Vorlesen bewirkt weit mehr, als Geschichten zu vermitteln – es prägt Kinder nachhaltig in ihrer Entwicklung. Regelmäßiges Vorlesen ist eine wichtige Grundlagen für Bildung, soziale Kompetenzen und persönliche Entwicklung.
Kinder profitieren auf vielfältige Weise:
- Sie entwickeln ein besseres Sprachgefühl und erweitern spielerisch ihren Wortschatz.
- Ihre Vorstellungskraft wird angeregt und kreative Denkprozesse werden gefördert.
- Sie lernen, sich zu konzentrieren und aufmerksam zuzuhören.
- Sie entwickeln Empathie, indem sie sich in unterschiedliche Figuren und Lebenswelten hineinversetzen.
- Sie gewinnen an Selbstvertrauen, wenn sie sich mit Heldinnen und Helden identifizieren.
- Sie bauen Wissen über die Welt auf und erweitern ihren Horizont.
- Sie entdecken die Freude an Büchern – oft der erste Schritt zum eigenen Lesen.
Das persönliche Vorlesen, bei dem eine reale Person gemeinsam mit den Kindern in Geschichten eintaucht, hat dabei eine besondere Qualität, die digitale Hörangebote nicht ersetzen können.
Auch für die Stadt Greven haben die Vorlesestunden eine große Bedeutung. Sie sind ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens und tragen dazu bei, die Bibliothek als offenen und lebendigen Ort für alle Generationen zu stärken. Hier begegnen sich Kinder, Familien und Ehrenamtliche – und schaffen gemeinsam ein Gefühl von Zugehörigkeit.
Die Vorleseangebote fördern nicht nur frühkindliche Bildung, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag zur Chancengleichheit und gesellschaftlichen Teilhabe. Sie verbinden Menschen unterschiedlicher Hintergründe und stärken langfristig den Zusammenhalt in der Stadt.
Dass dieses Engagement wirkt, zeigt sich auch in Zahlen: Der Kinderbereich der Stadtbibliothek Greven wird außergewöhnlich intensiv genutzt. Die Ausleih-, Besucher- und Veranstaltungszahlen liegen deutlich über dem Bundesdurchschnitt – ein Erfolg, zu dem das Vorleseteam maßgeblich beiträgt.
Das Zitat von Michael Ende „Lesen ist Kino im Kopf“ gilt immer noch.