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Archiv

Hier finden Sie Informationen und Materialien zu durchgeführten Veranstaltungen und anderen Aktionen

10. November 2018: Training zur Vermittlung interkultureller Kompetenzen

Interkulturelle Kontakte sind für alle Beteiligten eine Bereicherung, aber oft auch eine Herausforderung. Um mehr Handlungssicherheit zu erlangen, veranstaltete die Stadt Greven in Kooperation mit dem Verein Ethnologie in Schule und Erwachsenenbildung (ESE) e.V. am Samstag, den 10.11.2018 das Seminar „Dialog der Kulturen“.

Eingeladen waren Ehren- und Hauptamtliche in der Integrationsarbeit sowie in Greven lebende Zugewanderte. Anhand von Vorträgen und dem Austausch eigener Erfahrungswerte erhielten die Teilnehmenden Antworten auf die Frage: Was sind die Ursachen für interkulturelle Missverständnisse und mit welchen Strategien lassen sie sich überwinden?

Durchgeführt wurde das Seminar von zwei Trainerinnen des Vereins ESE e.V., der sich seit 1992 mit dem Thema Interkulturelle Kompetenz beschäftigt.

10. Oktober 2018: Fortbildung zu rechtlichen Aspekten der Flüchtlingsarbeit

Das Kommunale Integrationszentrum Kreis Steinfurt veranstaltete in Kooperation mit der Stadt Greven am Donnerstag, 18.10.2018 von 17:30 bis 20:30 Uhr eine Fortbildung zum Thema „Rechtliche Aspekte der Flüchtlingsarbeit. Das Angebot richtete sich an Ehrenamtliche und Hauptamtliche in der Flüchtlingsarbeit.

Ziel der Veranstaltung war es, dass die Personen, die sich für Geflüchtete engagieren, die relevanten Prozessabläufe, Entscheidungen und Dokumente im Asylverfahren verstehen und nachvollziehen können. In der praxisorientierten Fortbildung wurden z.B. folgende Themen behandelt: Ablauf des Asylverfahrens und Folgen der Entscheidung, Ausreisehindernisse und Reisefähigkeit, Identitätsklärung, Passpflicht und Ausbildungsduldung.

Referent war Lukas Sandmann, Mitarbeiter des Kreises Steinfurt im Aufgabenbereich „Zuwanderung, Aufenthalt, Integration".

5. Juli 2018: Ehrenamtlich Engagierte informieren sich über Traumatisierung und Interkulturelle Kompetenz

Viele der nach Deutschland geflüchteten Menschen sind durch ihre Erfahrungen vor, während und nach der Flucht psychisch stark belastet. Nicht selten sind sie durch das Erlebte traumatisiert. Für Freiwillige in der Flüchtlingsarbeit kann es in ihrem ehrenamtlichen Engagement zu Betroffenheit, Sorge und Unsicherheit führen, wenn Geflüchtete von Ihren Erfahrungen berichten und ihre Verhaltensweisen den Verdacht auf eine Traumatisierung hervorrufen.

Um für mehr Handlungssicherheit und Überblick über professionelle Hilfsangebote zu sorgen, hat die Stadt Greven in Kooperation mit dem Netzwerk „Integration durch Qualifizierung“ (IQ) am 5. Juli 2018 einen Informationsabend „Traumatisierung und Interkulturelle Kompetenz“ für ehrenamtlich Engagierte in der Flüchtlingshilfe veranstaltet.

Neben einem praxisorientierten Fachvortrag der Referentin Makbule Çevik (MOZAIK gGmbH) bestand die Möglichkeit zur Diskussion und zum Austausch eigener Erfahrungen. Die Veranstaltung war gut besucht und vermittelte den Teilnehmenden praktische Tipps und neue Motivation für das eigene Engagement.

