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Literaturkreis "Leselust"

Seit 2008 gibt es in Greven einen Literaturkreis, zu dem sich Lesebegeisterte einmal im Monat treffen. Es werden Bücher vorgeschlagen, ausgewählt, gelesen und gemeinsam interpretiert und diskutiert. Die geschieht am  dritten Montag im Monat. Detaillierte Terminabsprachen und die Festlegung der Bücher werden gemeinsam vorgenommen.

Leitung ab Sept. 2018: Ilse Hagemeister und Nicola Torke

Aktuell suchen wir Nachfolger /Nachfolgerinnen. Wenn Sie Freude an Literatur haben und sich vorstellen können, in die Leitung des Kreises miteinzutreten, freuen wir uns, wenn Sie sich in der Bibliothek melden.

Veranstalter: Volkshochschule Emsdetten-Greven-Saerbeck und Stadtbibliothek.

Veranstaltungsort: Stadtbibliothek

Keine Anmeldung erforderlich. Die Teilnahme ist kostenlos. Interessenten können jederzeit dazu kommen.

Die aktuellen Bücher und Termine

Der Literaturkreis trifft sich in der Regel am 3. Montag im Monat von 19 bis ca. 21 Uhr.


Montag, 17. September 2018, 19 Uhr

Tschingis Aitmatow: Dshamilja

Die selbstbewußte, lebensfrohe Dshamilja lebt in einem kleinen Dorf in Kirgisien – allein, denn ihr ungeliebter Ehemann zog schon kurz nach der Hochzeit in den Krieg. Als sie den träumerischen Fremden Danijar kennenlernt und sich in ihn verliebt, nimmt sie ihr Schicksal in die eigene Hand. Sie entscheidet sich für ihn, damit aber gegen ihre Familie, gegen ihre Heimat und gegen die Tradition.

Montag, 15. Oktober 2018, 19 Uhr

Regina Scheer: Machandel

Die Spurensuche im ruhigen mecklenburgischen Dorf Machandel konfrontiert Clara mit ihrer Familiengeschichte. Mit 5 Erzählstimmen entfaltet sich ein detailreiches, zeitgeschichtliches Panorama vom Ende des 2. Weltkrieges bis in die 1990er-Jahre.

Montag, 19. November 2018, 19 Uhr

Natascha Wodin: Sie kam aus Mariupol

Wenn du gesehen hättest, was ich gesehen habe" - Natascha Wodins Mutter sagte diesen Satz immer wieder und nahm doch, was sie meinte, mit ins Grab. Da war die Tochter zehn und wusste nicht viel mehr, als dass sie zu einer Art Menschenunrat gehörte, zu irgendeinem Kehricht, der vom Krieg übriggeblieben war. Wieso lebten sie in einem der Lager für "Displaced Persons", woher kam die Mutter, und was hatte sie erlebt? Erst Jahrzehnte später öffnet sich die Blackbox ihrer Herkunft, erst ein bisschen, dann immer mehr.

Sie kam aus Mariupol ist das außergewöhnliche Buch einer Spurensuche. Natascha Wodin geht dem Leben ihrer ukrainischen Mutter nach, die aus der Hafenstadt Mariupol stammte und mit ihrem Mann 1943 als "Ostarbeiterin" nach Deutschland verschleppt wurde. Sie erzählt beklemmend, ja bestürzend intensiv vom Anhängsel des Holocaust, einer Fußnote der Geschichte: der Zwangsarbeit im Dritten Reich. Ihre Mutter, die als junges Mädchen den Untergang ihrer Adelsfamilie im stalinistischen Terror miterlebte, bevor sie mit ungewissem Ziel ein deutsches Schiff bestieg, tritt wie durch ein spätes Wunder aus der Anonymität heraus, bekommt ein Gesicht, das unvergesslich ist. "Meine arme, kleine, verrückt gewordene Mutter", kann Natascha Wodin nun zärtlich sagen, und auch für uns Leser wird begreifbar, was verlorenging. Dass es dieses bewegende, dunkel-leuchtende Zeugnis eines Schicksals gibt, das für Millionen anderer steht, ist ein literarisches Ereignis.

