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Erfahrungsberichte unserer Azubis

Susanne Kurk und Nora Hegemann sind zwei Studentinnen, die bei der Stadt Greven im Dualen Studium Bacheoor of Laws sind. Sie berichten zusammen mit Sven Meckelholt, der sein Bachelorstudium schon 2016 erfolgreich bei uns abgeschlossen hat und seitdem bei uns bechäftigt ist, über ihre Studienerfahrungen.

Susanne: "Lehrerin wollte ich werden- und dann haben mich die Azubis der Stadt Greven überzeugt"

Lehrerin, ja das wollte ich werden. Eigentlich war ich mir ziemlich sicher, dass das genau das Richtige für mich ist. Doch dann wollte eine Freundin zum Informations-abend der Stadt Greven und fragte mich ob ich nicht Lust hätte mitzukommen. Interessiert daran war ich nicht wirklich, aber netterweise habe ich sie begleitet und ja was soll ich sagen, ich bin froh, dass sie mich „mitgeschleppt“ hat. Nach der Veranstaltung war ich total begeistert und beschloss meine Bewerbung zu schreiben Die Auszubildenden der Stadt Greven, welche den Informations-abend größten Teils gestaltet haben, haben es geschafft mich zu überzeugen.

Dann ging das Bewerbungsverfahren los. Die erste Hürde des Bewerbungsverfahren habe ich mit der Einladung zum Einstellungstest schon mal bewältigt. Nach dem Test dachte ich gut, das war es dann wohl… Ich habe nicht alle Aufgaben in der vorgegebenen Zeit lösen können. Wie ich aber nach dem Test erfahren habe, war ich nicht die Einzige und so konnte ich doch wieder Hoffnung schöpfen. Und es hat gereicht, ich wurde zum Vorstellungsgespräch eingeladen und erhielt später die Zusage. Die Freude über die Zusage war entsprechend groß, da ich nicht damit gerechnet habe.

Bereits vor Ausbildungsbeginn bekam ich die Möglichkeit in die Verwaltung herein zu schnuppern. Nicht nur auf-grund meiner Aushilfstätigkeit in der Telefonzentrale nach dem Abitur, sondern auch durch unterschiedliche Aktionen der Stadt wie zum Beispiel den Ehrenamtstag der Azubis. Dort lernte ich bereits alle Azubis der Stadt kennen und konnte schon einige Informationen über den Ausbildungsweg erlangen. Während meiner Aushilfstätigkeit hatte ich die Möglichkeit schon einige Kollegen und Kolleginnen aber auch die Organisation der Verwaltung kennenzulernen und bemerkte schnell, dass in der Stadt Greven ein familiärer Umgang geschätzt wird. Ich fühlte mich bereits am ersten Tag sehr wohl und wurde bereits vor Ausbildungsbeginn zu verschiedenen Veranstaltungen der Stadtverwaltung eingeladen.

Zurzeit besuche ich noch bis Ende Mai die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Münster. Dort haben wir feste Kurse, etwa so groß wie eine Klasse. Das ist super! Die Dozenten können so individuell auf unsere Bedürfnisse und Fragen eingehen und es herrscht dort eine angenehme Lernatmosphäre. Studium hört sich zunächst trocken an, ist es aber gar nicht, denn die Fächer erstrecken sich über mehrere Bereiche und man bekommt Einblicke in den gesamten Verwaltungsbereich. Sozialwissenschaftliche, wirtschaftliche und juristische Fächer stehen auf der Tagesordnung. Diese Vielfältigkeit gestaltet das Studium abwechslungsreich und spannend. Nicht zu vergessen ist, dass man in nahezu jedem Fach eine Prüfung ablegen muss. Doch auch hier gibt es verschiedene Prüfungsarten wie zum Beispiel ganz normale schriftliche Klausuren und Fachgespräche (mündliche Prüfungen). Aber keine Sorge, es ist machbar und Zeit für die Freizeit bleibt auch. Hört sich vielleicht erst mal anstrengend an, einige Tage sind es auch, aber trotzdem gehe ich jeden Tag gerne zur Fachhochschule. Durch die festen Kurse kennt man sich nach einiger Zeit ziemlich gut und es gibt immer was zu lachen. Die Dozenten sind halt auch ganz normale Menschen und machen sozusagen jedes Späßchen mit.

