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Zuwanderung & Integration - Aktuelles

Traumatisierung und Interkulturelle Kompetenz: Informationsabend für ehrenamtliche Begleiterinnen und Begleiter von Geflüchteten am 5. Juli

Viele der nach Deutschland geflüchteten Menschen sind durch ihre Erfahrungen vor, während und nach der Flucht psychisch stark belastet. Nicht selten sind sie durch das Erlebte traumatisiert.

Für Freiwillige in der Flüchtlingsarbeit kann es in ihrem ehrenamtlichen Engagement zu Betroffenheit, Sorge und Belastung führen, wenn Geflüchtete von Ihren Erfahrungen berichten. Möglicherweise sind sie auch verunsichert im Umgang mit Geflüchteten, weil sie nicht einschätzen können, welche Verhaltensweisen kulturell bedingt oder als Anzeichen für eine Traumatisierung zu bewerten sind. Wie sollte man sich als Begleiter von traumatisierten Geflüchteten verhalten, um sich einerseits selbst zu schützen und andererseits die Betroffenen bestmöglich zu unterstützen? Wo gibt es professionelle Hilfsangebote?

In diesen Fragen möchte die Stadt Greven die Ehrenamtlichen in der Flüchtlingsarbeit unterstützen. Sie bietet daher am Donnerstag, 5. Juli 2018 von 17.00 bis 19.00 Uhr in Kooperation mit dem Netzwerk „Integration durch Qualifizierung“ (IQ) einen Informationsabend „Traumatisierung und Interkulturelle Kompetenz“ für ehrenamtlich Engagierte in der Flüchtlingshilfe an.

Neben einem praxisorientierten Fachvortrag der Referentin Makbule Çevik (MOZAIK gGmbH) besteht die Möglichkeit zur Diskussion und zum Austausch eigener Erfahrungen. Zusätzlich werden Informationsmaterial und Praxishandreichungen zur Verfügung gestellt.

Die Veranstaltung soll den Engagierten Orientierung und Handlungsempfehlungen für den Umgang mit traumatisierten Geflüchteten innerhalb ihres Engagements geben.

Die Teilnahme ist kostenlos. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, eine Anmeldung bis zum 1. Juli ist daher erforderlich (E-Mail: ulrike.penselinstadt-grevende / Telefon 02571 920 258).

Integration in Arbeit und Ausbildung – Ehrenamtliche und Geflüchtete informieren sich über Voraussetzungen und Chancen

Am 3. Mai 2018 veranstaltete die Stadt Greven in Kooperation mit der Beratungsorganisation MOZAIK gGmbH einen Informationsabend zum Thema „Arbeitsmarktzugang für Geflüchtete und Anerkennung ausländischer Qualifikationen“. Der Informationsabend fand statt im Rahmen des Förderprogramms „Integration durch Qualifizierung“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.

Zahlreiche ehrenamtlich Engagierte und Multiplikatoren verschiedener Einrichtungen, aber auch in Greven lebende Geflüchtete folgten der Einladung. Sie informierten sich über die verschiedenen Voraussetzungen für die Aufnahme einer Beschäftigung und die möglichen Wege zur Anerkennung beruflicher Kompetenzen. Dabei ging es nicht nur um die komplizierten Bestimmungen und Abläufe, sondern auch um eigene Fallbeispiele und praktische Unterstützungshilfen. Die rege Beteiligung an der ausgebuchten Veranstaltung zeigt: Die Integration von Geflüchteten in Arbeit und Ausbildung ist nach wie vor eine große Herausforderung. Viele Beteiligten – insbesondere Betroffene selbst und ihre Unterstützer – stellen sich dieser Aufgabe aber aktiv und begreifen sie als persönliche wie gesellschaftliche Chance.

Die Stadt Greven begrüßt dieses Engagement, das sie durch weitere bedarfsgerechte Fortbildungen unterstützen wird.

Beteiligung am Integrationskonzept der Stadt Greven – Über 70 Vertreter diskutieren Herausforderungen im Bereich Bildung, Erziehung und Sprache

Am Donnerstag, 22.03.2018 fand der vierte und letzte Beteiligungsworkshop der Stadt Greven zur Erarbeitung eines Konzeptes zur Integration von Geflüchteten und Menschen mit Migrationshintergrund statt. Unter den über 70 Teilnehmenden befanden sich Fachkräfte aus Kindertagesstätten, Schulen, Integrationskursträgern und Beratungsstellen, aber auch Vertreter des Ehrenamts, der Politik und Verwaltung und in Greven lebende Geflüchtete. Im Fokus standen aktuelle Herausforderungen und Lösungsansätze für eine gelingende Integration in den Handlungsfeldern Bildung, Erziehung und Sprache.

