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... bis der Arzt kommt

Egal, ob das Herz plötzlich rast, der Magen schmerzlich rebelliert oder das Fallen von der Leiter üble Folgen hat - Notfälle halten sich nicht an Sprechzeiten. Wie man sich im Falle eines Falles richtig verhält, wo man Hilfe bekommt und was man bis zum Eintreffen des Arztes selbst tun kann, hat die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe zusammengestellt.

Wie funktioniert der ärztliche Notfalldienst?

Von einem Notfall spricht man bei einer plötzlichen Neuerkrankung oder bei einer Verschlimmerung einer Erkrankung, die dringend ärztlich versorgt werden muss. Notfälle werden im Praxisbetrieb vorgezogen oder sofort zu Hause aufgesucht.

Im Notfall rufen Sie sofort Ihren Hausarzt oder behandelnden Arzt an. Ihr Hausarzt oder behandelnder Arzt ist in der Regel - auch nachts - über die Rufnummer der Praxis für Sie erreichbar. Über den Anrufbeantworter der Praxis erfahren Sie die Telefonnummer, unter der Sie Hilfe erhalten.

Jeder niedergelassene Arzt ist verpflichtet, auch außerhalb der Sprechstundenzeiten die ärztliche Versorgung seiner Patienten zu gewährleisten. Die regionalen Kassenärztlichen Vereinigungen haben den gesetzlichen Auftrag, dabei auch für einen ausreichenden Notdienst zu sorgen. In der Regel sprechen sich die Ärzte einer Stadt oder Region ab und vertreten sich nachts oder bei besonderen Anlässen gegenseitig.

Während seiner Abwesenheit von der Praxis müssen die Mediziner auf ihre Vertreter hinweisen - zum Beispiel über den Anrufbeantworter und ein Hinweisschild an der Praxis. An sprechstundenfreien Tagen - mittwochs nachmittags, samstags, sonntags und feiertags - übernimmt die Vertretung der zentral organisierte ärztliche Notfalldienst.

Über die bundeseinheitliche Rufnummer 19292 (in Reckenfeld bitte auch die Vorwahl für Greven 02571 mitwählen) ist für schnellstmögliche ärztliche Hilfe gesorgt. Bei unmittelbarer Lebensgefahr oder schweren Unfällen rufen Sie die Notrufnummer des Rettungsdienstes 112 an.

Wie melden Sie einen Notfall?

Ganz wichtig: Ruhig bleiben und den Notfall möglichst präzise melden. Dabei hilft das folgende Schema:

  • Wer? Nennen Sie Ihren eigenen Namen und Ihre Telefonnummer.
  • Wo? Geben Sie Ihre Adresse und - wenn nötig - eine Wegbeschreibung mit markanten Punkten an.
  • Was? Schildern Sie, was passiert ist! Welches Krankheitsbild ist zu erkennen? (Bewusstlosigkeit, starke Schmerzen, Kreislaufschwankungen, Verbrennung ...)
  • Wann? Nennen Sie möglichst genau den Zeitpunkt, an dem der Notfall eingetreten ist.
  • Wichtig: Erleichtern Sie dem Arzt, Sie zu finden, insbesondere bei Nacht. Schalten Sie nach Möglichkeit Außenbeleuchtung ein oder weisen Sie den anfahrenden Arzt ein.

Was können Sie selbst tun, bis der Arzt kommt?

  1. Lassen Sie den Patienten nicht allein. Verändert sich sein Zustand erheblich (wird er zum Beispiel bewusstlos), melden Sie dies erneut der Einsatzzentrale.
  2. Legen Sie die Medikamente bereit, die der Patient bisher regelmäßig einnimmt. Sie erleichtern damit dem Arzt den Therapiebeginn.
  3. Bewahren Sie Ruhe, betreuen Sie den Patienten.
  4. Patienten, die bereits schwere gesundheitliche Schäden aufweisen, können schnell zu Notfallpatienten werden. Informieren Sie sich bei dem behandelnden Arzt über individuelle Hilfe im Notfall, die Sie leisten können, bis der ärztliche Notfalldienst eintrifft.

Tipp:
Besuchen Sie einen Erste-Hilfe-Kurs, der in jeder Stadt von den großen Hilforganisationen angeboten wird. Sie lernen, kompetent zu helfen und können so zum Lebensretter werden.


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Notruf


Notruf in lebensbedrohlichen Situationen
Tel. 112

Ärztlicher Notdienst allgemein
Tel. (0 25 71) 1 92 92

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