Im ersten Studienabschnitt besteht die Möglichkeit eine Kursfahrt zu machen. Obwohl wir uns am ersten Tag noch nicht wirklich kannten, haben wir es geschafft, dass wir bereits am ersten Tag an der FHöV, der ein Einführungstag ist, bereits einen Dozenten gefragt haben, ob er uns nicht begleiten möchte. Und damit stand die Kursfahrt fest. Neben der Lernerei kommt der Spaß an der Fachhochschule auch nicht zu kurz.

Als sehr angenehm empfinde ich, dass man bereits während des dualen Studiums sein eigenes Geld verdient. Man kann sich somit voll und ganz auf das Studium und die Ausbildung konzentrieren und muss sich nicht wie Studenten anderer Studiengänge mit Aushilfstätigkeiten und Gelegenheitsjobs über Wasser halten. Ebenfalls als sehr angenehm empfinde ich, dass Praxis und Theorie blockweise stattfinden. Entweder bin ich an der Fachhochschule oder im Rathaus der Stadt Greven, wo ich verschiedene Fachbereiche während der dreijährigen Ausbildung durchlaufe und kennenlerne.

Da ich mich momentan in der Klausurenphase befinde, muss ich mich jetzt noch einmal intensiv auf die Klausuren vor-bereiten, bevor es dann im Juni in die erste Praxisphase geht.

Überzeugt?


Nora Hegemann
Nora Hegemann, 2. Studienjahr

Nora: "Daumen hoch und ...auf nach Budapest!"

Inzwischen sind seit dem Beginn des dualen Studiums rund 1,5 Jahre vergangen. Ich kann Euch sagen,ich würde mich immer wieder so entscheiden.

Durch die unterschiedlichsten Bereiche, in denen man in den Praxisphasen eingesetzt ist, ist der Berufsalltag total abwechslungsreich. Meinen ersten Praxisabschnitt habe ich im Fachdienst Personal absolviert. Dort durfte ich beispielsweise bei der Planung und Gestaltung von Vorstellungsgesprächen mitwirken, Interviewleitfäden entwerfen und bei einer Arbeitsplatzbesichtigung bei den Technischen Betrieben Greven teilnehmen. Durch die angenehme Arbeitsatmosphäre ist es mir leicht gefallen, mich an den Berufsalltag zu gewöhnen und in ein Team zu integrieren.

Am Ende eines jeden Praxisabschnittes steht eine praktische Prüfung an. Man bekommt eine Aufgabe gestellt, die man innerhalb von 8 Stunden bearbeiten muss und mit dem Ergebnis präsentiert. Vor meiner ersten Praxisprüfung hatte ich Angst, da ich nicht wusste, was wohl auf mich zukommen würde. Doch im Nachhinein habe ich mich nur un-nötig verrückt gemacht: Die Ausbilder bereiten uns wirklich gut auf die Aufgaben vor, sodass man diese gut meistern kann.

Anschließend folgte die bislang stressigste Phase: Der dritte Studienabschnitt an der Fachhochschule. In drei Monaten mussten sowohl eine Hausarbeit, als auch eine Seminararbeit geschrieben werden. Und am Ende des Abschnittes folgten dann auch noch 5 Klausuren, wobei diese teilweise 2-4 Fächer abdecken. Doch darüber müsst ihr euch zum Glück keine Gedanken machen, da der Aufbau des Studiums etwas geändert wurde und die einzelnen Studienabschnitte dadurch etwas entzerrt sind.

Ab Januar war ich für drei Monate im Fachdienst Recht eingesetzt. Dort habe ich mich größtenteils um Bußgeldbescheide und Ordnungswidrigkeiten gekümmert. Außerdem war ich mit der Bauaufsicht bei Ortsterminen und Baubegehungen. Da Baurecht bei der Fachhochschule nicht als Pflichtmodul gelehrt wird, war es total interessant, Einblicke in bislang noch unbekannte Rechtsthemen zu be-kommen. Außerdem durfte ich als Zeugin bei einem Einsatz mit dem Zoll teilnehmen – wirklich spannend!

