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Volkstrauertag 2017 - Gedenkstunde für den Frieden

Sonntag, 19. November 2017, 11.30 Uhr
Rathaus der Stadt Greven

"Suche Frieden und jage ihm nach!"

Ansprache: Prof. Dr. Thomas Sternberg
Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Münster

Die Grevener Gedenkstunde für den Frieden

Der Volkstrauertag ist der offizielle Gedenktag für die Opfer der beiden Weltkriege und des Nationalsozialismus.

Mit der Gedenkstunde für den Frieden am Volkstrauertag hat die Stadt Greven seit Jahren eine Form des Gedenkens gefunden, die eine inhaltliche Auseinandersetzung über einen besonderen thematischen Schwerpunkt sucht. In diesem Sinne widmet sie sich intensiv den vielen Gesichtern von Gewalt, Ungerechtigkeit und Krieg und zugleich dem Bemühen um eine gerechte, gewaltfreie Gesellschaft und neuen Ansätzen einer Friedenskultur.

"Suche Frieden und jage ihm nach!"

Volkstrauertage werden manchmal wie Pflichtübungen absolviert. Und doch ist das staatliche, gesellschaftliche Totengedenken nach wie vor angemessen und dringend. Vor hundert Jahren fanden die unfasslichen, grausamen Schlachten in Belgien und Frankreich unter Nachbarn statt, wie man sie sich heute in einem vereinigten Europa kaum mehr vorstellen kann. Neben der Erinnerung an die Soldaten gilt es, an alle anderen Frauen und Männer, die durch den Krieg, seine Betreiber und seine Folgen ums Leben gekommen sind, zu erinnern. Die Politik steht in einer Verantwortung für das Gedenken an diese Toten.

Seit einigen Jahren kommt eine neue Gruppe hinzu: Menschen, die im staatlichen Auftrag ihren Dienst in Auslandseinsätzen der Bundeswehr leisteten und dabei zu Tode gekommen sind. Sie haben einen Anspruch auf das Gedenken derjenigen, in deren Auftrag sie in den Einsatz gegangen sind.

"Suche Frieden und jage ihm nach" ist das Rezept für ein gelingendes Leben im Psalm 34 und im Petrusbrief. "Suche Frieden" ist auch das Motto des Katholikentags im Mai 2018 in Münster. Zu dieser Friedenssuche gehört auch die Erinnerung an die Brutalität des Krieges und an die, die sich heute auch militärisch dafür bis zu ihrem Tod einsetzten.

Der Redner: Prof. Dr. Thomas Sternberg

Prof. Dr. Thomas Sternberg, geb. 1952, ist Theologe, Germanist und Kunsthistoriker. Von 1988 bis 2016 leitete er die Katholisch-Soziale Akademie des Bistums Münster, Franz-Hitze-Haus. Von 2005 bis 2017 war er Mitglied der CDU-Fraktion des Landtags von Nordrhein-Westfalen und zuletzt Sprecher seiner Fraktion für Kultur und Medien. Von 2003 bis 2007 gehörte er der Enquète-Kommission "Kultur in Deutschland" des Deutschen Bundestages an. Seit 1996 ist er Mitglied des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), war langjähriger Sprecher für kulturpolitische Grundfragen und ist seit 2015 Präsident des ZdK.

Gedenkstunde für den Frieden - Programm

Jaques Aubert
Sonate für Violine und basso continuo in G-Dur, Livre 5 Nr. 4, 1. Satz: Largo

Begrüßung und Einführung
Peter Vennemeyer
Bürgermeister

Charles Dancla
Duo für Violine und Violoncello, 1. Satz Moderato

Ansprache
Prof. Dr. Thomas Sternberg

Robert Schumann
Phantasiestücke op.88 für Klaviertrio, Romanze

Musikalische Gestaltung: Carla Bülte (Klavier), Emma Bülte (Violine), Luise Bülte (Cello), Schülerinnen der Musikschule Greven/Emsdetten/Saerbeck.


Kranzniederlegungen und Gedenken

An die Gedenkstunde im Rathaus schließen sich die Kranzniederlegungen am Ehrenmal "Drei Jünglinge im Feuerofen" an der Lindenstraße (ca. 12.30 Uhr) und auf dem Friedhof Saerbecker Straße (ca. 13.15 Uhr) an.

Zu den Kranzniederlegungen durch die Reservistenkameradschaft Greven und die Stadt Greven am Ehrenmal singt der MGV CONCORDIA.

Auf dem Friedhof Saerbecker Straße wird durch die Reservistenkameradschaft Greven ein Kranz an den Gräbern gefallener deutscher Soldaten niedergelegt. Anschließend findet die Kranzniederlegung der Stadt Greven an den Gräbern von Zwangsarbeiterinnen, Zwangsarbeitern und ihren Kindern statt.

Das Gedenken an die Zwangsarbeiter auf dem Friedhof Saerbecker Straße wird gestaltet durch Schülerinnen und Schüler der 10. Jahrgangsstufe der Gesamtschule Greven.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, an der Gedenkstunde für den Frieden und den anschließenden Kranzniederlegungen teilzunehmen.

Ausstellung: "Was geschah am 14. August 1942?"

Auf Initiative ihrer Auszubildenden möchte die Stadt Greven Franciszek Banaś und Wacław Ceglewski anlässlich des 75. Jahrestages ihrer Hinrichtung in besonderer Weise gedenken: Beide wurden auf grausame Weise in den Bockholter Bergen unschuldig und ohne gerichtliches Urteil gehängt. Zwei Stolpersteine auf dem Marktplatz erinnern ab dem 3. November 2017 an dieses schlimme Geschehen. Begleitend dazu haben die Auszubildenden eine kleine Ausstellung entwickelt, die vom 06. bis zum 24.11.2017 für alle Interessierten zu den Öffnungszeiten des Rathauses zugänglich ist.
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Plakat zur Veranstaltung
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