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Flüchtlinge - Situation in Greven

Laut Angaben des Hohen Flüchtlingskommissariats der Vereinten Nationen (UNHCR) sind weltweit mehr als 65 Millionen Menschen auf der Flucht – so viele wie seit dem zweiten Weltkrieg nicht mehr. Sie fliehen vor gewaltsamen Konflikten, Menschenrechtsverletzungen oder politischer, ethnischer und religiöser Verfolgung. Immer öfter sind auch extreme Naturereignisse Grund für die Flucht aus der Heimat.
Nach Schätzungen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) sind im Jahr 2015 etwa 1,1 Millionen Flüchtlinge nach Deutschland gekommen. Auch die Stadt Greven hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Geflüchtete aufgenommen.
Auf dieser Seite haben wir Ihnen die wichtigsten Informationen dazu zusammengestellt.
(Stand: 03. Juli 2017)

Wie viele Geflüchtete und Zugewanderte leben derzeit in Greven?

Greven ist eine vielfältige Stadt: Zum Stichtag 31.12.2016 waren 38.110 Bürgerinnen und Bürger in Greven gemeldet. Davon besaß ein Anteil von 17,86 % entweder eine doppelte oder eine ausländische Staatsangehörigkeit. In den jüngeren Altersklassen steigt dieser Anteil auf bis zu 32,50 % bei den 0- bis 5-Jährigen. Die folgende Grafik veranschaulicht diese prozentuale Verteilung:

Die Jahre 2015 und 2016 waren für die Stadt Greven - wie für alle deutschen Kommunen - durch eine verstärkte Aufnahme von Geflüchteten gekennzeichnet: Im Jahr 2015 wurden der Stadt Greven 624 Asylbewerberinnen und Asylbewerber zugewiesen – davon 352 alleine im vierten Quartal. Im Verlauf des Jahres 2016 stieg diese Zahl auf insgesamt über 800 Personen.

Die Zuweisung richtet sich nach einem bestimmten Verteilschlüssel. Die Bezirksregierung Arnsberg ist für die Verteilung in Nordrhein-Westfalen zuständig. Die Kommunen haben keinerlei Einfluss auf die Zuweisungen. Mit der Zuweisung wird die Kommune verpflichtet, die Personen für die Dauer ihres Asylverfahrens unterzubringen und zu versorgen.

Die Zahl der in städtischen Einrichtungen lebenden Geflüchteten ist seit dem Höhepunkt der Zuwanderung im Jahr 2016 von 800 auf ca. 400 Personen im Juni 2017 gesunken. Etwa die Hälfte dieser Bewohnerinnen und Bewohner verfügt bereits über eine aufenthaltsrechtliche Anerkennung.

Sobald die Personen mit aufenthaltsrechtlicher Anerkennung eine Wohnung auf dem freien Wohnungsmarkt finden, verlassen sie die Unterkünfte und ziehen um in eine eigene Wohnung.

Für den Zeitraum  Juli / August 2017 wurden der Stadt Greven von der Bezirksregierung Arnsberg Zuweisungen von 130 neuen Asylbewerberinnen und Asylbewerbern angekündigt.

Woher kommen die Asylbewerber, die in Greven leben?

Die Personen, die Greven im Jahr 2015 zugewiesen worden sind, haben unterschiedliche Nationalitäten:

  • Syrien - 41 %
  • Westbalkan (Albanien, Kosovo, Mazedonien, Serbien) - 13,7 %
  • Afghanistan - 7,3 %
  • Irak - 6,4 %
  • Nigeria - 4,4 %
  • Maghreb-Staaten (hier Algerien, Marokko) - 4,1 %
  • Libanon - 3,6 %
  • Andere - 19,5 %

(Stand: Februar 2016)

Wie sind die Asylbewerber in Greven untergebracht?

Die Stadt Greven verfolgt das Ziel, Asylbewerber dezentral unterzubringen. Das heißt, die Unterkünfte für Flüchtlinge werden auf das Stadtgebiet verteilt, um so eine bessere Integration in die Nachbarschaft zu ermöglichen.

Bei der Unterbringung ist der Stadtverwaltung wichtig, allen Menschen eine Eigenversorgung zu ermöglichen. Das heißt: in allen Einrichtungen sind Kochgelegenheiten, Kühlschränke und sanitäre Anlagen vorhanden. Das gilt auch für größere Einrichtungen wie z.B. die Unterkünfte an der Wentruper Mark oder in der ehemaligen Hauptschule Reckenfeld.

Wie ist die weitere Perspektive?

Es ist nicht abzusehen und einzuschätzen, wie sich die Flüchtlingszahlen und damit die Zuweisungen an die Städte und Gemeinden weiter entwickeln werden.
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