4. Juli 2018: Rat verabschiedet Integrationskonzept der Stadt Greven

Am 4. Juli 2018 verabschiedete der Rat der Stadt Greven das Integrationskonzept der Stadt Greven. Damit endet ein intensiver Erarbeitungsprozess, den die Stadtverwaltung gemeinsam mit der Steuerungsgruppe Flüchtlingshilfe seit Anfang des Jahres 2017 durchgeführt hat. Dass sich der Aufwand lohnte, beweist das Ergebnis: Mit dem Integrationskonzept liegt ein bedarfsgerechter und passgenauer Handlungsrahmen vor, der den zahlreichen haupt- und ehrenamtlichen Akteuren Orientierung für die praktische Integrationsarbeit gibt. Dies wäre ohne die breite Beteiligung aller relevanten Akteure aus Politik, Zivilgesellschaft und Verwaltung nicht möglich gewesen. Im Rahmen von Bestandserhebungen und Workshops brachten sie ihre jeweilige Expertise in die vier Handlungsschwerpunkte „Wohnen“, „Arbeit und Ausbildung“, „Alltagsleben“ und „Bildung, Erziehung und Sprache“ ein. Unterstützung erhielt die Stadt Greven außerdem durch das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung des Landes NRW, das die Konzepterstellung durch das Sonderprogramm "Hilfen im Städtebau für Kommunen zur Integration von Flüchtlingen" finanziell förderte.

3. Mai 2018: Ehrenamtlich Engagierte informieren sich über Chancen und Herausforderungen der Arbeitsmarktintegration

Am 3. Mai 2018 veranstaltete die Stadt Greven in Kooperation mit der Beratungsorganisation MOZAIK gGmbH einen Informationsabend zum Thema „Arbeitsmarktzugang für Geflüchtete und Anerkennung ausländischer Qualifikationen“. Der Informationsabend fand statt im Rahmen des Förderprogramms „Integration durch Qualifizierung“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.

Zahlreiche ehrenamtlich Engagierte und Multiplikatoren verschiedener Einrichtungen, aber auch in Greven lebende Geflüchtete folgten der Einladung. Sie informierten sich über die verschiedenen Voraussetzungen für die Aufnahme einer Beschäftigung und die möglichen Wege zur Anerkennung beruflicher Kompetenzen. Dabei ging es nicht nur um die komplizierten Bestimmungen und Abläufe, sondern auch um eigene Fallbeispiele und praktische Unterstützungshilfen. Die rege Beteiligung an der ausgebuchten Veranstaltung zeigt: Die Integration von Geflüchteten in Arbeit und Ausbildung ist nach wie vor eine große Herausforderung. Viele Beteiligten – insbesondere Betroffene selbst und ihre Unterstützer – stellen sich dieser Aufgabe aber aktiv und begreifen sie als persönliche wie gesellschaftliche Chance.

Die Stadt Greven begrüßt dieses Engagement, das sie durch weitere bedarfsgerechte Fortbildungen unterstützen wird.

22. März 2018: Vierter Workshop zum Integrationskonzept

Am Donnerstag, 22.03.2018 fand der vierte und letzte Beteiligungsworkshop der Stadt Greven zur Erarbeitung eines Konzeptes zur Integration von Geflüchteten und Menschen mit Migrationshintergrund statt. Unter den über 70 Teilnehmenden befanden sich Fachkräfte aus Kindertagesstätten, Schulen, Integrationskursträgern und Beratungsstellen, aber auch Vertreter des Ehrenamts, der Politik und Verwaltung und in Greven lebende Geflüchtete. Im Fokus standen aktuelle Herausforderungen und Lösungsansätze für eine gelingende Integration in den Handlungsfeldern Bildung, Erziehung und Sprache.

Cosimo Palomba, Erster Beigeordneter der Stadt Greven, begrüßte die Anwesenden und bedankte sich für ihr haupt- und ehrenamtliches Engagement, um Neuzugewanderten in Greven Orte der Bildung und Entwicklung bereitzustellen. Dass Sprache dabei eine Schlüsselrolle spielt, stellten Damaris Borowski und Günter Islinger vom Centrum für Mehrsprachigkeit und Spracherwerb (CEMES) in einem Vortrag über Mehrsprachigkeit anschaulich heraus.

