"Up ewig ungedeelt ..."
Jubiläen gibt es in der Geschichte jedes Ortes reichlich - man muss nur lang genug danach suchen. Das 50. Jahr der Ernennung Grevens zur Stadt musste im Jahr 2000 allerdings nicht erst lange aus verstaubten Akten rekonstruiert werden. Zum einen konnten sich noch viele Bürgerinnen und Bürger selbst an dieses große Ereignis erinnern; zum anderen gibt es nur wenige Ereignisse in der Geschichte Grevens, die eine ähnlich hohe Bedeutung haben.
Dabei gerät leicht in den Hintergrund, dass es 1950 aber nicht das Gesamtgebiet der heutigen Stadt war, das Stadtrechte zuerkannt bekam, sondern nur der Kernbereich der früheren Gemeinde Greven-Dorf. Schon die knapp außerhalb der damaligen Stadtgrenzen liegende Bebauung (Overmannsberge, Het Nieland, verlängerte Mühlenstraße, Schründer-Siedlung), die vom städtischen Kern kaum zu unterscheiden war, gehörte zu einer der beiden Außengemeinden Greven rechts der Ems oder Greven links der Ems. Erst deren Zusammenschluss am 10. August 1952, an die sich als "Wiedervereinigung" der drei Grevener Gemeinden erinnert wird, erbrachte ein Gebiet, das zusammen mit dem 1975 eingemeindeten Dorf Gimbte die heutige Stadt ausmacht.
Chronologie der Ereignisse
- Die Teilung der Gemeinden 1888-94 und die Probleme durch die Teilung
- Die Denkschrift der Amtsverwaltung vom 21. August 1950 und Reaktionen auf die Denkschrift
- Die Aussprachen über die Änderung der Gemeindegrenzen, die Versammlung der landwirtschaftlichen Ortsvereine und Gebot zur Eile
- Sonderfall Reckenfeld und das Meinungsbild der Gemeinderäte kurz vor der entscheidenden Abstimmung
- Die entscheidende gemeinsame Sitzung der drei Ratsvertretungen und der Antrag auf Zusammenschluss der drei Gemeinden bei der Landesregierung NRW
- Proteste und die Wirkung der Protestresolution
- Verzögerungen und schwankende Mehrheiten im Gemeinderat Greven r. d. Ems
- Es geht voran und die Bauerschaften stimmen ab
- Der Kabinettsbeschluss des Landes Nordrhein-Westfalen und Übergangsregelungen
- Einige Bemerkungen zum Schluss
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