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Stadt Greven
Ökologie / Nachhaltigkeit, Personalia
Neue 4. Reinigungsstufe vor dem Start
Die 4. Reinigungsstufe der Grevener Kläranlage geht planmäßig an den Start: Anfang Juli soll die hochmoderne Erweiterung der Anlage in Betrieb genommen werden. Die neue Reinigungsstufe kann unter anderem auch Mikroplastik aus dem Abwasser filtern.
Meike Bücker-Gittel, seit 1. Juni neue Leiterin der Technischen Betriebe Greven (TBG), war vor Ort und nahm einen guten Eindruck vom Stand der Arbeiten mit: „Das Thema Nachhaltigkeit wird hier schön sichtbar. Die 4. Reinigungsstufe ist ökologisch vorbildlich und sie ist auch ein soziales Projekt, von dem Emsanrainer, die flussabwärts liegen, direkt profitieren, nicht nur Greven.“ Die neue Reinigungsstufe nutzt Pulveraktivkohle zur weiteren Abwasserklärung. Damit lassen sich neben Mikroplastik auch andere Mikroschadstoffe wie Pestizide, Antibiotika und weitere Arzneimittelrückstände aus dem Abwasser herausfiltern. Die derzeitige Technik kann das nur eingeschränkt leisten. Mit der neuen Reinigungsstufe sollen sich die Schadstofffrachten aus dem Kläranlagenablauf weiter verringern. Damit wird sich die Wasserqualität der Ems und des gesamten Ökosystems Wasser in Greven und im weiteren Flussverlauf deutlich verbessern.
Für Aloys Wilpsbäumer, Vorgänger von Meike Bücker-Gittel auf dem Chefposten der TBG, war der Bau der neuen Reinigungsstufe ein Highlight auf seiner langen Laufbahn bei der Stadt Greven: „Mir persönlich lagen solche Projekte, die ökologisch und zukunftsorientiert sind, immer besonders am Herzen“, so Wilpsbäumer, der bei dem Termin auf der Kläranlage den symbolischen „Staffelstab“ an seine Nachfolgerin weitergab.
Technisch liegen die TBG nach der Erweiterung der Anlage ganz weit vorn: Weil es - noch - keine grundsätzliche wasserrechtliche Verpflichtung gibt, Mikroschadstoffe aus dem Abwasser herauszufiltern, sind bisher nur wenige Kläranlagen mit einer 4. Reinigungsstufe ausgerüstet. Die Grevener Kläranlage hat eine Art Pilotfunktion in der Region, sie wird nach Inbetriebnahme der neuen Reinigungsstufe über einen längeren Zeitraum unter besonderer fachlicher Beobachtung der FH Münster stehen. Dabei soll ermittelt werden, wie gründlich Mikroschadstoffe und Mikroplastik durch den Einsatz der neuen Technik tatsächlich aus dem Kläranlagenablauf zurückgehalten werden. Außerdem soll der zusätzliche Reinigungseffekt auf weitere Parameter wie Stickstoff und Phosphor bewertet werden.
Die Kosten für die Erweiterung liegen bei rund 4,5 Mio Euro. Weil das Projekt in Greven als Forschungs- und Entwicklungsvorhaben gilt, wird es mit 80 Prozent gefördert.
Wegen der aktuellen Corona-Einschränkungen wird die für Anfang Juli geplante Inbetriebnahme leider nicht im gewünschten feierlichen Rahmen stattfinden können. Sobald die Situation es zulässt, soll dies aber mit allen beteiligten Akteuren nachgeholt werden.
Herausgeber
Stadt Greven
Zentraler Steuerungsdienst - Pressestelle
Rathausstraße 6
48268 Greven
Tel.:
Aloys Wilpsbäumer, langjähriger Chef der Technischen Betriebe, übergibt den symbolischen "Staffelstab" an seine Nachfolgerin Meike Bücker-Gittel.
Aloys Wilpsbäumer, langjähriger Chef der Technischen Betriebe, übergibt den symbolischen "Staffelstab" an seine Nachfolgerin Meike Bücker-Gittel.
Die neue 4. Reinigungsstufe der Kläranlage aus der Vogelperspektive.
Die neue 4. Reinigungsstufe der Kläranlage aus der Vogelperspektive.

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