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Krimi-Projekt der Klassen 8a/8d im Juni/Juli 2017

ABGRÜNDE, SKALPELLE UND VIELE LEICHEN – WENN SCHÜLER MIT DER BIBLIOTHEK KOOPERIEREN …

Zum Projekt 2017

Das Krimi-Projekt zwischen der Stadtbibliothek Greven und Deutschklassen der Jahrgangsstufe 8 am Gymnasium Augustinianum findet in diesem Jahr - nach 2014 - zum zweiten Mal statt.
Erneut hat die Bibliothek den Jugendlichen eine breite Auswahl an hochgelobten, recht jungen Kriminalromanen zur Verfügung gestellt:
Mal geht es dabei um Schrecken in den Alpen, mal um Mord im Krankenhaus, ab und zu gibt es Zeitreisen in die Vergangenheit oder die virtuellen Weiten des Internet. Immer jedoch stehen Jugendliche als Täter, Ermittler oder Zeugen im Mittelpunkt der Handlung …

Die Finanzierung wurde von der Buchhandlung Cramer&Löw unterstützt, auch Eltern trugen dazu bei, die insgesamt über fünfzig Bücher bestellen zu können.

Im Vorfeld des Projekts hatten sich die Klassen 8a und 8d unter der Leitung ihres Deutschlehrers Benedikt Faber an einer klassischen Kriminalerzählung aus der Zeit des Sonnenkönigs Louis XIV. von E.T.A. Hoffmann („Das Fräulein von Scuderi“, 1819) abgearbeitet.

Die Einstimmung in die Lektüre erfolgte dann bei einer Tablet-Rallye in der Bibliothek. Anschließend bekamen beide Klassen ihre Bücher ausgehändigt.

Die Übertragung der erlernten Bausteine einer Kriminalerzählung auf die Krimiliteratur von heute erfolgte dann in Gruppenarbeiten. Es ging dabei u. a. um das Erstellen von Inhaltsangaben, Figurenkonstellationen, Spannungsbögen und Charakterisierungen. Auch kreative Zugänge über Hörspiele oder Comics waren möglich. Einen besonderen Schwerpunkt bildete die Formulierung einer Rezension der gelesenen Bücher.

Die hier abgebildeten Besprechungen (Originale als pdf eingescannt) geben die Meinung der jugendlichen Leserinnen und Leser wieder und helfen vielleicht dabei, eine treffende Urlaubslektüre zu finden …



Rückblick: Krimiprojekt 2014

Zum Projekt

„Der Tote im Dorfteich“ statt „Tod in Venedig“, „Zebraland“ statt „Tauben im Gras“, „Dangerous Deal“ statt „Bahnwärter Thiel“ – die Förderung der Lesefreude stand im Zentrum beim Krimiprojekt der Klassen 8b und 8c des Gymnasiums Augustinianum unter der Leitung ihrer Deutschlehrer Dr. Jan Dirk Busemann und Dr. Benedikt Faber.

In Gruppen fertigten die Schüler u.a. Rezensionen zu den von ihnen gelesenen Büchern an, von denen einige zusammen mit allen bearbeiteten Krimis in der Stadtbibliothek als Leseempfehlung für die Ferien ausgestellt sind.
Alle bewerteten Bücher sind in der Bibliothek ausleihbar!

Die Bibliothek hat die Klassen bei ihrem Projekt mit Büchern unterstützt. Die Finanzierung wurde dadurch möglich, dass einige der Bücher anschließend von den Projektbeteiligten an Mitschüler verkauft wurden.

Eine interessante Erfahrung war der Einsatz von ebook-Readern, auf denen zwei der zu bearbeitenden Bücher heruntergeladen und gelesen wurden.

Die Bücher, die die Schüler nicht verkaufen konnten, können in der Bibliothek zu Flohmarktpreisen erworben werden.


Hier die Rezensionen der Schüler(gruppen) zu den einzelnen Büchern:

Buchcover von "Glücksgift"

Irma Krauss : Glücksgift

Der Psychothriller „Glücksgift“ wurde von Irma Krauss geschrieben. Irma Krauss wurde 1949 geboren und arbeitete zunächst als Lehrerin. Später fing sie dann an Bücher zu schreiben und zu veröffentlichen. Das Buch hat 350 Seiten und kostet als Taschenbuch 9,99€.

