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Zuwanderung & Integration - Aktuelles

Arbeitsmarktzugang für Geflüchtete – Informationsabend für Ehrenamtliche am 3. Mai 2018 in Greven

Am 3. Mai 2018 lädt die Stadt Greven ehrenamtlich Engagierte zu dem Informationsabend „Arbeitsmarktzugang für Geflüchtete und Anerkennung ausländischer Qualifikationen“ von 17:00 bis 20:00 Uhr im Rathaus der Stadt Greven ein. Der Informationsabend ist eine Kooperation mit einem Teilprojekt von MOZAIK gGmbH im Rahmen des Förderprogramms „Integration durch Qualifizierung“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.

Referenten der interkulturellen Bildungs- und Beratungsgesellschaft MOZAIK werden einen Überblick über die verschiedenen Voraussetzungen für die Aufnahme einer Beschäftigung geben und die möglichen Wege zur Anerkennung beruflicher Kompetenzen erläutern. Fragen und Fallbeispiele aus dem eigenen ehrenamtlichen Engagement der Teilnehmenden stehen dabei ebenso im Mittelpunkt wie die nahegelegenen Anlauf- und Beratungsstellen.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Aus organisatorischen Gründen wird um eine Anmeldung bis zum 24. April 2018 gebeten. Für weitere Informationen und für die Anmeldung steht Claudia Niemeyer unter claudia.niemeyerstadt-grevende oder unter 02571 920127 zur Verfügung.

Beteiligung am Integrationskonzept der Stadt Greven – Über 70 Vertreter diskutieren Herausforderungen im Bereich Bildung, Erziehung und Sprache

Am Donnerstag, 22.03.2018 fand der vierte und letzte Beteiligungsworkshop der Stadt Greven zur Erarbeitung eines Konzeptes zur Integration von Geflüchteten und Menschen mit Migrationshintergrund statt. Unter den über 70 Teilnehmenden befanden sich Fachkräfte aus Kindertagesstätten, Schulen, Integrationskursträgern und Beratungsstellen, aber auch Vertreter des Ehrenamts, der Politik und Verwaltung und in Greven lebende Geflüchtete. Im Fokus standen aktuelle Herausforderungen und Lösungsansätze für eine gelingende Integration in den Handlungsfeldern Bildung, Erziehung und Sprache.

Cosimo Palomba, Erster Beigeordneter der Stadt Greven, begrüßte die Anwesenden und bedankte sich für ihr haupt- und ehrenamtliches Engagement, um Neuzugewanderten in Greven Orte der Bildung und Entwicklung bereitzustellen. Dass Sprache dabei eine Schlüsselrolle spielt, stellten Damaris Borowski und Günter Islinger vom Centrum für Mehrsprachigkeit und Spracherwerb (CEMES) in einem Vortrag über Mehrsprachigkeit anschaulich heraus.

In Kleingruppen beschäftigten sich die Teilnehmenden im Anschluss mit einzelnen Fragestellungen in den Bereichen „Sprache“, „Werte und Normen“, „Elternarbeit“ sowie „Seiteneinstiege und Abbrüche“. Die angeregten Diskussionen profitierten von den vielseitigen Perspektiven und Erfahrungen der Teilnehmenden, die gemeinsam Lösungsansätze erarbeiteten.

Das abschließende Fazit im Plenum lautete: Spracherwerb benötigt Zeit und Geduld, aber auch praktische Anwendung und kann durch übersichtlich zusammengestellte Literatur und Hilfsmittel sowie einen stärkeren Alltagsbezug in den Sprachkursen gefördert werden. Kreative Formate können unter anderen helfen, Wertvorstellungen – insbesondere in Bezug auf Geschlecht und Erziehung – über Sprachbarrieren hinweg, auf Augenhöhe und potenzialorientiert zu diskutieren. Beidseitige Motivation und Aufgeschlossenheit führt auch zu einer guten Zusammenarbeit zwischen Fachkräften und zugewanderten Eltern, die zielgruppengerechte Informationen über das Bildungs- und Erziehungswesen benötigen. Kinder und Jugendliche lernen am besten mit Zielorientierung, aber ohne Zeit- und Leistungsdruck, sodass individuelle Bedarfe stärker berücksichtigt werden sollten – zum Beispiel durch verlängerte Eingewöhnungszeiten vor der Bildungsgangempfehlung.

Das Koordinationsteam Integration wird die Ergebnisse des Workshops nun gemeinsam mit der Steuerungsgruppe Flüchtlingshilfe aufarbeiten und das vierte – und damit letzte – Teilkonzept „Bildung, Erziehung und Sprache“ des Integrationskonzepts fertigstellen. Nach der Verabschiedung im Rat der Stadt Greven wird das Integrationskonzept veröffentlicht. Die Stadt Greven unterstützt die Umsetzung der praktischen Maßnahmen, indem Vernetzungs- und Beratungsangebote für die zuständigen Akteure bereitgestellt oder eigene Projekte realisiert werden.

Begegnung für Jung und Alt - Wiedereröffnung der Begegnungsstätte Hansaviertel

Am Samstag, 21. Januar 2018 wurde die Begegnungsstätte Hansaviertel offiziell wiedereröffnet.

Das Gebäude – das seit 1984 ein etablierter Stadtteiltreff für Jugendliche, Gruppen und Initiativen war – wurde von September 2015 bis Ende 2016 als städtische Asylbewerberunterkunft zwischengenutzt. Die Bewohnerinnen und Bewohner trugen damals mit viel Solidarität und Toleranz zu einer herzlichen Begrüßung der neuangekommenen Geflüchteten bei und verlagerten ihre sozialen und kulturellen Aktivitäten in alternative Räume.

Rückläufige Asylbewerberzahlen und Fördermittel des Landes NRW aus dem Sonderprogramm „Hilfen im Städtebau für Kommunen zur Integration von Flüchtlingen“ ermöglichten den Umbau und die Rückwidmung des Gebäudes als Stadtteiltreff.

Die erlebte Willkommenskultur wird erhalten bleiben und ist im neuen Nutzungskonzept festgeschrieben: Neben Angeboten der Jugendarbeit wird es nun auch Angebote der Integrations- und Quartiersarbeit geben. Diese werden von regelmäßigen Treffen über Workshops und Aktionen bis hin zu größeren Veranstaltungen reichen.

Interessierte sind herzlich eingeladen, sich über die Angebote zu informieren und sich mit eigenen Ideen einzubringen. Kontakt: Irmgard Hellmann de Manrique, Telefon: 02571 920 302, E-Mail: irmgard.hellmannstadt-grevende

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