In Kleingruppen beschäftigten sich die Teilnehmenden im Anschluss mit einzelnen Fragestellungen in den Bereichen „Sprache“, „Werte und Normen“, „Elternarbeit“ sowie „Seiteneinstiege und Abbrüche“. Die angeregten Diskussionen profitierten von den vielseitigen Perspektiven und Erfahrungen der Teilnehmenden, die gemeinsam Lösungsansätze erarbeiteten.

Das abschließende Fazit im Plenum lautete: Spracherwerb benötigt Zeit und Geduld, aber auch praktische Anwendung und kann durch übersichtlich zusammengestellte Literatur und Hilfsmittel sowie einen stärkeren Alltagsbezug in den Sprachkursen gefördert werden. Kreative Formate können unter anderen helfen, Wertvorstellungen – insbesondere in Bezug auf Geschlecht und Erziehung – über Sprachbarrieren hinweg, auf Augenhöhe und potenzialorientiert zu diskutieren. Beidseitige Motivation und Aufgeschlossenheit führt auch zu einer guten Zusammenarbeit zwischen Fachkräften und zugewanderten Eltern, die zielgruppengerechte Informationen über das Bildungs- und Erziehungswesen benötigen. Kinder und Jugendliche lernen am besten mit Zielorientierung, aber ohne Zeit- und Leistungsdruck, sodass individuelle Bedarfe stärker berücksichtigt werden sollten – zum Beispiel durch verlängerte Eingewöhnungszeiten vor der Bildungsgangempfehlung.

Das Koordinationsteam Integration wird die Ergebnisse des Workshops nun gemeinsam mit der Steuerungsgruppe Flüchtlingshilfe aufarbeiten und das vierte – und damit letzte – Teilkonzept „Bildung, Erziehung und Sprache“ des Integrationskonzepts fertigstellen. Nach der Verabschiedung im Rat der Stadt Greven wird das Integrationskonzept veröffentlicht. Die Stadt Greven unterstützt die Umsetzung der praktischen Maßnahmen, indem Vernetzungs- und Beratungsangebote für die zuständigen Akteure bereitgestellt oder eigene Projekte realisiert werden.

21. Januar 2018: Wiedereröffnung der Begegnungsstätte Hansaviertel

Am Samstag, 21. Januar 2018 wurde die Begegnungsstätte Hansaviertel offiziell wiedereröffnet. Das Gebäude – das seit 1984 ein etablierter Stadtteiltreff für Jugendliche, Gruppen und Initiativen war – wurde von September 2015 bis Ende 2016 als städtische Asylbewerberunterkunft zwischengenutzt. Die Bewohnerinnen und Bewohner trugen damals mit viel Solidarität und Toleranz zu einer herzlichen Begrüßung der neuangekommenen Geflüchteten bei und verlagerten ihre sozialen und kulturellen Aktivitäten in alternative Räume.

Rückläufige Asylbewerberzahlen und Fördermittel des Landes NRW aus dem Sonderprogramm „Hilfen im Städtebau für Kommunen zur Integration von Flüchtlingen“ ermöglichten den Umbau und die Rückwidmung des Gebäudes als Stadtteiltreff.

Die erlebte Willkommenskultur wird erhalten bleiben und ist im neuen Nutzungskonzept festgeschrieben: Neben Angeboten der Jugendarbeit wird es nun auch Angebote der Integrations- und Quartiersarbeit geben. Diese werden von regelmäßigen Treffen über Workshops und Aktionen bis hin zu größeren Veranstaltungen reichen.

