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Archiv

Hier finden Sie Informationen und Materialien zu durchgeführten Veranstaltungen und anderen Aktionen

23. November 2017: Fortbildung zur Abgrenzung und Selbstfürsorge in der ehrenamtlichen Flüchtlingsarbeit

Am Donnerstag, den 23. November 2017 fand von 17:30 – 20:00 Uhr die kostenlose Fortbildung „Grenz dich doch ab! – Das sagt sich so leicht“ für ehrenamtliche Flüchtlingspaten in Greven statt. Veranstalter war der Caritasverband Emsdetten Greven e. V.

Die Fortbildung richtete sich an Personen, die in ihrem Ehrenamt persönliche Belastungsgrenzen erreichen und lernen möchten, mit guten Gewissen auch mal „Nein“ zu sagen. Dipl. Psychologin Lisa Demme half den Teilnehmenden mit praktischen Tipps, besser für sich zu sorgen und rechtzeitig Pausen zu machen, um das eigene Engagement entspannter zu erleben und mit mehr Freude und Kraft auszuüben.

Die Fortbildung war Teil einer Fortbildungsreihe des Bündnisses für junge Flüchtlinge Greven. Das Bündnis hat sich im November 2016 gegründet und setzt sich seitdem für die ehren- und hauptamtliche Kinder- und Jugendarbeit mit Geflüchteten in Greven ein.

11. November 2017: Fortbildung "Dialog der Kulturen - Seminar zur Vermittlung Interkultureller Kompetenz"

Am Samstag, den 11. November 2017 veranstaltete die Stadt Greven in Kooperation mit Ethnologie in Schule und Erwachsenenbildung (ESE) e.V. das eintägige Seminar „Dialog der Kulturen“ zur Vermittlung interkultureller Kompetenzen. Das Seminar stieß bei Haupt- und Ehrenamtlichen auf großes Interesse und war mit 15 Teilnehmenden ausgebucht.

Gemeinsam mit zwei Trainerinnen von ESE e.V. beschäftigten sich die Teilnehmenden mit den Fragen: Was sind die Ursachen für interkulturelle Missverständnisse? Welche Handlungsstrategien sind für interkulturelle Begegnungen wichtig?

Neben fachlichen Impulsvorträgen wurden eigene Erfahrungen reflektiert, Fallbeispiele diskutiert und am Ende das Resümee gezogen: Interkulturelle Kontakte gelingen nur, wenn man sich auf andere Denk- und Sichtweisen einlässt und bereit ist, den eigenen Standpunkt zur Diskussion zu stellen. Ziel ist nicht, eigene Werte über Bord zu werfen, sondern Situationen zu schaffen, in denen sich alle Beteiligten wohl fühlen. Das braucht Wissen und Motivation – beides konnten die Teilnehmenden aus dem Seminar mitnehmen.

17. Mai 2017: Fortbildung "Sicher ist sicher – Rechte und Pflichten im Ehrenamt"

Was passiert, wenn ich bei meinem Ehrenamt einen Schaden verursache oder erleide? - Diese Frage haben sich bestimmt schon viele der zahlreichen Grevenerinnen und Grevener einmal gestellt, die sich im Rahmen eines Ehrenamts tatkräftig für das Wohl von geflüchteten Kindern und Jugendlichen einsetzen. Wissen gibt Sicherheit – und das nicht nur im Ernstfall.

Aus diesem Grund veranstaltete der Stadtjugendring e. V. die Fortbildung "Sicher ist sicher – Rechte und Pflichten im Ehrenamt". Der Referent Henrik Kaltefleiter (sjr e. V.) erläuterte dabei die wichtigsten Regelungen des Versicherungs- und des Jugendschutzes und stellte mit vielen interessanten Fallbeispielen den Bezug zur praktischen Tätigkeit her.

Die Fortbildung ist Teil einer Fortbildungsreihe, die das "Bündnis für junge Flüchtlinge Greven" organisiert. Weitere Fortbildungsangebote zu unterschiedlichen Themen, die die ehrenamtliche Arbeit mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen betreffen, folgen im Laufe des Jahres 2017. Das Bündnis für junge Flüchtlinge Greven ist ein Zusammenschluss von ehren- und hauptamtlichen Akteuren der Kinder- und Jugendarbeit mit Geflüchteten in Greven.

27. April und 11. Mai 2017: Fortbildung "Kinderschutz" für ehrenamtlich Engagierte in der Kinder- und Jugendarbeit mit Geflüchteten

Zahlreiche Grevener Bürgerinnen und Bürger haben ehrenamtliche Patenschaften für geflüchtete Kinder und Jugendliche übernommen und unterstützen diese bei ihrem Ankommen in Greven. Sie werden dabei häufig zu wichtigen Bezugspersonen ihrer Patenkinder und erhalten Einblicke in ihr Sozial- und Familienleben. Sie teilen Freude, aber auch Leid und können dadurch Notlagen frühzeitig erkennen und Hilfestellungen effektiv vermitteln. Dies setzt allerdings Wissen voraus, das die Diplom-Psychologin Lisa Demme im Rahmen der zweiteiligen, kostenlosen Fortbildung "Kinderschutz" praxisnah vermittelte. Dabei ging es um die zentrale Frage: "Woran erkenne ich eine Kindeswohlgefährdung, und wie gehe ich mit ihr um?" Neben Grundlagen der Gesprächsführung lernten die Teilnehmenden, Symptome richtig einzuschätzen und erhielten einen Überblick über die zuständigen Hilfestellen. Die Fortbildung wird vom Stadtjugendring Greven e. V. angeboten und bildet den Auftakt zu einer Fortbildungsreihe, die das Bündnis für junge Flüchtlinge Greven organisiert. Das Bündnis für junge Flüchtlinge Greven ist ein Zusammenschluss von ehren- und hauptamtlichen Akteuren der Kinder- und Jugendarbeit mit Geflüchteten in Greven.