Die Geschichte dieses Buches spielt in der heutigen Zeit und die Hauptfiguren sind Amanda und Bravo, ein verliebtes Pärchen. Amanda ist zweiundzwanzig Jahre alt und eine Paketbotin, die zu Beginn in einer Wohngemeinschaft mit ihren Freunden Lars und Kati, ebenfalls einem verliebten Pärchen, wohnt. Sie interessiert sich von Anfang an für den VEGA-Hartmetall GmbH Laborant Bravo. Amanda zieht bereits nach wenigen Tagen zu Bravo und kündigt ihren Job, damit sie sich voll und ganz dem Einrichten ihrer Wohnung widmen kann. Ebenfalls spielt die Vermieterin der Wohnung eine wichtige Nebenrolle in dem Buch, da diese Bravo ein Geheimnis von Amanda erzählt, was der Beziehung der beiden schadet. Das Buch hat häufig Zeitsprünge zwischen dem Fund einer Leiche in einem Luxushotel und der Vorgeschichte mit Amanda und Bravo, wobei in der Geschichte des Liebespärchens auf die am Tatort gefundenen Gegenstände näher eingegangen sind. Dadurch werden immer mehr Hinweise auf die Tat gegeben, die dem Leser langsam Klarheit über die Identität der Leiche geben. Ebenfalls wird die Geschichte noch interessanter, als die heftige Diabetes der Figur Amanda ans Licht kommt und die häufigen Unterzuckerungen eintreffen, die teils von ihr selbst verschuldet oder sogar gewollt sind. Die unschöne Kindheit Amandas durch ihren Vater beeinflusst gleichermaßen die Geschichte insofern, dass die wunderschöne Amanda nicht mehr so perfekt wirkt und sehr viele dunkle Seiten ihres Lebens angedeutet werden. Das Buch ist in einer eher zeitgemäßen Sprache geschrieben, was wir als positiv ansehen.

Wir finden, dass das Buch zwar anfangs etwas langweilig erscheint, aber mit zunehmender Leseerfahrung spannend wird und die verschiedenen Hinweise, die während des ganzen Buches ausgelegt sind, sich immer mehr wie ein Puzzle zusammensetzen und letztendlich zur Lösung des Falls führen. Das Buch ist gut geschrieben, da die Zeitsprünge nachvollziehbar sind und das Interesse des Lesers anregen. Auch wenn die Charaktere durch häufige Beschreibungen lebendig gestaltet sind, werden diese mit der Zeit langweilig, weil es nach einigen Kapiteln nur noch extremer gestaltet wird. Das Buch lässt sich vor allem für Jugendliche im Alter von ca.12-17 Jahren empfehlen, da man mit diesen verstreuten Hinweisen weiterdenken und kombinieren muss, da es sonst nicht vollkommen klar werden kann.

Insgesamt würden wir das Buch den Krimilesern weiterempfehlen, da es sehr spannend und rätselhaft ist. Man weiß von Anfang an, dass es eine Tat gab, jedoch wird bis zum Ende nicht klar, wer der Täter ist.

Rezension von Amely Feldmann, Janine Kerkin, Kajaani Kulanthaivadivelu und Julia Semesdiek (Klasse 8c)

Buchcover von "Mein böses Herz"

Wulf Dorn : Mein böses Herz

„Mein Böses Herz“, welches 2014 als Taschenbuch erschienen ist und als gebundenes Buch 2012, kostet als Taschenbuch 8.99€ und hat 416 Seiten.
In dem Jugendbuch von Wulf Dorn geht es um das junge Mädchen Doro, welche ihren Bruder eines Tages tot in seinem Zimmer vorfindet. Nach diesem Schock wird sie mit keinerlei Erinnerung an die Nacht vor seinem Tod in die Psychiatrie eingewiesen. Sie hat Halluzinationen, in denen sie ihren kleinen toten Bruder immer wieder sieht. Nach diesem Erlebnis möchte Doro mit ihrer Mutter einen Neustart in der Stadt Ulfingen wagen. Doch die Halluzinationen kommen wieder und als Doro auf einmal einen abgemagerten, übel zugerichteten Jungen findet, glaubt ihr niemand. Ist es echt oder nur eine Halluzination?

Man merkt schon an der Inhaltsangabe, dass dieses Buch eher ein Psycho-Thriller, als ein Krimi ist auch wenn Teile einer Kriminalerzählung an ein paar Stellen aufkreuzen. Zum Beispiel gibt es von Doro die klassische Ermittlung.

Aber zentraler steht die Frage, was Einbildung und was Realität ist. Zudem merkt man auch, dass es ein Jugendbuch ist, da auch eine Romanze zwischen ihr und dem Jungen Julian vorkommt. Außerdem bricht das Buch immer die Spannung abrupt ab.

Mein böses Herz hat uns von Anfang bis zum Ende ziemlich gefesselt und gerade auf den letzten 100 Seiten kann man sehen, was Wulf Dorn für Spannung und unerwartete Momente aufbauen kann. An ein paar Stellen zieht sich das Buch zwar auch etwas, doch dann nimmt es schnell wieder Fahrt auf. Ein gutes Buch.