Interessierte sind herzlich eingeladen, sich über die Angebote zu informieren und sich mit eigenen Ideen einzubringen. Kontakt: Irmgard Hellmann de Manrique, Telefon: 02571 920 302, E-Mail: irmgard.hellmann@stadt-Greven.de

11. Dezember 2017: Geflüchtete und Bewohner des Gertrudenstifts lernen sich beim gemeinsamen Waffelbacken kennen

Der Geruch heißer, selbst gebackener Waffeln löst bei vielen Deutschen nostalgische Kindheitserinnerungen aus. Für viele Geflüchtete ist es hingegen eine neue Tradition – aber eine durchaus leckere und gesellige!

Mit dieser Idee besuchte am Montag, 11.12.2017 eine Gruppe Geflüchteter einige Seniorinnen im St. Gertrudenstift, um sich beim gemeinsamen Zubereiten und Genießen der Leckereien kennenzulernen. Und die Idee ging auf: Nicht nur Backrezepte, sondern auch Erinnerungen an Heimat und Vertreibung wurden ausgetauscht und schufen Verbindungen. An diese kann nun angeknüpft werden, dann – so waren sich die Anwesenden einig - komme ein syrisches Gericht auf den Tisch!

Die Aktion fand statt im Rahmen des Projekts „Mitreden – Mitmachen“ der Stadt Greven in Kooperation mit dem Caritasverband Emsdetten Greven e.V. Das Projekt ist ein Angebot für geflüchtete Menschen, die sich in Greven für ein gutes Ankommen und Miteinander einsetzen und dafür eigene Projekte auf die Beine stellen möchten. Die Treffen finden monatlich im Rathaus statt und sind für Interessierte offen.

23. November 2017: Fortbildung zur Abgrenzung und Selbstfürsorge in der ehrenamtlichen Flüchtlingsarbeit

Am Donnerstag, den 23. November 2017 fand von 17:30 – 20:00 Uhr die kostenlose Fortbildung „Grenz dich doch ab! – Das sagt sich so leicht“ für ehrenamtliche Flüchtlingspaten in Greven statt. Veranstalter war der Caritasverband Emsdetten Greven e. V.

Die Fortbildung richtete sich an Personen, die in ihrem Ehrenamt persönliche Belastungsgrenzen erreichen und lernen möchten, mit guten Gewissen auch mal „Nein“ zu sagen. Dipl. Psychologin Lisa Demme half den Teilnehmenden mit praktischen Tipps, besser für sich zu sorgen und rechtzeitig Pausen zu machen, um das eigene Engagement entspannter zu erleben und mit mehr Freude und Kraft auszuüben.

Die Fortbildung war Teil einer Fortbildungsreihe des Bündnisses für junge Flüchtlinge Greven. Das Bündnis hat sich im November 2016 gegründet und setzt sich seitdem für die ehren- und hauptamtliche Kinder- und Jugendarbeit mit Geflüchteten in Greven ein.

