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Grevener Hochschultag

Das Grevener Gymnasium Augustinianum und die Volkshochschule organisieren seit 2011 einmal jährlich einen Hochschultag.
Der Grevener Hochschultag bietet Kontroversen und Debatten über wissenschaftliche Positionen und vermittelt einen Einblick in die Arbeit von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern.
Er richtet sich nicht nur an Wissenschaftler/-innen, sondern vielmehr an alle Bürgerinnen und Bürger, die Aufklärung suchen.

5. Grevener Hochschultag: Symposium - Was kann dem Frieden nutzen

Der 5. Grevener Hochschultag bietet einen Einblick in ein aktuelles Thema. Wissenschaftliche, politische und öffentliche Debatten über Frieden und Krieg sind aktueller denn je, auch wenn bei uns in Deutschland seit 70 Jahren Friede herrscht. Friede?

Auf der Liste der wichtigsten Rüstungsexporteure ist Deutschland auf Platz vier, nur China, die USA und Russland exportieren mehr Waffen. Sind wir also mitverantwortlich, wenn in Irak und Syrien, in der Ukraine und im Sudan geschossen wird? Was dient dem Frieden?

In der Podiumsrunde werden je ein Vertreter des Forums Ziviler Friedensdienst (Köln), der humanitären Hilfe und der Bundeswehr diskutieren, was nach ihren Erfahrungen dem Frieden nutzt. Diskutiert wird auch, was in Nach-kriegssituationen Demokratie und Frieden fördert. Ausdrücklich ist das Publikum aufgefordert, weitere Fragen zu stellen und mitzudiskutieren.

KRIEG — WAS IST DAS EIGENTLICH?
Das Symposium wird zunächst in einer wissenschaftlichen Annäherung das Handlungsfeld "Krieg oder Frieden" abstecken sowie grundbegriffliche und ideengeschichtliche Überlegungen anbieten:

  • Was ist Krieg eigentlich genau, eine (anthropologische) Konstante oder eine soziale Institution im Wandel der Zeit? 
  • Welche Streitkultur ist nötig, um Schritte auf dem Weg zum Frieden zu finden?
  • Was können Institutionen, Organisationen und Traditionen, wie etwa die Menschenrechte, zur Förderung des Friedens leisten?

FRIEDEN — WAS IST DAS EIGENTLICH?
Frieden selbst ist vom Heidelberger Philosophen, Theologen und Pädagogen Georg Picht vor 50 Jahren als "stummer Zwang in einer zusammenwachsenden Welt bei einer Wende aus Not und Abkehr von Gewalt und Unfreiheit" charakterisiert worden.
Mit dieser Antwort ist sicherlich nicht jeder/jede zufrieden. Es muss im 21. Jahrhundert weiter gefragt werden:

  • Was ist Frieden im sozialen Nahbereichsraum, in der Schule, in der Stadt?
  • Ist Frieden nicht mehr als die Abwesenheit von Krieg?
  • Ist Frieden zu einer Grundbedingung des Zusammenlebens in weltgesellschaftlichen Bezügen geworden?
  • Ist die Bundesrepublik Deutschland eine zivilisierte Gesellschaft und Europa eine Zivilmacht?
  • Welche Investitionen für den positiv bestimmten Frieden lohnen?
  • Und nicht zuletzt: Hat der Frieden nicht auch einen Preis, der nicht zwingend von der Summe, wohl aber über die Aufwendungen und Zurüstungen für Krieg hinauszugehen hat?

SICHER IST NUR EINS …
…wer Frieden will, muss am Frieden arbeiten.

In diesem Symposium wollen wir das Verständnis dessen, was Krieg und Frieden eigentlich ist, erarbeiten und dafür sensibilisieren, dass Friede keine Selbstverständlichkeit ist. Auch wenn die (nicht-normative) Friedensursachenforschung noch ein Schattendasein in den verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen führt, ist mit dem Blick auf die großen Kriege zwischen Staaten und die nicht kleineren Bür-gerkriege zu sehen, dass die Frage wichtiger wird, was staatliche Akteure, zivilgesellschaftliche Gruppen und der Einzelne für den Frieden — auch unter Umständen gemeinsam  — zu leisten vermögen.

Donnerstag, 28. Mai 2015
18-21.30 Uhr
Haus der Begegnung (Neben der St. Martinus-Kirche)
Marktplatz 7
48268 Greven

Referenten/Diskutanten: Prof. Dr. Roland Czada, Alexander Feja, Claus Muchow, Peter Tobiassen
Moderation: Antje Kley

4. Grevener Hochschultag: Symposium zur (Un-)Fairness im Sport

Der 4. Grevener Hochschultag bietet einen Einblick in ein aktuelles Thema: Rassismus und Menschenfeindlichkeit, Fairness im Sport und die Schönheit der Ballspiele.
Das Gymnasium Augustinianum Greven ist seit 2009 "Schule ohne Rassismus — Schule mit Courage" und sensibilisiert in Projekten und speziellen Unterrichtsstunden über Formen der Ausgrenzung im Schulalltag und in der Gesellschaft.
Die VHS bietet Integrationskurse für Zuwanderer und Asylbewerber an. Das Kursangebot im Bereich Sprachen und Studienfahrten ist auch ein Beitrag zur interkulturellen Begegnung und zur Integration in Kommune und Gemeinwesen.