Rezension von Fabian Buschen, Marc Exeler, Joshua Hoven, Sandra Köhler und Maria-Marleen Laqua (Klasse 8c)

Buchcover zu "Der Tote im Dorfteich"

Franziska Gehm : Der Tote im Dorfteich

In dem 172-seitigen Jugendkrimi „Der Tote im Dorfteich" des Verlages Gulliver von Franziska Gehm spielen die Freunde Jannek, Till und Rike die Hauptrollen des Buches. Die Geschichte findet in dem deutschen Dorf Ribberow statt und es werden keine genaue Zeitangaben gemacht, doch man kann aus dem Inhalt erschließen, dass sich das Geschehen in der heutigen Zeit abspielt. Die gesamte Geschichte wird im Präteritum erzählt, wobei auch teilweise (z.B. häufig bei den Gedanken Janneks: „Eine Woche. Die ganzen Herbstferien. Im Arsch.“) Umgangssprache verwendet wird. Der Gesamtpreis liegt bei 7,95 Euro.

Der 16-jährige Jannek verreist für eine Woche nach Ribberow, seinem Geburtsort, um dort seine Großmutter Hanne zu besuchen. Auf dem Weg dorthin trifft er den vor kurzer Zeit Polizist gewordenen, alten Freund Till, mit dem er noch am selben Tag, nachdem er seine Großmutter besucht hat, angeln geht. Dabei fischen sie eine Skeletthand. Merkwürdigerweis zeigt das Dorf kein Interesse an dem Fall und somit nehmen die Jugendlichen selbst den Fall auf.

Wir bewerten das Buch als verständlich im Inhalt. Dabei ist der Anfang etwas langweilig, weil viel beschrieben und somit viel abgewichen wird. Im Mittelteil ziehen sich einige Textstellen aufgrund fehlender Informationen über den Mord hin. Doch zum Ende hin wird das Buch interessanter, weil es noch keine genauen Anzeichen auf einen möglichen Mörder gibt, die Auflösung immer näher rückt und viele neue Hinweise gefunden werden. Insgesamt ist dies ein preiswertes und gelungenes Buch, das aber nicht unbedingt gelesen werden muss.

Rezension von Laura Böwing, Sophie Deitmar, Nicholas Kamp und Antonio Zacarias Föhrding (Klasse 8c)

Daniel Höra : Gedisst

In dem kurzen Jugendkrimi ,,Gedisst” von Daniel Höra wird der 14-jährige Alex von der Polizei beschuldigt seine ältere Nachbarin umgebracht zu haben. Der Seitenumfang beträgt 218 Seiten und die Lektüre kostet als Tasschenbuch 9,30€. Sie ist einer Altersgruppe von 12 bis 15 Jahren zu empfehlen, wobei dies unsere persönliche Einschätzung ist.

Die Hauptpersonen sind Alex, seine Freundin Debbie, sein Vater sowie seine Schwester Nora und ihr Freund Dennis. Alex lebt mit seinem Vater in einem heruntergekommenen Viertel in der deutschen Kleinstadt Schwedt und verbringt viel Zeit mit der ,,Gang” im Viertel, die ihn aber ausschließt nachdem Tatverdacht gegen ihn besteht. Schließlich hält nur noch seine Familie zu ihm...

Auf einer Skala von 1-5 würden wir 3 Punkte geben. Wir emfehlen das Buch jugendlichen Krimiliebhabern, die sich auch mit übertriebener Jugendsprache wohlfühlen, wie z.B. ,,Der eine Baum hatte so eklige Knubbel, wie zwei alte Hängetitten.” (S.6, Z.20 f.) oder ,,Das ständige Rotzen und unser blödes Gelaber dazu. Hin und wieder wurden sie von einem von uns Jungs angepisst.” (S.6, Z.24 ff.). Wer sich jedoch schnell langweilt und viel Spannung benötigt, dem ist abzuraten, da es zwar zeitweise fesselnd ist, es aber doch einige Passagen ohne viel Handlung gibt. Durch sehr viele Hinweise, die im ganzen Buch vorkommen, wird das Ende auch vorhersehbar, besonders spannend wird es jedoch noch einmal am Ende.

Rezension von Til-Felix Bochnia, Louisa Dütting, Niklas Haßmann und Helen Tepper (Klasse 8c)

Buchcover zu "Der Mann auf dem roten Felsen"

Marjaleena Lembcke : Der Mann auf dem roten Felsen

Der Finne Mika hat viele Probleme: er verliebt sich in Kati, die mit seinem Freund Björn zusammen ist, auch in der Schule hat er seine Problem, nachdem er in Finnisch eine Fünf bekommen hat. Als er an einem Morgen einen unbekannten Man mit einem Fernglas auf dem roten Felsen vor seinem Zimmerfenster sieht, fragt er sich, wer dieser Mann ist. Vor allem als er ihn ein paar Tage später  im Zoo sieht. Als seine Zwillingsschwester Lina ihren Wohnungstürschlüssel verliert und wahrscheinlich von diesem Mann angesprochen wird macht sich Mika allmählich Sorgen. Zusammen mit seinen Freunden will Mika das Rätsel, um den geheimnisvollen Mann mit dem weißen Hemd und der Seemannsjacke lösen.