13. November 2017: Dritter Beteiligungsworkshop zum Integrationskonzept

Am Montag, den 13. November 2017 fand der dritte Beteiligungsworkshop der Stadt Greven zur Erarbeitung eines Konzeptes zur Integration von Geflüchteten und Menschen mit Migrationshintergrund in Greven statt. Rund 70 Vertreter unterschiedlichster Einrichtungen und Arbeitsfelder kamen im Ballenlager zusammen, um aktuelle Herausforderungen in den Handlungsfeldern Gesundheit, Mobilität, Freizeitleben und Alltagshilfen zu diskutieren und Lösungsmaßnahmen zu überlegen. Peter Vennemeyer, Bürgermeister der Stadt Greven, begrüßte die Anwesenden und bedankte sich für die rege Bereitschaft der zahlreichen Haupt- und Ehrenamtlichen, sich gemeinsam mit der Stadtverwaltung für eine gelingende Integrationsarbeit in Greven einzusetzen. Dr. Ursula Bertels vom Verein Ethnologie in Schule und Erwachsenenbildung (ESE) e.V. erläuterte in einem Kurzvortrag die Ursachen für interkulturelle Missverständnisse. Anhand einprägsamer Fallbeispiele zeigte sie, wie ein Perspektivwechsel zu einer besseren Verständigung zwischen Menschen unterschiedlicher Kulturen führen kann. Ziel ist nicht, eigene Traditionen und Werte aufzugeben, sondern Situationen zu schaffen, in denen sich alle Beteiligten wohlfühlen. Diesen Impuls nahmen die Teilnehmer in die anschließende Kleingruppenarbeit mit und befassten sich mit den Themen „Gesundheit“, „Freizeitleben und Engagement“, „Mobilität“ und „Alltagshilfen“. Die Diskussionen profitierten von den vielfältigen Perspektiven und dem Praxiswissen der Teilnehmer: Ehrenamtlich Engagierte und Mitarbeiter von Beratungs- und Hilfseinrichtungen sprachen mit Akteuren des Gesundheits- und Verkehrswesens, Mitgliedern von Vereinen und Verbänden, Vertretern der Ratsfraktionen und der Stadtverwaltung sowie in Greven lebenden Geflüchteten. Die zentralen Erkenntnisse wurden abschließend im Plenum präsentiert: Während die Mobilität von Geflüchteten und Zugewanderten inzwischen weitestgehend problemlos verläuft, stellen kulturell bedingte Gesundheitsvorstellungen und Sprachbarrieren das Gesundheitswesen weiterhin vor große Herausforderungen. Unzureichende Rechtskenntnisse bereiten Neuzugewanderten außerdem Probleme im Alltag, zum Beispiel beim Abschluss von Verträgen. Vereine und Träger der Jugendarbeit und -hilfe möchten Geflüchtete stärker in ihre Angebote einbinden, benötigen dafür aber einen Zugang zu der Zielgruppe und ihren Freizeitinteressen. Das Koordinationsteam Integration wird die Ergebnisse des Workshops nun gemeinsam mit der Steuerungsgruppe Flüchtlingshilfe aufarbeiten und davon ausgehend das schriftliche Teilkonzept „Alltagsleben“ des Integrationskonzeptes erstellen. Parallel zur konzeptionellen Arbeit wird die Umsetzung der praktischen Maßnahmen verfolgt, zum Beispiel indem die Stadt Greven die zuständigen Akteure vernetzt, notwendige Informationen bereitstellt oder eigene Projekte realisiert.

11. November 2017: Fortbildung "Dialog der Kulturen - Seminar zur Vermittlung Interkultureller Kompetenz"

Am Samstag, den 11. November 2017 veranstaltete die Stadt Greven in Kooperation mit Ethnologie in Schule und Erwachsenenbildung (ESE) e.V. das eintägige Seminar „Dialog der Kulturen“ zur Vermittlung interkultureller Kompetenzen. Das Seminar stieß bei Haupt- und Ehrenamtlichen auf großes Interesse und war mit 15 Teilnehmenden ausgebucht.

Gemeinsam mit zwei Trainerinnen von ESE e.V. beschäftigten sich die Teilnehmenden mit den Fragen: Was sind die Ursachen für interkulturelle Missverständnisse? Welche Handlungsstrategien sind für interkulturelle Begegnungen wichtig?

Neben fachlichen Impulsvorträgen wurden eigene Erfahrungen reflektiert, Fallbeispiele diskutiert und am Ende das Resümee gezogen: Interkulturelle Kontakte gelingen nur, wenn man sich auf andere Denk- und Sichtweisen einlässt und bereit ist, den eigenen Standpunkt zur Diskussion zu stellen. Ziel ist nicht, eigene Werte über Bord zu werfen, sondern Situationen zu schaffen, in denen sich alle Beteiligten wohl fühlen. Das braucht Wissen und Motivation – beides konnten die Teilnehmenden aus dem Seminar mitnehmen.

17. Mai 2017: Fortbildung "Sicher ist sicher – Rechte und Pflichten im Ehrenamt"

Was passiert, wenn ich bei meinem Ehrenamt einen Schaden verursache oder erleide? - Diese Frage haben sich bestimmt schon viele der zahlreichen Grevenerinnen und Grevener einmal gestellt, die sich im Rahmen eines Ehrenamts tatkräftig für das Wohl von geflüchteten Kindern und Jugendlichen einsetzen. Wissen gibt Sicherheit – und das nicht nur im Ernstfall.

