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Die Grevener Gedenkstunde für den Frieden

Volkstrauertag
Der Volkstrauertag ist der offizielle Gedenktag für die Opfer der beiden Weltkriege und des Nationalsozialismus.

Mit der Gedenkstunde für den Frieden am Volkstrauertag hat die Stadt Greven seit Jahren eine Form des Gedenkens gefunden, die eine inhaltliche Auseinandersetzung über einen besonderen thematischen Schwerpunkt sucht. In diesem Sinne widmet sie sich intensiv den vielen Gesichtern von Gewalt, Ungerechtigkeit und Krieg und zugleich dem Bemühen um eine gerechte, gewaltfreie Gesellschaft und neuen Ansätzen einer Friedenskultur.

Volkstrauertag 2021 - Gedenkstunde für den Frieden

Sonntag, 14. November 2021
Rathaus der Stadt Greven

Ansprache: Prof. Dr. Gerd Althoff
Exzellenzcluster "Religion und Politik",
Westfälische Wilhelms Universität Münster

"Warum fällt es den Menschen so schwer, dauerhaft Frieden herzustellen?"

„Es ist ein sinnvoller Gedanke, am Tage der Erinnerung an die in Kriegen Gefallenen über die Sicherung des Friedens nachzudenken. Hierbei fällt auf, dass die Menschheit in ihrer Geschichte zwar viele und große Fortschritte erzielt hat, auf dem Felde der Herstellung und Bewahrung des Friedens jedoch nur wenige. Der Vergleich früherer und heutiger Friedensbemühungen macht vielmehr deutlich, wie sehr die erfolgreichen Strategien wie auch die scheiternden Bemühungen einander ähnelten. Dieser Befund gilt für den staatlichen wie den privaten Bereich. Und er hilft, das eigene Verhalten zu überdenken.“

Zur Person: Prof. Dr. Gerd Althoff

Prof. Dr. Gerd Althoff wurde 1943 in Hamburg geboren, wuchs in Riesenbeck auf und machte in Ibbenbüren 1963 sein Abitur. Darauf folgte ein Studium der Geschichte und Germanistik in Münster und Heidelberg. 1974 promovierte er in Münster, 1981 wurde er in Freiburg i. Breisgau habilitiert. Als Professor lehrte er in Münster, Gießen und Bonn und übernahm Gastprofessuren in Berkeley/USA., Paris, Moskau, Reykjavik und Oslo.
Von 1997 bis 2003 war Althoff Gründungssprecher des Sonderforschungsbereichs 496 „Symbolische Kommunikation und gesellschaftliche Wertesysteme“ und von 2007 bis 2011 Sprecher des Exzellenzclusters „Religion und Politik in den Kulturen der Vormoderne und der Moderne“ in Münster. Nach seinem Eintritt in den Ruhestand hatte er von 2011 bis 2018 eine Seniorprofessur an der Westfälischen Wilhelms Universität Münster inne.

Kranzniederlegung und Gedenken

Vor der Gedenkstunde für den Frieden im Rathaus lädt die Stadt Greven zu einer Schweigeminute für die beiden hingerichteten polnischen Zwangsarbeiter Franciszek Banasś und Wacław Ceglewski auf dem Markplatz ein. Zu deren Gedenken wurden 2017 durch den Künstler Gunter Demnig Stolpersteine auf dem Marktplatz verlegt.

An die Gedenkstunde im Rathaus schließen sich die Kranzniederlegungen am Ehrenmal "Drei Jünglinge im Feuerofen" an der Lindenstraße (ca. 12.30 Uhr) und auf dem Friedhof Saerbecker Straße (ca. 13.00 Uhr) an. 
Im Anschluss wird auf dem Friedhof Saerbecker Straße ebenfalls durch die Stadt Greven ein Kranz an den Gräbern gefallener deutscher Soldaten niedergelegt. Anschließend findet die Kranzniederlegung der Stadt Greven an den Gräbern von Zwangsarbeiterinnen, Zwangsarbeitern und ihren Kindern statt.
Das Gedenken an die Zwangsarbeiter auf dem Friedhof Saerbecker Straße wird in jedem Jahr durch wechselnde Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Grevener Schulen gestaltet.


Thematisch Akzente setzen

Die Auseinandersetzung mit schwierigen Themen und die Auswahl hochinteressanter Gastredner*innen haben der Gedenkstunde für den Frieden in Greven zu großer Anerkennung weit über die Stadtgrenze hinaus verholfen. Eine Zusammenstellung der Programme, Redner*innen und Themenschwerpunkte vergangener Jahre finden Sie unten zum Herunterladen.

Programme und Reden anlässlich früherer Volkstrauertage

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