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Erfahrungsbericht Notfallsanitäter/in

Sven Teichmann, 2. Ausbildungsjahr Notfallsanitäter
Sven Teichmann, 2. Ausbildungsjahr Notfallsanitäter
Sven Teichmann ist im 2. Ausbildungsjahr als Notfallsanitäter bei der Stadt Greven. Hier berichtet er von seinen Erfahrungen.

"...ein Job, bei dem ich Menschen helfen kann"

Ein Bürojob kam für mich noch nie in Frage. Ich wusste eigentlich schon immer, dass ich einen Beruf lernen möchte, bei dem ich körperlich und geistig gefordert werde und bei dem ich Menschen helfen kann. So kam ich schnell auf den Beruf des Notfallsanitäters und wusste schon nach kurzer Zeit, dass das mein Traumberuf ist.

Also bewarb ich mich unter anderem bei der Stadt Greven und wurde wenige Wochen später zum schriftlichen und zum körperlichen Eignungstest eingeladen. Der schriftliche Einstellungstest beinhaltete Mathe, Deutsch und  Natur-wissenschaften, aber auch Merkvermögen, räumliches Denken und Konzentrationsvermögen. Nach 4,5 Stunden war er endlich geschafft und der körperliche Eignungstest stand ein paar Wochen später bevor. Getestet wurden dabei Kraft, Ausdauer, Geschicklichkeit und Erste Hilfe. Wenige Tage später kam dann die Einladung zum Vorstellungsgespräch.

Wie für Vorstellungsgespräche üblich, war ich ziemlich nervös, aber auch zuversichtlich, weil ich es schon so weit geschafft hatte. Nachdem diese Hürde genommen war, hieß es warten auf eine Rückmeldung. Die ließ zum Glück nicht lange auf sich warten und als ich am nächsten Tag die E-Mail „Einstellungszusage“ bekam, sagte ich natürlich sofort zu.

Die arbeitsmedizinische Tauglichkeitsuntersuchung war wenige Tage später auch erledigt und der nächste Termin stand bevor: Einkleidung und die Wache kennenlernen. Der Wachleiter zeigte mir einige wichtige Punkte in Greven und natürlich die Feuer- und Rettungswache. Für einen Tag waren das ziemlich viele Eindrücke und das meiste davon hatte ich schon kurz darauf wieder vergessen. Nach ein paar Monaten war dann der erste Tag in der Rettungsdienstschule an der Akademie für Gesundheitsberufe in Rheine. Die ersten 4 Wochen waren noch relativ entspannt, da zuerst die Ausbildung zum Rettungssanitäter auf dem Plan stand. Dazu gehören 4 Wochen schulische Ausbildung, 4 Wochen Klinikpraktikum und 4 Wochen Praktikum auf der Rettungswache gefolgt von einer Prüfungswoche in der wir unsere staatliche Prüfung ablegen mussten. Der schulische Teil der Ausbildung ist mit etwa 1920 Stunden recht komplex und beinhaltet viel theoretischen Unterricht von der Anatomie bis zur Zelle – also auch viel zu lernen – aber auch Praxistrainings mit Praxisanleitern der Rettungswachen. Mit „nur“ 720 Stunden ist der klinische Teil der Ausbildung im Vergleich noch recht gering und beinhaltet mehrere Praktika in den verschiedenen Fachbereichen von der Anästhesie über die Intensivstation und die Notaufnahme bis hin zur Pflegestation.

Der größte Teil der Ausbildung findet aber an den Rettungswachen statt. Hier verbringen wir während der Ausbildung etwa 1960 Stunden und werden auf den an den jeweiligen Wachen stationierten Fahrzeugen eingesetzt. An den Wachen stehen außerdem jedem Auszubildenden ein Praxisanleiter und Übungsmaterial zur Verfügung. So können wir auch außerhalb der Schule unsere Fähigkeiten trainieren und die einsatzfreie Zeit sinnvoll nutzen. In dem guten halben Jahr, das ich bei der Feuerwehr Greven arbeite, habe ich schon viele Erfahrungen sammeln können, lerne durch jeden Einsatz und jedes geübte Fallbeispiel mehr dazu und meine Fragen können mir die Kollegen meistens sofort beantworten. So werde ich mir jeden Tag sicherer in den Abläufen und Maßnahmen, die ich als fertiger Notfallsanitäter durchführen können muss.

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