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Ehrung für engagierte Bürgerinnen und Bürger

Logo "Engagiert in Greven"
Wer kennt sie nicht: ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen und Bürger, die sich über Jahre hinweg und teilweise mit einem beeindruckendem Zeitaufwand für eine gute Sache in unserer Stadt engagieren. Manche von ihnen werden z.B. als Vereinsvorsitzende in der Öffentlichkeit wahrgenommen, andere arbeiten eher im Verborgenen und jenseits öffentlicher Aufmerksamkeit. Alle verdienen eine Würdigung und Anerkennung durch die Stadt Greven.

Ehrung für engagierte Bürgerinnen und Bürger 2014

Folgende Bürgerinnen und Bürger wurden am 21. Oktober 2014 für ihr Engagement geehrt

Lernpaten an der Martin-Luther-Grundschule

12 Bürgerinnen und Bürger engagieren sich an der Martin-Luther-Grundschule als Lernpaten. Hervorzuheben ist, dass das Lernpaten-Projekt auf Initiative von Eltern gegründet worden ist. Beim Aufbau wurden die Aktiven von der Freiwilligenagentur PlusPunkt Greven e.V. unterstützt.

Vorrangig begleiten die Lernpaten Kinder mit Migrationshintergrund. Über den pädagogischen Auftrag der Schule hinaus ist so zeitweise eine 1:1-Betreuung von einzelnen Kindern möglich. Die männlichen Lernpaten sind darüber hinaus sehr wichtig für die Jungenförderung an der Schule, da männliche Kollegen nicht im Lehrerinnenteam sind.

Die Initiatorin Elke Pieck organisiert außerdem Informationsveranstaltungen, um den Lernpaten eine fachliche Qualifizierung zu ermöglichen. Die Kinder werden durch die Lernpaten in ihrer Lernentwicklung deutlich gefördert.

Die Jury würdigt mit der Ehrung den Beitrag der Engagierten für gute Bildungschancen für alle Kinder.

Patrick Paaschen

Patrick Paaschen ist seit Jahren gewähltes Mitglied im Lebenshilfe-Rat, einem Selbstvertretungsgremium von Menschen mit geistiger Behinderung. Außerdem arbeitet er im Rahmen einer Kooperation der Lebenshilfe mit der städtischen Jugendarbeit regelmäßig ehrenamtlich im Kinder- und Jugendbüro.

Er engagiert sich für die Lebenshilfe immer, wenn Hilfe benötigt wird. Bei jedem Stand der Lebenshilfe, ob beim Maifest, City-Fest, Sattelfest, Backyard-Festival und anderen Veranstaltungen im Kulturzentrum Grevener Baumwollspinnerei. Er informiert, backt Waffeln, verkauft Kuchen etc. Er tut das alles neben seiner ganztägigen Tätigkeit in den Ledder Werkstätten.

Die Jury würdigt mit der Ehrung das Engagement und die Selbstvertretung von Menschen mit Behinderungen.

Organisationsteam der Seniorengemeinschaft St. Josef

Das fünfköpfige Organisationsteam der Seniorengemeinschaft St. Josef (Anni Berkenheide, Waltraud Domnik, Annemarie Geesink, Anni Melchers, Willi Wällering) organisiert schon seit bis zu 30 Jahren zwei bis drei Mal wöchentlich verschiedene Angebote für Seniorinnen und Senioren: Andachten, Spiele, Feiern und Ausflugsfahrten. Die Engagierten sorgen auch für die Bewirtung mit selbstgebackenem Kuchen und Schnittchen und organisieren bei Bedarf Fahrdienste.

Seniorinnen und Senioren, vor allem Alleinstehende, haben so die Möglichkeit zu Gesprächen und Kontakten mit Gleichgesinnten. Durch die Intensität und Kontinuität über viele Jahre ist die Gruppe ein verlässlicher Ansprechpartner für viele ältere Menschen.

Die Jury würdigt das langjährige und verlässliche Engagement der Gruppe für Seniorinnen und Senioren. Das Angebot von Treffpunkten und Freizeitaktivitäten ist wichtig, vor allem in Zeiten, in denen Angehörige häufig nicht mehr vor Ort wohnen.