12. Dezember 2015: Offener Brief zur Flüchtlingssituation in Greven

Dieser Offene Brief wurde am 12. Dezember 2015 im Namen des Verwaltungsvorstandes der Stadt Greven veröffentlicht. Er wurde von zahlreichen Institutionen der Stadt unterstützt.

"Liebe Grevenerinnen und Grevener, wir wenden uns heute mit diesem offenen Brief an Sie, um für Verständnis zu werben und Sie um Unterstützung zu bitten. Geschätzt 60 Millionen Menschen sind weltweit wegen kriegerischer Auseinandersetzungen, Terror, Verfolgung und bitterer Armut auf der Flucht. Viele von ihnen kommen nach Europa und vor allem nach Deutschland. Wir wollen uns ganz bewusst nicht an der deutschland- oder europaweiten politischen Diskussion über Grenzkontrollen, Zumutbarkeitsgrenzen und Kontingente beteiligen. Diese Rolle überlassen wir den Politikern auf europäischer und Bundesebene. Bei uns in Greven hat das „Thema Flüchtlinge“ Namen und Gesichter. Es geht um jene zurzeit etwa 600 persönlichen Schicksale und Menschen, die hier bei uns in Greven ganz konkret unsere Hilfe und Unterstützung benötigen. Sie sind hier, die meisten von ihnen bleiben hier und sie brauchen uns. Unsere erste Pflicht ist es, diesen Menschen Obhut zu gewähren, ihnen eine angemessene Unterkunft und Verpflegung zur Verfügung zu stellen. Diese Verpflichtung haben wir alle gemeinsam, weil unser Grundgesetz das oberste aller menschlichen Grundrechte bewusst an den Anfang stellt: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Diese Würde ist nicht abhängig von Religionszugehörigkeit, Weltanschauung, politischer Gesinnung oder sonstiger Orientierung. Jeder Mensch hat jederzeit in Deutschland das uneingeschränkte Recht, dass seine Würde respektiert und geschützt wird. Von den menschenverachtenden Parolen, die bevorzugt in sozialen Netzwerken geäußert werden, sollten wir uns nicht provozieren lassen. Uns ist bewusst, dass diese Unterstützung von vielen Grevenerinnen und Grevenern Entbehrungen fordert: Sportvereine müssen vorübergehend ebenso auf ihre Sportstätten verzichten wie Jugendliche und Senioren auf ihre lieb gewonnene Einrichtung. Die mobilen Wohneinheiten, die wir wegen der großen Zahl von Flüchtlingen errichten müssen, sehen optisch nicht immer reizvoll aus, aber sie bieten den Hilfesuchenden warmen Wohnraum und die Möglichkeiten zur Eigenversorgung. Wir möchten Sie, liebe Grevenerinnen und Grevener, ermutigen, diesen Weg mit uns und mit allen Helferinnen und Helfern aus Ehrenamt, Kirche, Politik, Verwaltung und Institutionen gemeinsam zu gehen. Dazu bedarf es keiner großen Gesten. Schon ein freundliches „Hallo“ und ein geschenktes Lächeln können Mut machen und Vertrauen erzeugen. Je mehr von Ihnen uns dabei unterstützen und Verständnis zeigen, desto eher können wir in Greven behaupten, einander mit Respekt und Würde zu begegnen. Greven sind wir alle – jeder von Ihnen genauso wie jeder Unterzeichner dieses Briefes und jeder Flüchtling, der in unserer Stadt Schutz sucht."

Greven, im Dezember 2015

Dieser offene Brief wird von folgenden Institutionen und deren Repräsentantinnen und Repräsentanten unterstützt:

  • Peter Vennemeyer, Bürgermeister der Stadt Greven
  • Wolfgang Beckermann, Erster Beigeordneter und Stadtkämmerer der Stadt Greven
  • Christa Waschkowitz-Biggeleben, 1. Stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Greven (CDU)
  • Ruth Zurheide, 2. Stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Greven (SPD)
  • Pfarrer Klaus Lunemann, Katholische Pfarrgemeinde St. Martinus
  • Pfarrer Dr. Martin H. Thiele, Gemeinde St. Johannes Baptist
  • Pfarrer Jörn Witthinrich und Pfarrer Uwe Völkel für die Evangelische Kirchengemeinde
  • Imam Ibrahim Isik für die Deutsch-Türkische Gemeinde Greven
  • Bernard Hillebrand, 1. Vorsitzender des Wirtschaftsforums Greven e.V. (Wifo)
  • Peter Hamelmann, Vorstand von Greven Marketing e.V.
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