Aus diesem Grund veranstaltete der Stadtjugendring e. V. die Fortbildung "Sicher ist sicher – Rechte und Pflichten im Ehrenamt". Der Referent Henrik Kaltefleiter (sjr e. V.) erläuterte dabei die wichtigsten Regelungen des Versicherungs- und des Jugendschutzes und stellte mit vielen interessanten Fallbeispielen den Bezug zur praktischen Tätigkeit her.

Die Fortbildung ist Teil einer Fortbildungsreihe, die das "Bündnis für junge Flüchtlinge Greven" organisiert. Weitere Fortbildungsangebote zu unterschiedlichen Themen, die die ehrenamtliche Arbeit mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen betreffen, folgen im Laufe des Jahres 2017. Das Bündnis für junge Flüchtlinge Greven ist ein Zusammenschluss von ehren- und hauptamtlichen Akteuren der Kinder- und Jugendarbeit mit Geflüchteten in Greven.

27. April und 11. Mai 2017: Fortbildung "Kinderschutz" für ehrenamtlich Engagierte in der Kinder- und Jugendarbeit mit Geflüchteten

Zahlreiche Grevener Bürgerinnen und Bürger haben ehrenamtliche Patenschaften für geflüchtete Kinder und Jugendliche übernommen und unterstützen diese bei ihrem Ankommen in Greven. Sie werden dabei häufig zu wichtigen Bezugspersonen ihrer Patenkinder und erhalten Einblicke in ihr Sozial- und Familienleben. Sie teilen Freude, aber auch Leid und können dadurch Notlagen frühzeitig erkennen und Hilfestellungen effektiv vermitteln. Dies setzt allerdings Wissen voraus, das die Diplom-Psychologin Lisa Demme im Rahmen der zweiteiligen, kostenlosen Fortbildung "Kinderschutz" praxisnah vermittelte. Dabei ging es um die zentrale Frage: "Woran erkenne ich eine Kindeswohlgefährdung, und wie gehe ich mit ihr um?" Neben Grundlagen der Gesprächsführung lernten die Teilnehmenden, Symptome richtig einzuschätzen und erhielten einen Überblick über die zuständigen Hilfestellen. Die Fortbildung wird vom Stadtjugendring Greven e. V. angeboten und bildet den Auftakt zu einer Fortbildungsreihe, die das Bündnis für junge Flüchtlinge Greven organisiert. Das Bündnis für junge Flüchtlinge Greven ist ein Zusammenschluss von ehren- und hauptamtlichen Akteuren der Kinder- und Jugendarbeit mit Geflüchteten in Greven.

4. November 2016: Grevener Organisationen gründen "Bündnis für junge Flüchtlinge"

Geflüchtete Kinder und Jugendliche müssen nach ihrer Ankunft in Deutschland nicht nur den Heimatverlust und die Fluchterlebnisse verarbeiten, sondern sich auch in der neuen Umgebung zurechtfinden und die Sprache lernen. Zahlreiche Grevener Engagierte und Akteure verschiedener Organisationen bieten dabei unterschiedliche Hilfestellungen an. Um diese Aktivitäten zu bündeln und zu optimieren, hat sich das Bündnis für junge Flüchtlinge Greven gegründet.

Das Bündnis für junge Flüchtlinge Greven wird gefördert vom Bundesprogramm "Willkommen bei Freunden - Bündnisse für junge Flüchtlinge" der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) und des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Programmziel ist, geflüchteten Kindern und Jugendlichen ihr Grundrecht auf Bildung und gesellschaftliche Teilhabe in den Kommunen zu ermöglichen.