Zurzeit absolviere ich meinen dritten Praxisabschnitt im Fachdienst Allgemeiner Service und Zentraler Steuerungsdienst. Hier darf ich mich um die Vor- und Nachbereitung von Ratssitzungen kümmern oder auch Stellenbemessungen durchführen. Im Mai werde ich die Planung einer Willkommensveranstaltung für Geflüchtete begleiten, was mir sicherlich auch Spaß machen wird. Ab Juni bin ich dann im Jobcenter eingesetzt und bin gespannt, wie mir dieser Abschnitt gefallen wird. Inzwischen weiß ich, dass Verwaltung total vielfältig ist: Während man sich in der einen Abteilung fast ausschließlich mit rechtlichen Fragestellungen auseinandersetzt, geht es in anderen Bereichen vorwiegend um die Planung und Durchführung von Projekten sowie um die interne Organisation.

Ab Ende August heißt es für mich dann: Tschüss Deutschland! Hallo Ungarn! Ich habe mich dazu ent-schieden, statt einer Projektarbeit ein Auslandsstudium an der Partnerhochschule in Budapest zu absolvieren. Auf die Zeit freue ich mich sehr und werde bis dahin für das Studium noch fleißig Englisch üben…


Sven: Abwechslungsreich bis zum Schluss!

Mittlerweile bin ich mit dem Dualen Studium fast fertig und stelle immer wieder fest wie abwechslungsreich es ist,  bei der Stadt Greven zu arbeiten.

Meinen ersten Praxisabschnitt habe ich in der Ordnungsverwaltung absolviert. Hier hatte ich viel mit den Problemen im Alltag der Grevener Bürger zu tun. Ich habe mich unter anderem mit dem Landesimmissionsschutzgesetz, in dem es unter anderem um Lärmbelästigungen geht, und dem Landeshundegesetz, welches den Umgang von Menschen  mit Hunden regelt, beschäftigt. Besonders spannend war jedoch zu sehen welche Hintergrundarbeiten im Rahmen der Grevener Kirmes anfallen und die Planung aus erster Hand mitzubekommen.

An diese Praxisphase schloss sich dann mein dritter Studienabschnitt an. In nur drei Monaten mussten wir hier eine Hausarbeit, eine Seminararbeit und 5 Klausuren unter einen Hut bekommen. Dieser Abschnitt war wirklich sehr stressig und ich habe viel Zeit mit meiner Lerngruppe verbracht. Für mich war das Lernen in einer Lerngruppe optimal. Wir haben uns gegenseitig geholfen und in der Gruppe hat es mir teilweise sogar Spaß gemacht zu lernen.  Dennoch habe ich mich wirklich gefreut als ich wieder bei der Stadt arbeiten durfte.

Meinen zweiten Praxisabschnitt absolvierte ich im Fachdienst Personal. Auch hier waren die anfallenden Arbeiten sehr abwechslungsreich. Ich habe zum Beispiel eine Schulung für die Ersthelferinnen und Ersthelfer der Stadt Greven organisiert und bei Bewerbungsverfahren mitgewirkt. Außerdem durfte ich an einer Arbeitsplatzbegehung teilnehmen. Hierbei war es spannend, die Arbeitsplätze der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Greven mal aus einen anderen Blickwinkel zu betrachten.

Die Zeit ist für mich rasend schnell vergangen und obwohl ich schon eine abgeschlossene Ausbildung als Verwaltungsfachangestellter habe, wird es in der Verwaltung auf keinen Fall langweilig. Ganz im Gegenteil, die Arbeit in der Verwaltung ist für mich sehr vielfältig und abwechslungsreich.  Ich bin froh, dass ich diesen Weg für mich gewählt habe. Und jetzt bin ich fast fertig: Ich schreibe gerade an meiner Bachelorarbeit und freue mich auf meine erste eigene Stelle bei der Stadt Greven: ich komme dahin, wo es mir in der Praxis besonders gut gefallen hat: in den Zentralen Steuerungsdienst: dort kann ich meiner Neigung zu Finanzen - aber auch zu vielen anderen Themen dann weiter nachgehen;)

 


Hatice: Ich bin froh, diesen Weg gewählt zu haben!

