicht tätig werden können (einfach, weil dafür ausreichend Manpower, Zeit und technische Mittel gar nicht zur Verfügung stehen würden), werden in der Regel Warnschilder aufgehängt, um die Menschen, die in diesen Bereichen unterwegs sind, aufmerksam zu machen und zu sensibilisieren.

Keine Panik, nur Vorsicht!

Grundsätzlich sollte man jeden direkten Kontakt mit den Raupen des EPS vermeiden und Orte, an denen viele Bäume stark befallen sind, nach Möglichkeit meiden, d.h. sich an diesen Orten nicht lange aufhalten. Dann lässt sich mit dem Problem in der Regel umgehen und niemand muss in Panik verfallen. Auf keinen Fall sollte man selbst tätig werden, um die Raupen zu beseitigen, weil dann unter Umständen Brennhaare zurückbleiben oder extrem aufgewirbelt werden. Die Beseitigung der Raupen ist eine Sache für Fachleute! 

Bitte um Verständnis

Die Mitarbeiter der Technischen Betriebe Greven tun zur Bekämpfung der Raupen alles, was möglich ist – und viele von ihnen sind während der "EPS-Saison"  ausschließlich in Sachen Spinnerraupenbefall unterwegs, obwohl sie alle natürlich auch andere Aufgaben zu erledigen haben. Trotzdem kann einfach bei Weitem nicht jedem besorgten Bürger in dieser Sache geholfen werden, dazu ist die Fläche der Stadt einfach zu groß. Die Stadt Greven bittet da herzlich um Verständnis!

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In diesem Jahr steht den TBG zur EPS-Bekämpfung zum ersten Mal ein eigener Hubsteiger zur Verfügung
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