Mika hat ein schwieriges Umfeld, da sein Freund Björn adoptiert wurde, weil seine Mutter sich als Obdachlose nicht genug um ihn kümmern kann. Gleichzeitig erlebt Mika jeden Tag die Obdachlosen gegenüber von seinem Haus. Sein anderer Freund Janne kommt nicht gut mit seinen Eltern zurecht. Doch am schwierigsten für Mika ist, dass sein Vater seit drei Jahren arbeitslos ist und angefangen hat ein Buch zu schreiben, dessen Inhalt niemand kennt. Der Vater lebt ganz in der Welt des Buches und zieht sich immer weiter zurück.

In diesem Buch wird Mika langsam erwachsen und die Welt wir durch die Terroranschläge auf das World Trade Center in New York erschüttert. Aus diesem Grund machen sich die Figuren viele Gedanken über den Tod und das Sterben.

Sprachlich gesehen ist das Buch einfach geschrieben: Es gibt wenige Fach- oder Fremdwörter, keine schwierigen Formulierungen und auch keine Zeitsprünge. Interessant sind auch die Überschriften, die als Rätsel gestaltet sind, da Mika sei Vater ihm jeden Morgen ein Rätsel auf den Teller legt.

Eigene Meinung: Es ist ein interessantes Buch, weil nicht sofort am Anfang bekannt gegeben wird, wer der Mann auf dem roten Felsen ist und es viele „Verdächtige“ gibt. Die Leser dies erst am Ende des Buches, was den Reiz das Buch bis zum Ende zu lesen ausmacht. Es behandelt Themen, mit denen wir alle im Alltag konfrontiert werden. Zu kritisieren haben wir, dass sehr viel über Mika seine Gedanken geschrieben wird und es nicht wirklich viel um ein Verbrechen geht.

Wir geben dem Buch vier von fünf Sternen.

Rezension von Nico Binder, Paul Haje, Luca Maron und Janosch Osseforth (Klasse 8c)

Buchcover zu "Elefanten sieht man nicht"

Susan Kreller : Elefanten sieht man nicht

Der Jugendkrimi „Elefanten sieht man nicht“ von Susan Kreller wurde vom Verlag Carlsen produziert und ist als gebundenes Buch für 14,90€ erhätlich. Das Buch hat einen Seitenumfang von 203 Seiten und spielt in der heutigen Zeit in der kleinen Siedlung Barenburg im Norden Deutschlands.

Der Roman beschäftigt sich mit dem zu wenig ernst genommenem Thema „Häusliche Gewalt“ und spricht damit ein wichtiges und auch interessantes Thema an.Die Hauptperson, Mascha, erzählt aus ihrer Sicht über ihre Erlebnisse in der Vergangenheit. Wobei man als Leser schon am Anfang des Buches einen Einblick in das Ende der absehbaren Handlung bekommt. Insgesamt ist der Krimi einfach zu verstehen, da er in normaler Jugendsprache geschrieben ist.

Die 13-jährige Mascha Wernke ist eigentlich eher eine Einzelgängerin, dennoch freundet sie sich mit Julia und Max Brandner an. Kurz darauf erfährt Mascha, dass Julia und der kontaktscheue Max von deren Vater geschlagen werden. Um die Geschwister davor zu beschützen schließt sie die beiden in eine alleinstehende Hütte ein. Hier und an anderen Stellen sind ihre Handlungszüge nicht ganz nachvollziehbar. Damit sie das Vertrauen  des 7-jährigen und des 9-jährigen nicht verliert, erzählt sie ihnen eine Lüge. Im Laufe des Buches wird vor allem die sonst naive Julia misstrauischer. Zusätzlich sucht die Polizei nach den verschwundenen Kindern.

Generell zieht das Buch den Leser in seinen Bann durch das ernste Konfliktthema und gefühlsdarstellenden Sprache. Trotzdem fehlt es an einigen Stellen an Spannung und ist dadurch teilweise monoton. Wir würden das Buch Leser empfehlen die der Wahrheit ins Gesicht sehen wollen und gerne Reales lesen. Leser, die besonders gerne Fantasy-Bücher und besonders spannende Bücher lesen, würden wir von dem Kriminalroman abraten.

Rezension von Sophia Berstermann, Nils Büchter, Marlene Mausolf und Lukas Tepper (Klasse 8c)

Buchcover zu "Villa des Schweigens"

Ulrike Rylance : Villa des Schweigens

"Hass. Laut Wörterbuch eine sehr starke Abneigung gegen jemanden oder etwas. Synonyme sind Abscheu und Übelwollen. Kein Plural. Wie lächerlich. Das richt nicht aus. Was ich für das Mädchen empfinde, ist mehr als Abscheu oder Übelwollen. Hass ist, wenn man jemandem den Tod wünscht." Solche Gedanken hegt eine Person über die 17-jährige Nina, als diese in die Weg einzieht. Und diese weiß es nicht einmal.

