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Informationen für nicht verheiratete Mütter

Sie finden hier viele Informationen – zum Beispiel zur Anmeldung Ihres Kindes, zur Vaterschaft und deren Anerkennung, zur Unterhaltszahlung oder zu staatlichen Hilfen. Umfangreiche und individuelle Beratung erhalten Sie bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Jugendamtes Greven. Wir beraten Sie in einfachen organisatorischen Angelegenheiten, aber auch, wenn es Probleme gibt oder Hilfe benötigt wird.

Wer ist der Vater des Kindes?

Im Geburtseintrag des Kindes beim Standesamt wird in der Regel nur die Mutter eingetragen. Die Vaterschaft muss zunächst rechtlich festgestellt werden. Die Vaterschaftsfeststellung erfolgt entweder durch ein Anerkenntnis des Vaters in einer Urkunde oder durch eine gerichtliche Feststellung.

Wo kann die Vaterschaftsanerkennung beurkundet werden?

Eine Vaterschaftsanerkenntnis kann beim Standesamt, beim Jugendamt, beim Amtsgericht oder bei einem Notar beurkundet werden.

Kommen durch die Vaterschaftsfeststellung Kosten auf mich zu?

Beim Jugend- bzw. Standesamt ist die Beurkundung kostenlos. Die Beurkundung beim Notar ist mit Kosten verbunden.

Wann wird die Vaterschaftsanerkennung wirksam?

Bevor die Anerkennung wirksam wird, ist eine Zustimmung der Kindesmutter erforderlich. Diese Zustimmung muss beim Standes­amt, Jugendamt, Amtsgericht oder bei einem Notar beurkundet werden.

Was kann ich tun, wenn der Vater seine Vaterschaft nicht anerkennen will?

Die Vaterschaft kann in diesem Falle im Rahmen eines Klagever­fahrens beim Amtsgericht festgestellt werden. Für weitere Fragen nehmen Sie bitte Kontakt zu einem Anwalt oder zum Jugendamt auf.

Wann habe ich Anspruch auf Unterhalt?

Ein Vater, der nicht mit seinem Kind in einem Haushalt lebt, ist verpflichtet Unterhalt zu zahlen, soweit er leistungsfähig ist.

Was ist, wenn der Vater des Kindes nicht zahlt?

In diesem Falle kann Unterhaltsvorschuss beim Sozialamt bean­tragt werden. Voraussetzungen für den Bezug von Leistungen nach dem Unterhaltsvorschussgesetz sind, dass das Kind das 12. Lebens­jahr noch nicht vollendet hat und keine Waisenbezüge bekommt. Unterhaltsvorschuss wird jedoch längstens für 72 Monate gezahlt.

Wann ist man zur Zahlung von Unterhalt verpflichtet?

Nach den Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches sind Ver­wandte in gerader Linie einander unterhaltspflichtig. Demnach haben Kinder Unterhaltsansprüche gegenüber ihren leiblichen Eltern. Leben die Eltern des Kindes getrennt, haben trotzdem beide Elternteile dafür Sorge zu tragen, dass dem Kind ein angemessener Unterhalt geleistet wird. Der Elternteil, bei dem das Kind wohnt, erbringt in diesem Falle Naturalunterhalt in Form von Wohnung, Kleidung, Essen etc. Der andere Elternteil hat seinen angemessenen Unterhalt in Form von Barunterhalt zu leisten. Die Unterhaltsbe­darfssätze ergeben sich aus der Düsseldorfer Tabelle.

Wann habe ich Anspruch auf Betreuungsunterhalt?

Die Mutter eines Kindes, die mit dem Vater nicht verheiratet ist, kann vom Vater des Kindes bis zu drei Jahre Unterhalt für die Betreuung des Kindes in folgenden Fällen verlangen:
  • Die Mutter ist infolge der Schwangerschaft erkrankt und kann kei­ner Erwerbstätigkeit nachgehen,
  • Sie ist aufgrund der Pflege oder Erziehung des Kindes an einer Erwerbstätigkeit gehindert bzw. eine solche kann von ihr nicht erwartet werden.

Was ist eine Beistandschaft und wozu brauche ich diese?

