[13.09.2022]
[Stadt Greven] Baustellen / Sperrungen / Verkehr, Stadtplanung / Stadtentwicklung

Neue Stadtmöblierung an der Münsterstraße

Für eine kleine Fahrradtruppe bietet es bequem Platz, das neue mobile Sitzelement aus sibirischer Lärche, das Mitarbeiter der Technischen Betriebe (TBG) am Dienstag in der Münsterstraße neben der Greven Marketing-Geschäftsstelle platziert haben.
Das Element besteht aus drei Sitzbänken, die zusammen ein geräumiges U formen. Die offene Seite des U zeigt zum Eingang der Fußgängerzone am Fritz-Pölking-Platz. Drei öffentliche Parkplätze werden für diese hölzerne Sitzgruppe über eine gewisse Zeit „zweckentfremdet“. Das dreiteilige Parklet, wie so ein Möbel in der Sprache der Verkehrsplaner heißt, ist so konstruiert, dass es relativ leicht auf- und abgebaut werden und auch anders zusammengruppiert werden kann. „Das Parklet ist für uns an dieser Stelle der Innenstadt der Versuch einer alternativen Raumnutzung. Wir schauen jetzt einfach mal, wie es angenommen wird“, sagt TBG-Chefin Meike Bücker-Gittel, deren Mitarbeiter das modulare Sitzelement selbst entworfen und gebaut haben. „Vor allem das Ausparken mit dem PKW war an dieser Stelle ohnehin etwas knifflig, auch weil die Radstation den Blick in die Münsterstraße erschwert. Für eine Sitznische ist die benachbarte Radstation aber vielleicht genau der richtige Wind-, Blick- und Lärmschutz“, hebt Bücker-Gittel die praktischen Aspekte der Standortwahl hervor. Olaf Pochert, Mobilitätsmanager der Stadt Greven, betont den Paradigmenwechsel in der Verkehrsplanung, der in so einer Stadtmöblierung zum Ausdruck kommen soll: „Der Autoverkehr in den Innenstädten ist noch immer sehr dominant. Da wir aber entsprechend der Ziele des Mobilitätskonzeptes dem Fuß- und Radverkehr in der Innenstadt mehr Fläche einräumen möchten, fällt zwangsläufig Fläche für den Kfz-Verkehr weg. Wir wollen in Zukunft ein gleichberechtigteres Miteinander aller Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer in der Stadt. In diesem konkreten Fall wird die Parkfläche zu einer kleinen ‚Pauseninsel‘ für Menschen, die in der Stadt unterwegs sind, sei es zu Fuß oder mit dem Rad. Ein Ort zum Entschleunigen und Verweilen sozusagen.“ Und natürlich soll die mobile Stadtmöblierung die Vorbeikommenden auch dazu anregen, über die Ziele moderner Innenstadtplanung nachzudenken und zu diskutieren. „Drauf sitzen und drüber diskutieren, das wäre die ideale Nutzung der Möbel hier“, so Pochert mit einem Schmunzeln.

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Das dreiteilige Sitzelement, das von Mitarbeitern der TBG entworfen und auch gebaut wurde, lässt sich relativ leicht auf- und abbauen.
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Erste Sitzprobe an Ort und Stelle: (v.l.) Thomas Buschkamp (TBG-Betriebsservice), TBG-Chefin Meike Bücker-Gittel, André Kintrup (TBG-Verkehr und Grün), Tischler Guido Gerdemann (TBG) und der städtische Mobilitätsmanager Olaf Pochert.
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