Als Nina einen Ferienjob in Leipzig bekommt und ein Zimmer mieten will, gefällt ihr das Zimmer in der WG von Julius, Benjamin, Stefan und Claire sofort. Es ist riesig, fertig ausgestattet und billig. Doch dann geschehen seltsame Dinge: Wenn Nina ihr Zimmer verlässt, bringt ein Unbekannter Schokolade und Blumen in ihr Zimmer, ihre Mitbewohner scheinen alle sehr merkwürdig und spätestens, als sowohl die Freundin eines Mitbewohners als auch ihr Gecko tot aufgefunden werden, weiß Nina, dass in dieser WG etwas ganz und gar nicht stimmt.

Der 240-seitige Thriller "Villa des Schweigens" von Ulrike Rylance wird für Leser ab 14 Jahren empfohlen. Er ist teilweise kompliziert zu verstehen, da zwischendurch in kleinen Abschnitten die Perspektive gewechselt wird. Wer damit aber klarkommt, kann mit der Ich-Erzählerin Nina super mitfiebern, denn die Spannung, die schon auf der ersten Seite aufgebaut wird, hält sich das ganze Buch hindurch, sodass man gar nicht aufhören kann zu lesen. Ein tolles Buch!

Rezension von Anna Wiethölter (Klasse 8b)

„Ein Zimmer zu finden hatte ich mir einfacher vorgestellt.“ , sagt die Hauptperson Nina, die auf der Suche nach einem Zimmer ihren Schreck des Lebens bekommt, in dem Krimi-Roman „Villa des Schweigens“ von Ulrike Rylance. „Ich bog jetzt rechts ab und merkte, dass die großen Mietshäuser verschwunden waren und stattdessen vornehme Villen die Straße säumten. Riesige Kastanienbäume spendeten Schatten. Ein Luftzug war aufgekommen und erzeugte ein Rascheln in den Blättern. War ich hier richtig? Ich konnte mir nicht vorstellen, dass hinter irgendeiner dieser eleganten Stuckfassaden ein Zimmer zu vermieten war, das ich auch nur ansatzweise mit meinen geringen Mitteln bezahlen konnte. Ich hielt an und sah erneut auf meinen Zettel. Nummer 34 befand sich am Ender der Straße. Eine große, alte Villa, nicht ganz so herausgeputzt wie ihr Schwestern weiter vorne in der Gegend, aber dennoch beeindruckend.“

Nina ist in Leipzig auf Zimmersuche, weil sie dort bei einer Anwaltskanzlei ein Praktikum macht. Die Zimmer sind alle zu teuer, zu komisch oder die Mitbewohner zu außergewöhnlich. Bis sie diese Villa findet, die eine große Bleibe bietet und nicht so teuer ist. Die Mitbewohner kommen Nina jedoch schon ein bisschen komisch rüber, aber sie zieht trotzdem in die Villa-WG ein. Inklusive ihrem kleinen Gecko Billy und ihren paar Sachen lebt sie nun mit Julius, dem Pfeife rauchenden Vermieter, Claire, der punkigen Klavierspeierin, Benjamin, dem Schüchternen, und Stefan, dem Süßesten und Nettesten, unter einem Dach. Stephans wunderhübsche Freundin Lauren ist in der Villa Stammgast und freundet sich mit Nina an. Auch Nina findet einen Freund in der Anwaltskanzlei, in der sie das Praktikum macht, aber ob das Liebe wird…
Doch auf einmal verschwinden Dinge aus Ninas Zimmer und auf ihrem Bett liegen Blumen und komische Gedichte. Wer hat damit zu tun? Was bedeuten diese Dinge? Und nach einer Party in der Villa geht das Abenteuer für Nina erst Recht los, denn Lauren wird tot im Flur der Villa gefunden. Niemand hat eine Ahnung, was das Gedicht in Laurens Hand sollte oder wer Lauren umgebracht hat. Aber jeder von ihnen hat etwas zu verbergen. Nina geht der Sache auf den Grund und bringt sich dabei selber in Gefahr…

„Villa des Schweigens“ ist in meinen Augen ein sehr interessantes Buch. Auf den 240 Seiten kann man super mit Nina mitfühlen und mit rätseln, wer der Mörder ist, weil Ulrike Rylance in der Ich-Form geschrieben hat. Man kann sich den Ort des Geschehens gut vorstellen, da alles sehr genau beschrieben wird. Am besten gefallen mir die kursiv gedruckten Gedanken, die wahrscheinlich von dem Mörder stammen, denn man kann erahnen, was der Mörder vor hat und fiebert mit, ob Nina oder die anderen Personen in die Falle tappen.