Ulla und Heinz Freermann

Ulla und Heinz Freermann engagieren sich seit vielen Jahren intensiv und mit großem Nachdruck für das Netzwerk „roterkeil.net“ gegen Kindesmissbrauch und Kinder- und Jugendprostitution. Ziel der Initiative ist es, Kinder vor Gewalt-Schicksalen zu bewahren bzw. sie daraus zu befreien und ihnen neue Lebensperspektiven zu bieten.

Das Engagement umfasst eine kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit und die Begleitung von Projekten des Netzwerkes. Ulla und Heinz Freermann widmen sich damit über den Grevener Tellerrand hinaus globalen Themen.

Die Jury würdigt mit der Ehrung das Engagement für ein lange tabuisiertes Thema und die Verantwortungsübernahme für eine weltweit aktuelle Thematik.

Max Berghaus

Maximilian Berghaus hat als 13-Jähriger die „Initiativgruppe Zweiradsport“ gegründet. 2008 war er dabei, als Jugendliche in einem Partizipationsprojekt am Bau einer BMX-Bahn am Hallenbad beteiligt wurden. Ein solches Engagement bewegt sich noch im „normalen“ Rahmen. Weit darüber hinaus geht aber sein weiterführendes Engagement. Er wirkt mit bei der jährlichen Renovierungsaktion in den Osterferien, der laufende Pflege und Reinigung in Eigenregie der Jugendlichen, der Durchführung eines Offenen Treffs an der Bahn alle zwei Wochen und bei der Durchführung von Ferienaktionen. Zur Zeit ist er auch beteiligt an der Planung der neuen Skateboard-Bahn am Hallenbad. Maximilian Berghaus hat in den Jahren seiner ehrenamtlichen Tätigkeit sehr viel Eigeninitiative, Selbstständigkeit und Kontinuität bewiesen. Er sorgt durch sein Engagement auch immer wieder für Nachwuchs in der Szene.

Günter Möller und Frederyk Saschek

Günter Möller und Frederyk Saschek setzen sich seit vielen Jahren in besonderem Maße für den Sportverein SC Blau-Gelb Gimbte e.V. ein. Beide sind aktiv in Vorstandsämtern als Schriftführer bzw. Geschäftsführer. Sehr viel Zeit und Herzblut haben sie in den Bau des Clubheims investiert. Auch die Erhaltung dieses Treffpunktes liegt ihnen sehr am Herzen. Günter Möller hat zudem in häufiger Einzelarbeit Baumaßnahmen am Sportplatz durchgeführt. Die Arbeit für den Verein nimmt viel Zeit in Anspruch. Beide setzen sich aber zusätzlich auch für die weiteren Dorfaktivitäten ein, z.B. das Maibaumrücken und den Weihnachtsmarkt. Ein Verein und das Dorf leben vom Mitwirken! Günter Möller und Frederyk Saschek tragen mit ihrem Engagement erheblich zu dem gut funktionierenden dörflichen Gemeinwesen im Ortsteil Gimbte bei.

Viola Niepel

Viola Niepel ist Vorsitzende der Münsterländischen Freilichtbühne Greven-Reckenfeld e.V., die mit ihren Angeboten zahlreiche Besucher nicht nur aus Greven begeistert. Als größtes Projekt hat sie während ihrer Amtszeit die Fertigstellung der neuen Gebäude Kasse mit Geschäftsstelle und Zuschauertoilettenanlage betreut.Daneben ist sie aktiv als Regisseurin und Spielerin.

Mit ansteckender Freude, Mut, Tatkraft, integrativem Geschick und kreativen, klugen Projekt-Ideen führt Viola Niepel den Verein. Sie ist eine humorvolle Frau mit einem positiven Blick auf die Dinge und dem Willen, die Dinge anzupacken. Bei der Erfüllung der sozialen, Generationen verbindenden, kulturellen und pädagogischen Aufgaben des Vereins spielt sie eine entscheidende Rolle. Viola Niepel ist immer Ansprechpartnerin für Jung und Alt, Überschwängliche und Zaghafte, „Stars“ und Bühnenarbeiter. Auf Teamarbeit, Kommunikation und Transparenz legt sie großen Wert.