Am 4. November 2016 lud die Stadtverwaltung Akteure, die mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen arbeiten, zum Gründungsworkshop ein. Dabei wurde festgelegt, dass sich das Grevener Bündnis mit der Altersgruppe der schulpflichtigen Kinder und Jugendlichen befassen wird. Wichtig war allen Akteuren, die Gruppe der geflüchteten Kinder und Jugendlichen nicht isoliert zu betrachten: Neben der Bereitstellung gezielter Hilfestellungen bei speziellen Fragen sind die Integration in bestehende Kinder- und Jugendangebote und die Gleichbehandlung aller Grevener Kinder und Jugendlichen Ziele der Bündnispartner.

Als Tätigkeitsschwerpunkte des Bündnisses wurden der Aufbau eines koordinierenden Netzwerkes für die Kinder- und Jugendarbeit mit Flüchtlingen, die Begleitung und Qualifizierungen der in diesem Bereich ehrenamtlich Engagierten sowie die Mitarbeit bei der Erarbeitung eines Integrationskonzeptes für die Stadt Greven herausgearbeitet.

Internet: www.willkommen-bei-freunden.de

12. Dezember 2015: Offener Brief zur Flüchtlingssituation in Greven

Dieser Offene Brief wurde am 12. Dezember 2015 im Namen des Verwaltungsvorstandes der Stadt Greven veröffentlicht. Er wurde von zahlreichen Institutionen der Stadt unterstützt.

"Liebe Grevenerinnen und Grevener, wir wenden uns heute mit diesem offenen Brief an Sie, um für Verständnis zu werben und Sie um Unterstützung zu bitten. Geschätzt 60 Millionen Menschen sind weltweit wegen kriegerischer Auseinandersetzungen, Terror, Verfolgung und bitterer Armut auf der Flucht. Viele von ihnen kommen nach Europa und vor allem nach Deutschland. Wir wollen uns ganz bewusst nicht an der deutschland- oder europaweiten politischen Diskussion über Grenzkontrollen, Zumutbarkeitsgrenzen und Kontingente beteiligen. Diese Rolle überlassen wir den Politikern auf europäischer und Bundesebene. Bei uns in Greven hat das „Thema Flüchtlinge“ Namen und Gesichter. Es geht um jene zurzeit etwa 600 persönlichen Schicksale und Menschen, die hier bei uns in Greven ganz konkret unsere Hilfe und Unterstützung benötigen. Sie sind hier, die meisten von ihnen bleiben hier und sie brauchen uns. Unsere erste Pflicht ist es, diesen Menschen Obhut zu gewähren, ihnen eine angemessene Unterkunft und Verpflegung zur Verfügung zu stellen. Diese Verpflichtung haben wir alle gemeinsam, weil unser Grundgesetz das oberste aller menschlichen Grundrechte bewusst an den Anfang stellt: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Diese Würde ist nicht abhängig von Religionszugehörigkeit, Weltanschauung, politischer Gesinnung oder sonstiger Orientierung. Jeder Mensch hat jederzeit in Deutschland das uneingeschränkte Recht, dass seine Würde respektiert und geschützt wird. Von den menschenverachtenden Parolen, die bevorzugt in sozialen Netzwerken geäußert werden, sollten wir uns nicht provozieren lassen. Uns ist bewusst, dass diese Unterstützung von vielen Grevenerinnen und Grevenern Entbehrungen fordert: Sportvereine müssen vorübergehend ebenso auf ihre Sportstätten verzichten wie Jugendliche und Senioren auf ihre lieb gewonnene Einrichtung. Die mobilen Wohneinheiten, die wir wegen der großen Zahl von Flüchtlingen errichten müssen, sehen optisch nicht immer reizvoll aus, aber sie bieten den Hilfesuchenden warmen Wohnraum und die Möglichkeiten zur Eigenversorgung. Wir möchten Sie, liebe Grevenerinnen und Grevener, ermutigen, diesen Weg mit uns und mit allen Helferinnen und Helfern aus Ehrenamt, Kirche, Politik, Verwaltung und Institutionen gemeinsam zu gehen. Dazu bedarf es keiner großen Gesten. Schon ein freundliches „Hallo“ und ein geschenktes Lächeln können Mut machen und Vertrauen erzeugen. Je mehr von Ihnen uns dabei unterstützen und Verständnis zeigen, desto eher können wir in Greven behaupten, einander mit Respekt und Würde zu begegnen. Greven sind wir alle – jeder von Ihnen genauso wie jeder Unterzeichner dieses Briefes und jeder Flüchtling, der in unserer Stadt Schutz sucht."