„Hass. Laut Wörterbuch eine sehr starke Abneigung gegen jemand oder etwas. Synonyme sind Abscheu und Übelwollen. Kein Plural. Wie lächerlich. Das reicht nicht aus. Was ich für das Mädchen empfinde, ist mehr als Abscheu oder Übelwollen. Hass ist, wenn man jemandem den Tod wünscht. Wenn man diesen Jemand zum Schweigen bringen will. Für immer. Gegenwort Liebe.“

Rezension von Elisa Rembrink (Klasse 8b)

„Den ganzen Abend lang habe ich das Mädchen beobachtet. Habe vor Wut meine Faust so sehr gepresst, dass sich die Fingernägel in mein Fleisch gebohrt haben. Habe mit ihr geredet und mir dabei vorgestellt, wie sie aussieht, wenn sie heult. Winselt. Mich anfleht. Eine schöne Vorstellung.“

Nina hatte es sich so schön vorgestellt: Sommerferien in Leipzig, eine schönes Anwaltskanzlei-Praktikum und dann auch noch ein großes Zimmer in einer alten Villa. Doch dann werden ihr Sachen geklaut und geheimnisvolle Zettel untergeschoben und als sie dann an einem Morgen nach einer WG-Party aufwacht, findet sie eine Leiche im Flur. Es ist Lauren. Sie war die Freundin eines WG-Bewohners und Nina fand sie total nett. Und jetzt ist sie einfach tot. Ohne Vorwarnung.
„Da dämmerte in meinem Kopf zum ersten Mal die Frage, die ich mir bislang vor lauter Panik noch gar nicht gestellt hatte: Warum war Lauren gestorben?“ Selbstmord, sagt die Kriminal Polizei. Aber Nina glaubt das nicht. Dafür sind zu viele komische Dinge in der Villa passiert. Sie entschließt sich selber den Grund für Laurens plötzlichen Tod herauszufinden. Und dann, als sie endlich weiß wer es war, bringt sie sich durch ihr Wissen in Lebensgefahr…

Ulrike Rylance setzt in ihrem Thriller sehr auf Gegensätze und schafft damit eine mystische und grausame Atmosphäre. Auf der einen Seite: Die Ich-Erzählerin Nina. Sie verkörpert die junge, naive, aber trotzdem auch kritische Hauptperson und lässt den Leser ihre Trauer über den Tod richtig spüren. Auf der anderen Seite: Der Täter. In kurzen Abschnitten zwischen den Kapiteln lässt der Täter seinen Hass richtig aufblitzen. Besonders diese kleinen Passagen machen den Roman so fesselnd. Außerdem fehlt es in dem Thriller auch nicht an ekeligen Gemeinheiten, welche von Nina mit teilweise folternder Präzision beschrieben werden.
Wen das nicht abschreckt, der kann über 240 Seiten eine mitreißende und gut erzählte Geschichte von Liebe und Eifersucht, Angst und Mut zur Wahrheit genießen.

Rezension von Katharina Risse (Klasse 8b)

Buchcover zu "Dangerous Deal"

Andreas Schlüter : Dangerous Deal

„Tot,-Wie tot?“ In dem atemberaubenden 192 Seiten Thriller muss Christoph Renner um sein Leben bangen, während er und seine Freunde mit Millionen handeln. Als der 17-jährige Christoph Renner ein Erbe von seinem verstorbenen Nachbarn Sebastian König bekommt und dort mysteriöse Daten gespeichert sind, ahnt er zunächst nicht, dass der Inhalt höchst brisant ist. Dann erhält Christoph einen Anruf. Der Anrufer bietet ihm eine halbe Million Euro. Christoph ist erst mal geschockt. Er hat sich immer gewünscht ein Millionär zu sein und jetzt bietet ihm einfach mal eben so ein Unbekannter 500.000 Euro...

Doch plötzlich sterben die Leute, die ihm die CD abkaufen wollten auf mysteriöser Weise und keiner weiß warum. Christoph hätte sich niemals gedacht, dass diese Daten so wichtig sein hätten können, wie in diesem Moment. Er bittet seine Freunde um Rat... er weiß nicht was er tun soll. Zusehen wie noch mehr Leute umgebracht werden, zur Polizei gehen oder doch das Angebot annehmen. Plötzlich gerät Christoph selbst in höchste Lebensgefahr und will nur noch eins: nicht noch mehr mit in diese Sache hineingezogen werden.

Als ich das Buch gesehen habe, hat mich der Inhalt interessiert, weil das Cover des Buches sehr gut und interessant gestaltet ist. Wenn man anfängt zu lesen möchte man das Buch gar nicht mehr zur Seite legen, weil es immer spannender wird. Man denkt, jetzt haben sie den Täter, doch dann liegt man schon wieder falsch. Man gerät oft auf eine falsche Fährte. Das Ende des Krimiromans gefällt mir eher gering, weil es sehr abrupt endet und man wird ein wenig enttäuscht. Aber alles in einem gefällt mir das Buch „Dangerous Deal“ und es ist nur weiterzuempfehlen.