Cosimo Palomba, Erster Beigeordneter der Stadt Greven, begrüßte die Anwesenden und bedankte sich für ihr haupt- und ehrenamtliches Engagement, um Neuzugewanderten in Greven Orte der Bildung und Entwicklung bereitzustellen. Dass Sprache dabei eine Schlüsselrolle spielt, stellten Damaris Borowski und Günter Islinger vom Centrum für Mehrsprachigkeit und Spracherwerb (CEMES) in einem Vortrag über Mehrsprachigkeit anschaulich heraus.

In Kleingruppen beschäftigten sich die Teilnehmenden im Anschluss mit einzelnen Fragestellungen in den Bereichen „Sprache“, „Werte und Normen“, „Elternarbeit“ sowie „Seiteneinstiege und Abbrüche“. Die angeregten Diskussionen profitierten von den vielseitigen Perspektiven und Erfahrungen der Teilnehmenden, die gemeinsam Lösungsansätze erarbeiteten.

Das abschließende Fazit im Plenum lautete: Spracherwerb benötigt Zeit und Geduld, aber auch praktische Anwendung und kann durch übersichtlich zusammengestellte Literatur und Hilfsmittel sowie einen stärkeren Alltagsbezug in den Sprachkursen gefördert werden. Kreative Formate können unter anderen helfen, Wertvorstellungen – insbesondere in Bezug auf Geschlecht und Erziehung – über Sprachbarrieren hinweg, auf Augenhöhe und potenzialorientiert zu diskutieren. Beidseitige Motivation und Aufgeschlossenheit führt auch zu einer guten Zusammenarbeit zwischen Fachkräften und zugewanderten Eltern, die zielgruppengerechte Informationen über das Bildungs- und Erziehungswesen benötigen. Kinder und Jugendliche lernen am besten mit Zielorientierung, aber ohne Zeit- und Leistungsdruck, sodass individuelle Bedarfe stärker berücksichtigt werden sollten – zum Beispiel durch verlängerte Eingewöhnungszeiten vor der Bildungsgangempfehlung.

Das Koordinationsteam Integration wird die Ergebnisse des Workshops nun gemeinsam mit der Steuerungsgruppe Flüchtlingshilfe aufarbeiten und das vierte – und damit letzte – Teilkonzept „Bildung, Erziehung und Sprache“ des Integrationskonzepts fertigstellen. Nach der Verabschiedung im Rat der Stadt Greven wird das Integrationskonzept veröffentlicht. Die Stadt Greven unterstützt die Umsetzung der praktischen Maßnahmen, indem Vernetzungs- und Beratungsangebote für die zuständigen Akteure bereitgestellt oder eigene Projekte realisiert werden.

Begegnung für Jung und Alt - Wiedereröffnung der Begegnungsstätte Hansaviertel

Am Samstag, 21. Januar 2018 wurde die Begegnungsstätte Hansaviertel offiziell wiedereröffnet.

Das Gebäude – das seit 1984 ein etablierter Stadtteiltreff für Jugendliche, Gruppen und Initiativen war – wurde von September 2015 bis Ende 2016 als städtische Asylbewerberunterkunft zwischengenutzt. Die Bewohnerinnen und Bewohner trugen damals mit viel Solidarität und Toleranz zu einer herzlichen Begrüßung der neuangekommenen Geflüchteten bei und verlagerten ihre sozialen und kulturellen Aktivitäten in alternative Räume.

Rückläufige Asylbewerberzahlen und Fördermittel des Landes NRW aus dem Sonderprogramm „Hilfen im Städtebau für Kommunen zur Integration von Flüchtlingen“ ermöglichten den Umbau und die Rückwidmung des Gebäudes als Stadtteiltreff.

Die erlebte Willkommenskultur wird erhalten bleiben und ist im neuen Nutzungskonzept festgeschrieben: Neben Angeboten der Jugendarbeit wird es nun auch Angebote der Integrations- und Quartiersarbeit geben. Diese werden von regelmäßigen Treffen über Workshops und Aktionen bis hin zu größeren Veranstaltungen reichen.

Interessierte sind herzlich eingeladen, sich über die Angebote zu informieren und sich mit eigenen Ideen einzubringen. Kontakt: Irmgard Hellmann de Manrique, Telefon: 02571 920 302, E-Mail: irmgard.hellmannstadt-grevende

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