Collage von Covern von gelesenen Büchern

Liste aller gelesener Bücher

2018

Friedrich Christian Delius: Bildnis der Mutter als junge Frau
Margret Atwood: Der Report der Magd
Kazuo Ishiguro: Was vom Tage übrig blieb
Amor Towles: Eine Frage der Höflichkeit
Jane Gardam: Ein untadeliger Mann

 

2017

Henry James: Washington Square
Daniel Kehlmann: Die Vermessung der Welt
Anne Enright: Das Familientreffen
Thomas Mann: Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull
Christoph Ransmayr: Der fliegende Berg

Gila Lustiger: Die Schuld der Anderen
Olga Grjasnowa: Der Russe ist einer, der Birken liebt
Daid Foenkinos: Charlotte
Theodor Storm: Der Schimmelreiter

2016

Joseph Roth: Die Geschichte von der 1002. Nacht
Paul Auster: Sunset Park
Anna Seghers: Transit
Nino Haratischwili: Mein sanfter Zwilling
Eve Harris: Die Hochzeit der Chani Kaufman
Thomas Hettche: Pfaueninsel
Juli Zeh: Nullzeit
Lion Feuchtwanger: Die Jüdin von Toledo
Rafik Schami: Sehnsucht der Schwalbe

2015

John Williams: Stoner
Uwe Johnson: Ingrid Babendererde
Patrick Modiano: Im Café der verlorenen Jugend
Yasmina Khadra: Die Attentäterin
Robert Seethaler: Der Trafikant
Wolfgang Herrndorf: Tschick
Robert Musik:Die Verwirrungen des Zöglings Törleß
Zülfü Livaneli: Serenade für Nadja
Jennifer Teege: Amon
Haruki Murakami: Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki

2014

Eugen Ruge: In Zeiten abnehmenden Lichts
Oscar Wilde: Das Bildnis des Dorian Gray
Fjodor Dostojewski: Der Spieler
Elizabeth Strout: Mit Blick aufs Meer
Albert Camus: Der Fremde
Ursula Krechel: Landgericht
Irmgard Keun: Das kunstseidene Mädchen
Jenny Erpenbeck: Aller Tage Abend
Sasa Stanisic: Wie der Soldat das Grammophon reparierte

2013

Judith Schalansky: Der Hals der Giraffe
Herman Koch: Angerichtet
Gustave Flaubert: Madame Bovary
Siri Hustvedt: Der Sommer ohne Männer
Martin Walser: Ein liebender Mann
Sibylle Lewitscharoff: Apostoloff
Julian Barnes: Vom Ende einer Geschichte
Michela Murgia: Accabadora
Philip Roth: Empörung

2012

Ilja Trojanow: Der Weltensammler
Gerbrand Bakker: Oben ist es still
Scott F. Fitzgerald: Der große Gatsby
Einar Már Gudmundsson: Engel des Universums
Alex Capus: Eine Frage der Zeit
David Grossman: Eine Frau flieht vor einer Nachricht
Hermann Hesse: Narziß und Goldmund
Sofi Oksanen: Fegefeuer
Gabriel Gracía Márquez: Chronik eines angekündigten Todes

2011

Alaa Al-Aswani: der Jakubijân-Bau
Urs Widmer: Der Geliebte meiner Mutter
Virginia Woolf: Mrs. Dalloway
Urs Widmer: Das Buch des Vaters
Uwe Timm: Rot
Stephan Thome: Grenzgang
Lars Gustafsson: Frau Sorgedahls schöne weiße Arme
Jenny Erpenbeck: Heimsuchung
Heinrich von Kleist: Das Erdbeben in Chili und die Marquise von O. ...

2010

Richard Yates: Zeiten des Aufruhr
Arthur Schnitzler: Traumnovelle
Katharina Hacker: Die Habenichtse
Per Petterson: Pferde stehlen
Jerome D. Salinger: Der Fänger im Roggen
Martin Mosebach: Der Mond und das Mädchen
Eduard von Keyserling: Wellen
Heinrich Böll: Ansichten eines Clowns
Ha Jin: Warten

2009

Martin Suter: Die dunkle Seite des Mondes
Maria Barbal: Wie Stein im Geröll
Christa Wolf: Kassandra
Lizzie Doron: Wärst du doch vor dem Krieg gekommen
Wilhelm Genazino: Eine Frau, eine Wohnung, ein Roman
Birgit Vanderbeke: Das Muschelessen
Irène Némirovsky: Jesabel
Maarten ´T Hart: Der Flieger
Milena Agus: Die Frau im Mond

2008

Magriet de Moor: Sturmflut
Christoph Hein: Der fremde Freund / Drachenblut
Siegfried Lenz: Schweigeminute
Theodor Fontane: Frau Jenny Treibel

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