Rezension von Luisa Ortmeier (Klasse 8b)

Buchcover zu "Wie ein Flügelschlag"

Jutta Wilke : Wie ein Flügelschlag

"Mel ist tot, und ich werde den Anblick dieses Engels, der mit gebrochenen Flügeln am Beckenrand liegt, nie wieder vergessen." (S. 160, Z. 3ff)

Die ca. 15-jährige Jana Schwarzer geht auf ein Sportinternat, dort gehört sie der Leistungsgruppe "Schwimmen" an, genau wie ihre Freundin Melanie. Als diese Jana eine längere Zeit lang ignoriert und sich komisch benimmt, macht sich Jana Sorgen und bekommt Melanie schließlich dazu, sich mit ihr zu treffen. Aber Melanie erscheint nicht zum Treffpunkt. Jana sucht Melanie und findet sie schließlich tot neben dem Schwimmbecken. Die offizielle Todesursache lautet "Herzversagen", doch Jana glaubt das nicht, da sie einige Zeit vor Melanies Tod in ihrer Tasceh "Construnit" gefunden hat, ein Dopingmittel. Sie fängt an, Nachforschungen anzustellen, zusammen mit Melanies Bruder Mika. Dieser kann sich nicht vorstellen, dass Melanie freiwillig gedopt hat. Als sie ein rätselhaftes Foto auf Melanies Handy findet, wächst der Verdacht immer mehr, dass hinter Melanies Tod Mord steckt…

Ich finde, dass das Buch definitiv lesenswert ist. Da es ab 12 Jahren ist, enthält es auch schon Spannung. Es ist aus der "Ich-Perspektive" geschrieben, wodurch man einen guten Einblick erhält. Insgesamt kann man sich sehr gut in Jana hereindenken, wodurch man sich mit einbezogen fühlt. Außerdem ist die Handlung nicht offensichtlich. Deshalb empfehle ich das Buch jedem, der es spannend mag.

Rezension von Lea Fritz (Klasse 8b)

Buchcover zu "Erebos"

Ursula Poznanski : Erebos

"Ich möchte dir gern etwas geben. Es ist wahnsinnig cool, ehrlich. Du darfst es niemandem zeigen. Sonst funktioniert es nicht. Du musst es gleich einstecken und sag keinem, dass ich es dir gegeben habe. Versprochen?"

An einer Londoner Schule wird ein Computerspiel namens Erebos herumgegeben, die Regeln hierbei sind äußerst streng: Man hat nur eine Chance, es zu spielen und darf mit niemandem darüber reden, doch wer einmal damit beginnt, kann nicht mehr aufhören. Auch der sechzehnjährige Nick spielt Erebos. Das Spiel erteilt ihm Aufträge im wirklichen Leben, die er nichtsahnend erfüllt - bis es ihm befiehlt, einen Menschen zu töten. Erst jetzt merkt Nick, dass hinter Erebos weit aus mehr als nur ein Computerspiel steckt. Gemeinsam mit seiner heimlichen Liebe Emily beginnt er, mehr über das Spiel herauszufinden und erkennt schon bald die grausame Wahrheit.

Ursula Poznanski schreibt in ihrem preisgekrönten Jugendroman über ein sehr aktuelles Thema. Man erfährt viel über Computerspiele, doch auch wer sich hierfür nicht so sehr interessiert, kann dieses Buch gut lesen. Es ist spannend und modern aus Nicks Sicht erzählt und hat durch die zeitweiligen Einblicke in das Computerspiel auch einen abwechslungsreichen Handlungsverlauf. Da das Buch sehr lang ist (485 Seiten), würde ich es Leuten, die nur kurze Geschichten mögen, und auch sehr jungen Lesern eher nicht empfehlen. Doch ansonsten kann ich Erebos wirklich nur loben.

Rezension von Dana Grunewald (Klasse 8b)

Buchcover zu "Nachtsplitter"

Maja von Vogel : Nachtsplitter

ist immer wieder Jennys Frage. Von der Antwort hängt viel für ihr Leben ab.

In dem Krimi "Nachtsplitter" von Maja von Vogel, veröffentlicht im Jahre 2011, geht es um Jenny(16) die auf einem Konzert war und ein Blackout hatte: Sie wacht am Morgen nach dem Rockkonzert in einem fremden Auto halbnackt auf und kann sich an nichts erinnern. Dazu kommt die Tatsache, dass es in unmittelbarer Nähe des Konzertes einen tödlichen Autounfall gegeben hat mit Fremdverschulden. Es geht in den Buch hauptsächlich um die Auflösung von Jennys Blackout. Hat sie die Flasche auf die Fahrbahn geworfen und ist somit verantwortlich für den Unfall?

Jenny lebt mit ihrer Mutter alleine zusammen und besucht die 11. Klasse. Ihr Freundeskreis besteht aus ihrer besten Freundin Pia, ihrem Freund Markus und Jacob, der neu in ihre Klasse gekommen ist.