SPORT ZWISCHEN K(R)AMPF UND SCHÖNHEIT
Hat der Fußball — er steht hier stellvertretend für jede Sportart — zwei Gesichter, je nachdem wer wo steht? Er steht zum einen für Emotionen und Schönheit, aber auch für Regeln, die das Zwischenmenschliche erleichtern.
Zum anderen und im Widerstreit mit der Ästhetik des Spiels lässt sich fragen, ob Sport und der Ball nicht auch zu einer Droge, nahezu einem modernen Religionsersatz, geworden sind. Ist Fußball wie der Sport und die Lebensstilattitüden der Fitnesshallen heute eine Droge und ein Aufputschmittel, wo es sich eigentlich über Näherliegenderes und Wichtigeres zu ärgern gäbe?

SPORT —FAIRNESS —RASSISMUS?
Es ist eine dieser geläufigen Meinungen, die eher Vorurteile darstellen, in Schule und Staat: Teambildung wie Gruppenarbeit fördern das soziale Miteinander. Aber geht es an den Plätzen und auf den Plätzen um eine Förderung der Fairness?
Zum Sport gehört auch stets das andere Gesicht: Verletzte und Verletzungen. Auch Rassismus findet sich in Schulen und Stadien. Menschenfeindlichkeit ist dabei und deshalb eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung.
Sport wie der Sport Nr. 1 in der Bundesrepublik — die Jagd nach dem runden Leder — besitzen eine Ambivalenz, die bedacht werden muss, soll das Gruppen- sowie Staatenzugehörigkeiten Überwölbende und das Gemeinschaftsbildende wachsen. Dabei bleibt stets zu fragen: Was tragen Sport und das runde Leder, die nicht das Leben und die Welt bedeuten, einerseits zur Gewalt und andererseits zu einer Werterziehung und der praktizierten Fairness bei?
Daher gehen wir der Frage nach, ob — anstatt fairplay-Preise auszuloben und zu vergeben — nicht die Fragestellung nach der menschlichen und gesellschaftlichen Fairness im Zentrum zu stehen hat, will Sport seine positiven Aspekte hervorheben und einbringen. Wenn Fairness mehr als eine nur ferne, antike Tugend wäre, würden moderne Gesellschaften, Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren gewinnen können: win für Sport, Spiel und Ball und win für alle Anderen sowie die Sporttreibenden selbst.

Donnerstag, 5. Juni 2014
17:00-18:15 Uhr
Haus der Begegnung, neben der St. Martinus-Kirche, Marktplatz 7, Greven

Referenten:
Dipl.-Sozialw. Andreas Grau
Dipl.-Päd. Martin Winands

Moderation:
Simon Lenartz (WDR Münster)

3. Grevener Hochschultag: Symposium zur Lernkultur

Flyer-Titel

SCHULE ANDERS DENKEN

In dem Sammelband „Pädagogische Konzeptionen“ (Donauwörth 1992, hg. von Petersen und Reiner) findet sich noch kein Beitrag zu einer konstruktivistischen Didaktik. In den beiden letzten Jahrzehnten ist dieser Ansatz der Vermittlung von Alltagsbildung und Weltwissen jedoch zunehmend bekannter geworden und wird auch intensiv diskutiert.

Was bedeutet Konstruktivismus? Wo liegen die Stärken und Schwächen dieser Didaktik, die auch in Schulen verstärkt Einzug gehalten hat? Würden sich Schule und Unterricht auch verändern (müssen), wenn dieser pädagogische Zugang zu Bildung, Wissen und der Gestaltung von Lehr-Lern-Prozessen gewählt werden würde? Gewinnt eine Demokratieerziehung in Schulen an Gewicht und wie werden Mädchen und Jungen angesichts der Komplexität der Weltzusammenhänge und vielfältiger Identitätsverunsicherungen gefördert? Findet die Friedensbildung einen höheren Stellenwert in den weltweiten Bezügen des Zusammenlebens und in der Institution Schule? Welche Begegnungen des interkulturellen Lernens sind auch und insbesondere über Sprach- und Staatsgrenzen hinweg zu pflegen? Und nicht zuletzt: macht Beziehung erst Schule möglich und steht die konstruktivistische Beziehungsdidaktik selbst auf dem Prüfstand, ob und inwiefern sie bei einem Umbau der Schulen in inhaltlicher und struktureller Ebene beizutragen vermag?

Auch wird zu fragen sein, welche Lern(frei)räume und Lernateliers Schule heute zu bieten hat, soll Selbsterziehung und Selbstbestimmung, Reife und Mündigkeit gelingen. Wissenschaft prägt heute die politischen Entscheidungen und die Lebenswelt der Menschen. Was kann sie bezwecken und wozu dient sie? Zu fragen ist auch wie Fächer und Disziplinen auf Denker, Bücher und Studien blicken.