Die Beistandschaft ist ein Hilfeangebot des Jugendamtes, das Ihnen bei der Vaterschaftsfeststellung und der Geltendmachung des Kindesunterhaltes hilft.

Wer kann eine Beistandschaft einrichten lassen?

Die Beistandschaft kann jeder Elternteil beantragen, dem die elterliche Sorge für das Kind allein zusteht, bzw. der mitsorge­berechtigte Elternteil, bei dem das Kind lebt. Die Beistandschaft tritt unabhängig von der Staatsangehörigkeit ein. Voraussetzung ist nur, dass das Kind minderjährig ist und seinen gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland hat.

Wann und wie kann die Beistandschaft beantragt werden?

Die Beistandschaft kann bereits vor Geburt des Kindes beantragt werden, wenn die Mutter nicht verheiratet ist. Nach der Geburt kann sie jederzeit bis zur Volljährigkeit des Kindes beantragt wer­den. Es genügt ein schriftlicher Antrag beim Jugendamt. Mit Ein­gang des Antrages wird das Jugendamt sofort Beistand des Kindes. Zuständig ist das für den Wohnort des antragstellenden Elternteils zuständige Jugendamt.

Wann endet die Beistandschaft?

Die Beistandschaft endet sofort, wenn der antragstellende Elternteil dieses schriftlich verlangt. Die Beistandschaft endet auch durch Umzug des Kindes ins Ausland.

Bleibe ich trotz Beistandschaft zur Vertretung des Kindes befugt?

Die elterliche Sorge wird durch die Beistandschaft nicht ein­geschränkt. Die Mutter des Kindes bleibt im vollen Umfang zur Vertretung des Kindes befugt.

Wann wird das Jugendamt zum Vormund bestellt?

Das Kind einer minderjährigen Mutter steht regelmäßig unter gesetzlicher Amtsvormundschaft. Das heißt, dass ein Mitarbeiter des zuständigen Jugendamtes als Vormund für dieses Kind tätig wird und es rechtlich vertritt. Der Vormund entscheidet bei allen Anliegen, welche die persön­lichen und vermögensrechtlichen Bereiche (z. B. Vaterschaftsfest­stellung, Unterhalts- und Erbschaftsangelegenheiten) des Kindes betreffen, da die Mutter nur beschränkt geschäftsfähig ist. Die volle Geschäftsfähigkeit wird erst mit der Volljährigkeit erreicht.

Welche staatlichen Hilfen gibt es für unverheiratete Mütter?

Mütter – auch minderjährige – haben grundsätzlich einen Anspruch auf Beratung und Unterstützung. Der Bedarf kann sehr unterschiedlich sein. Es kann z. B. die Vermittlung einer geeigneten Tagespflege, eine pädagogische Unterstützung oder eine geeignete Wohnform im Vordergrund stehen. Bitte wenden Sie sich mit Ihrem Bedarf an das Jugendamt und nutzen Sie die Beratungsleistung vor Ort.

Wann habe ich Anspruch auf Elterngeld?

Ein Anspruch auf Elterngeld besteht, wenn folgende Vorausset­zungen erfüllt sind: Der Wohnsitz oder der gewöhnliche Aufenthalt befindet sich in Deutschland, es besteht deutsche oder Staatsbür­gerschaft eines anderen EU-Mitgliedstaates oder der Antragsteller ist Ausländer mit Aufenthaltsberechtigung oder -erlaubnis. Infor­mationen zum Elterngeld bekommen Sie bei Ihrem zuständigen Sozialamt.

Kommt das Jugendamt selbstständig auf mich zu?

Nach der Geburt des Kindes, dessen Eltern nicht miteinander ver­heiratet sind, wird das Jugendamt vom Standesamt informiert. Das Jugendamt bietet der Mutter daraufhin ein persönliches Gespräch an, in dem ihr das Beratungs- und Unterstützungsangebot des Jugendamtes näher gebracht wird.

Wenn Sie Fragen haben, die hier nicht aufgeführt sind, nehmen Sie bitte Kontakt mit dem Jugendamt auf und vereinbaren Sie einen Gesprächstermin.

Ihre Ansprechpartner bei der Stadt Greven

Beate Tenhaken, Telefon 02571 920-342
Dieter Grautmann, Telefon 02571 920-325
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