Nach dem Abitur habe ich bei der Stadt Greven eine Ausbildung als Verwaltungsfachangestellte begonnen und diese im Sommer 2014 abgeschlossen. Doch ich war mir sicher – hier sollte meine berufliche Ausbildung nicht enden. Anschließend wollte ich unbedingt noch studieren und da mir die Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten so gut gefallen hat und ich weiterhin in der Verwaltung bleiben wollte, kam für mich nur eins in Frage: das Duale Studium Bachelor of laws. Auch wollte ich unbedingt bei der Stadt Greven bleiben, weil mir die Ausbildung hier total gut gefallen hat. Und dann habe ich auch tatsächlich eine Zusage für das Studium direkt nach meiner Ausbildung bekommen :).
Im September 2014 ging es dann auch schon los. Nach der offiziellen Einführungswoche in der Verwaltung (die ich persönlich ja eigentlich aufgrund meiner Ausbildung nicht mehr brauchte :)) stand schon der erste Tag in der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung an. Die Aufregung war natürlich sehr groß. Dort fand eine Einführung für alle neuen Studierenden statt und anschließend wurden wir in unsere Kurse eingeteilt. Die FHöV kam mir nicht all zu fremd vor, da sie der Schule ähnelt. Auch hier haben wir eine Klasse mit 31 Studierenden. Nur wird sie hier nicht mehr Klasse genannt, sondern Kurs. Es findet eine Art Unterricht statt, nur wird sie hier Lehrveranstaltung genannt. Und anstatt Lehrer haben wir Dozenten:). Man sitzt hier nicht wie in einem Vollzeitstudium in Lehrsälen mit hunderten von Studierenden. Ich muss sagen, dass das sehr angenehm ist, da die Dozenten uns alle kennen und auf all unsere Fragen eingehen können; kurz gesagt eine sehr gute Lernatmosphäre. Wir haben hier einen sehr bunten Lehrplan, der aus öffentlich-rechtlichen Lehrveranstaltungen wie Allgemeines Verwaltungsrecht und Zivilrecht, aus wirtschaftlichen Lehrveranstaltungen wie VWL und ÖBWL und aus sozialwissenschaftlichen Lehrveranstaltungen wie Ethik und Soziologie besteht.

Jetzt sind schon 7 Monate vergangen. Unglaublich, wie die Zeit verflogen ist. Wir befinden uns gerade in der Klausurphase. Ich muss sagen, dass das nicht mit dem Abitur oder mit der Ausbildung vergleichbar ist. Unser Stundenplan ist vollgestopft mit zahlreichen Lehrveranstaltungen. Und nach den Vorlesungen sich noch zu Hause hinzusetzen und sich für die Klausuren vorbereiten zu müssen, kann sehr seeeehr anstrengend sein. Mit Freizeit ist da auch nicht mehr viel. Aber was soll man da schon machen?! Klausuren müssen nun mal geschrieben werden. Letztendlich ist das ja auch nur eine Phase und wenn man am Ball bleibt und fleißig was tut, kommt man gut mit. Am Ende lohnt es sich ja ;).

In der FH wird natürlich nicht nur gepaukt :). Wir waren mit meinem Kurs z.B. für eine Woche in Budapest und haben uns kurz vor den Klausuren noch einmal richtig erholt ;). Auf jeden Fall bin ich sehr froh diesen Weg gewählt zu haben. Mir macht das Studium (ja, trotz der Klausuren ;)) Riesenspaß!! :)

Im Juni beginnt meine erste Praxisphase im Studium. In den Praxisphasen durchläuft man die einzelnen Fachbereiche im Rathaus und lernt die Arbeit dort kennen. Da ich das ja schon in der Ausbildung gemacht habe, ist das nichts unbekanntes für mich :) Ich freue mich nach langer Zeit wieder in die Verwaltung gehen und arbeiten zu können :) Mal sehen, was die Zeit noch so mit sich bringt...

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Susanne Kurk, 1. Studienjahr
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