Jennys Gefühle und Gedanken sind für mich gut nachvollziehbar und ihre Ängste werden für den Leser verständlich dargestellt. Die Autorin beschreibt aber auch die Charaktere der anderen handelnden Personen genau. Jenny will die Wahrheit herausbekommen. Nach und nach setzt sich schließlich ein Gesamtbild zusammen. Maja von Vogel hat sehr gut den Wald und die Orte beschrieben so das ich mich sofortin ihre Lage hineinversetzen konnte. Es wird sehr realistisch die Personen beschrieben, so dass man sehr gut das Wirken jeder einzelnen Figur ahnen und verstehen kann. Aber auch das Prinzip das sich mit der Zeit alle gesammelten Fakten zu einen Gesamtbild ergeben finde ich gut.

Was ich weniger gut fand, war, dass man die ganze Zeit schon ahnen konnte, wer es war. Das Buch hat aber auch keinen richtigen Schluss. Man erfährt zwar wer es war, aber man erfährt nicht, was aus dem Täter schließlich wird. Maja von Vogel hat nur einmal aus einer anderen Perspektive geschrieben, was so sehr langweilig wurde.

Rezension von Fin Brockfeld (Klasse 8b)

Buchcover zu "Zebraland"

Marlene Röder : Zebraland

"Willkommen im Zebraland!" Marlene Röders Jugendkrimi "Zebraland" handelt von einem tragischen Unfall und von vier Jugendlichen, die versuchen müssen, weiterzuleben.

"Im Nachhinein hab ich mir oft gewünscht, ich wäre einfach auf dem Festival geblieben...dann wäre vielleicht nichts von dieser Scheiße passiert...vielleicht wäre mein Leben dann ganz anders." Es sind Sommerferien und Judith, Phillip und seine Freundin Anouk sind auf einem Festival, auf dem Ziggy, den sie nur vom sehen kennen, mit seinem Cousin auftreten will. Dieser betrinkt sich und belästigt Anouk, weshalb Ziggy und die Freunde schon frühzeitig nach Hause fahren wollen. Die Vier machen sich mit einem Auto auf den Weg...

Wir biegen um die Kurve. Dann. Plötzlich. Direkt vor uns." Auf dem Weg überfahren sie ein Mädchen von ihrer Schule. Sie gehen davon aus, dass es tot ist und begehen Fahrerflucht. Durch die Nachrichten erfahren sie jedoch, dass das Mädchen erst auf dem Weg ins Krankenhaus gestorben ist.

"Weit draußen schlug die Tasche klatschend auf der Wasseroberfläche auf und versank." Beweisstücke werden vernichtet. Jeder versucht mit dem Geschehenen klarzukommen. "Moral ist ein dünner weißer Anstrich". Die Jugendlichen beginnen an sich selber zu zweifeln. Auch in der Schule sind sie gezwungen ihrer Tat ins Auge zu sehen. "Überall gab es nur ein Thema: den Tod des türkischen Mädchens". Als sie im Schülerzeitungskasten einen Drohbrief finden, liegen die Nerven blank. Es scheint einen Mitwisser zu geben.

"Ich hatte schon Angst vorm Schlafen". Der Erpresser stellt Bedingungen. Nach und nach stellt er jedem der Vier eine Aufgabe, bei der sie etwas opfern müssen, das ihnen sehr wichtig ist. "Ich kneife die Augen zu und lasse mich fallen." Mose stellt weitere Aufgaben, der Kreis der Verdächtigen zieht sich kleiner. Trotzdem sind sie ihm nach wie vor hilflos ausgeliefert.

Die Stimmung in der Gruppe wird immer angespannter. Zu ihrer Angst kommen die Schuldgefühle. "Wer nicht hören will, muss fühlen." Moses Aufgaben werden extremer. "Ich hatte es so satt, Moses Marionette zu sein." Sie beschließen, Mose einen Brief zu schreiben. Stattdessen bekommen sie einen Brief zurück, in dem Ziggy befohlen wird, Yasmins Lieblingstier ein Zebra, zu töten. Doch alles kommt anders als gedacht...

Alles in allem habe ich nicht allzu viele positive Worte für Marlene Röders Roman übrig. Das Buch ist zwar gut geschrieben, hat jedoch einige Längen. Es ist unrealistisch, wie leicht sich der Unfall vertuschen lässt. Die Rolle des Erzählers übernimmt mal Ziggy, mal Judith, die mir von Anfang an wegen ihrer überorganisierten, übertrieben ehrgeizigen und unberechenbaren Art unsympathisch war. Auch die anderen Charaktere sind relativ simpel. Der Großteil des Buches besteht daraus, dass sich die Figuren mit ihrer Tat auseinandersetzen müssen, was als Leser nicht unbedingt interessant ist, das Ende hingegen ist zwar überraschend, aber viel zu abrupt und, so scheint es mir, wenig durchdacht, so als hätte die Autorin schnell fertig werden wollen. Wer in der Lage ist über diese Aspekte hinweg zu sehen, kann das knapp 200-seitige Buch des Ravensburger Verlages für 7,95€ in der Buchhandlung oder im Internet kaufen.

Rezension von Emma Bülte (Klasse 8b)

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