Donnerstag, 13. Juni 2013

Referenten:
Prof. Dr. Kersten Reich,
Prof. Dr. Peter Graf,
Prof. Dr. Norbert Frieters-Reermann

Moderation:
Jeanette Kuhn (moderiert u.a. die Lokalzeit Münsterland des WDR)

2. Grevener Hochschultag: Brundtland-Symposium

Flyer-Titel

NACHHALTIGKEIT
(Theorie — Praxis — Nachhaltige Bildung)
…UND DIE AKTUELLE BEDEUTUNG VOR ORT

Sustainable Development (Dauerhafte Entwicklung) ist ein Schlüsselbegriff in der Diskussion der Umwelt-, Geo- und Sozialwissenschaften. Volker Hauff, der die deutschsprachige Ausgabe des sogenannten Brundtland-Berichtes 1987 herausgab, betont, dass Nachhaltigkeit auch auf den stummen "Zwang, sich der Komplexität der Wirklichkeit zu stellen und nicht den einfachen Antworten zu trauen", hinweist. Konstitutiv ist dabei, dass soziale, ökonomische und ökologische Dimensionen in ihrem Wechselspiel und ihrer Zusammengehörigkeit gesehen, analysiert und auch bearbeitet werden.

Im Zusammenhang mit lokalen Agenda-Prozessen und dem Weltumweltgipfel von Rio 1992 hat der Begriff mit seiner inhaltlichen Füllung bis heute eine große Bedeutung. Wie kann qualitatives Wachstum gedacht werden, das im Sinne der Armutsbekämpfung wirkt, und wie kann Fortschritt gestaltet werden, der die Begrenzung der natürlichen Ressourcen und Lebensgrundlagen akzeptiert?

Heute kann nicht nur gefragt werden, wo die Verdienste der Studie 25 Jahre nach ihrem Erscheinen liegen, vielmehr auch, was Nachhaltigkeit konkret, an Lern- und Lebensorten, auch in der Kommune, bedeutet.

Donnerstag, 22. März 2012

Referenten:
Ulrich Grober
Dr. Irene Dankelmann
PD Dr. Gesine Hellberg-Rode

1. Grevener Hochschultag: Augustinus Symposium

Flyer-Titel

AUGUSTINS AKTUELLE (BE)DEUTUNG

Aurelius Augustinus (geboren 365 n. Chr. in Nordafrika und 430 verstorben) ist wohl einer der wenigen Denker, deren Werke noch heute sowohl in den Kirchen als auch von der Philosophie gelesen und diskutiert werden. Kritiker sehen in ihm gerne den Verantwortlichen für eine repressive christlich-katholische Sexualethik. Bevor er jedoch als Bischof von Hippo das Christentum in Nordafrika auch argumentativ verteidigte, war er eine Person von "zweifelhafter Moral", wie es oft hieß. In einem Sachverhalt jedenfalls sind sich alle einig: Augustinus war einer der größten Rhetoriker seiner Zeit und seine Gedanken werden bis heute vielerorts diskutiert.

Es gibt kaum ein Gebiet des abendländischen Denkens, zu dem Augustinus nicht Standpunkt bezogen hätte. Seine Zeitphilosophie trägt zum Ende zyklischer Weltbilder bei. Ob der Mensch über einen freien Willen verfügt, lässt ihn zeitlebens nicht los. Seine Sicht auf den Staat, entstanden in der Phase der Christianisierung Europas und des Zerbrechens des römischen Imperiums, wirkt in einer Kriteriologie des gerechten Krieges bis in die Neuzeit weiter. Die "Bekenntnisse" , an der Schwelle zum 5. Jahrhundert nicht für einen Buchmarkt geschrieben, sind bis heute stilbildend.

Gefragt werden kann nicht so sehr "Wer war Augustinus?", vielmehr lautet die Frage "Was hat er uns heute noch zu sagen?"
Die Bedeutung seiner Zweifel, seines Denkens, seines Wirkens gilt es dabei erneut und im wissenschaftlichen Diskurs freizulegen. Es geht darum, nicht nur "über Glück" nachzudenken, sondern Glück, Zufriedenheit sowie Verantwortlichkeit im Umgang Miteinander und mit der Natur heute zu benennen und nach dem Schuljubiläum 2011 zu haben.

Anlass für das Augustinus-Symposium ist das 150jährige
Bestehen der "Höheren Bildungseinrichtungen in
Greven" und das 50jährige Jubiläum der Widmung des
Gymnasiums als „Augustinianum“ durch die Stadt
Greven. Hiermit wird nicht zuletzt eine Frage in Greven
aufgeworfen: Was hat eine Schule zu Beginn des 21.
Jahrhunderts zu erinnern, zu leisten und zu vergegenwärtigen?
Wodurch erweist sich an einem Ort, wo
Augustinus nicht war, die Aktualität Augustins?

Donnerstag, 07. April 2011

Referenten:
Prof. Dr. Christoph Horn
Prof. Dr. Norbert Fischer
Prof. Dr. Helga Kuhlmann

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