Greven, im Dezember 2015

Dieser offene Brief wird von folgenden Institutionen und deren Repräsentantinnen und Repräsentanten unterstützt:

  • Peter Vennemeyer, Bürgermeister der Stadt Greven
  • Wolfgang Beckermann, Erster Beigeordneter und Stadtkämmerer der Stadt Greven
  • Christa Waschkowitz-Biggeleben, 1. Stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Greven (CDU)
  • Ruth Zurheide, 2. Stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Greven (SPD)
  • Pfarrer Klaus Lunemann, Katholische Pfarrgemeinde St. Martinus
  • Pfarrer Dr. Martin H. Thiele, Gemeinde St. Johannes Baptist
  • Pfarrer Jörn Witthinrich und Pfarrer Uwe Völkel für die Evangelische Kirchengemeinde
  • Imam Ibrahim Isik für die Deutsch-Türkische Gemeinde Greven
  • Bernard Hillebrand, 1. Vorsitzender des Wirtschaftsforums Greven e.V. (Wifo)
  • Peter Hamelmann, Vorstand von Greven Marketing e.V.

23. November 2015: Stadt Greven lädt ein zum Austauschforum Flüchtlingshilfe

Die Stadt Greven lud ehren- und hauptamtliche Organisationen zum „Austauschforum Flüchtlingshilfe“ ein. Etwa 70 Interessierte aus 35 Organisationen wie Kindergärten und Schulen, Jugendeinrichtungen, Vereinen, Projekten der Flüchtlingshilfe und weiteren Initiativen und Organisationen folgten der Einladung und kamen ins Ballenlager.

In seinem Grußwort wies Bürgermeister Peter Vennemeyer auf den enormen Handlungsdruck und die große Komplexität bei der Bewältigung der Versorgung und Integration der Flüchtlinge hin. Er bedankte sich bei den Anwesenden für ihren Einsatz.

Um einen intensiven Austausch zu ermöglichen, diskutierten die Teilnehmenden ihre Fragen und Anregungen in sechs Arbeitsgruppen. Diese richteten ihren Fokus auf Flüchtlinge verschiedener Altersstufen sowie auf einen optimalen Informationsaustausch. Zum Schluss wurden alle Ergebnisse zusammengetragen und im Plenum vorgestellt.

Deutlich wurde ein großer Bedarf an klaren Strukturen, umfassenden Informationen und einer qualifizierten Begleitung für Ehrenamtliche durch Fortbildungen sowie Beratungsangebote. Wenn auch häufig eine Verständigung mit Flüchtlingen irgendwie mit ein paar Brocken Englisch oder viel Improvisation klappt, wurde außerdem ein Bedarf an Dolmetschern artikuliert.

Die Steuerungsgruppe Flüchtlingshilfe wurde beauftragt, die Ergebnisse auszuwerten und passende Handlungskonzepte zu entwickeln. Außerdem äußerten die Teilnehmenden den Wunsch, derartige Austauschforen in regelmäßigen Abständen zu wiederholen.

20. Oktober 2015: Bürgerinformationsveranstaltung "Flüchtlinge in Greven"

Interessierte Bürgerinnen und Bürger kamen am 20. Oktober 2015 auf Einladung der Stadtverwaltung ins Ballenlager, um sich über die Situation der Flüchtlinge in Greven, die Aktivitäten der Verwaltung sowie über das vielfältige freiwillige Engagement für Flüchtlinge zu informieren.

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