So hält Viola Niepel den Verein zusammen und steuert ihn sicher durch die wechselnden Trends der Zeiten im Arbeitsleben und bei der Freizeitgestaltung.

Werner Feldmann

Seit 20 Jahren engagiert sich Werner Feldmann in der Grevener Gruppe für Personen, die an Multipler Sklerose erkrankt sind. Er lädt die Gruppe z.B. in seinen Garten ein oder begleitet sie bei Urlaubsfahrten.

Im Beirat für Menschen mit Behinderung ist Werner Feldmann seit 10 Jahren aktiv. Er vertritt für den Beirat die Interessen von Menschen mit Behinderung im Bauausschuss. Auch seine Fähigkeiten mit Holzarbeiten bringt er in sein Engagement ein: Werner Feldmann fertigt Holzspielzeug für die Lebenshilfe und Kindergärten an und hat Kinder im Ferienprogramm bei Holzarbeiten angeleitet.

Werner Feldmann ist rund um die Uhr für jedermann ansprechbar. Er ist sehr humorvoll, hat immer gute Laune, ist stets hilfsbereit und nimmt sich viel Zeit für andere. Er ist offen für alles, sehr aufmerksam und einfühlsam. Bei seinem Engagement fragt Werner Feldmann nie „Was habe ich davon?“. Er ist bescheiden, steht nie im Vordergrund.

Sein Motto ist: „Viel tun und nicht drüber reden“.

Jolanta Kokel

Weit über ein übliches Maß hinaus engagiert sich Jolanta Kokel im Seniorenheim Matthias-Claudius-Haus in Reckenfeld. Viele Jahre lang besuchte sie im Anschluss an ihre Dienstzeiten als Reinigungskraft ihre Schützlinge, z.B. um Spaziergänge und Einkäufe zu machen. Gerne pflegt sie auch die Haare der Bewohner/innen und sorgt mit kleinen tröstlichen Gesten, Worten und Mitbringseln dafür, dass „die Sonne aufgeht“, wenn sie kommt. Auch nach ihrer Verrentung ist Jolanta Kokel der Einrichtung mit ihrem Engagement treu geblieben.

Ihr großes Herz zeigte Jolanta Kokel darüber hinaus im privaten Bereich durch ihr Engagement für ein polnisches Mädchen, das vor 15 Jahren mit Spendenmitteln in Greven am Fuß operiert wurde. Sie hat das ihr damals unbekannte Mädchen in den Zeiten der medizinischen Behandlungen in ihrer Wohnung aufgenommen und ihr so ein zweites Zuhause in Greven geschaffen.

Boots- und Tauchgruppe der Ortsgruppe Greven

34 Frauen und Männer im Alter von 20 bis 60 Jahren sind in der Boots- und Tauchgruppe der Ortsgruppe Greven der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V. aktiv. Die Gruppe leistet Einsätze zur täglichen Gefahrenabwehr (z.B. bei der Suche nach vermissten Personen) und im Katastrophenschutz (z.B. bei den Überschwemmungen durch den Starkregen in Greven im Juli 2014), aber auch überregional, wie beim Elbehochwasser.

Die Engagierten investieren dafür viel Zeit: Die Ausbildung bis zur Einsatztaucherqualifikation dauert zwei bis drei Jahre. Damit das Erlernte immer präsent bleibt, sind jährlich zehn Übungstauchgänge und ein Theorielehrgang vorgeschrieben. Dazu kommt das wöchentliche Training. Sie üben darüber hinaus eine gefährliche Tätigkeit aus und werden mit schwierigen Situationen konfrontiert, mit denen sie fertig werden müssen.

Sie leisten einen erheblichen Beitrag zur Sicherheit der Bevölkerung.


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Mitglieder der Boots- und Tauchgruppen der DLRG-Ortsgruppe Greven nahmen den Dank von Bürgermeister Vennemeyer für ihr Engagement entgegen (Foto: Gunnar A. Pier)
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