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"... 3 Husaren können doch der Stadt Greven nicht lestig werden ..."

Übersicht 1789 bis 1806
1789 Französische Revolution
1792 Beginn der Französischen Revolutionskriege mit dem ersten Koalitionskrieg gegen Frankreich (Österreich und Preußen reagieren auf den Angriff der Französischen Republik).
1795 Preußen schließt mit Frankreich den Basler Frieden und scheidet aus der Koalition mit Österreich aus, verliert aber seinen Besitz links des Rheins an Frankreich. Norddeutschland wird entlang einer Demarkationslinie neutralisiert.
1798 Beginn des zweiten Koalitionskrieges gegen Frankreich (Österreich, Russland, England u.a., Preußen bleibt neutral).
1801 Der Frieden von Lunéville zwischen Österreich und Frankreich bestätigt den französischen Besitz des linken Rheinufers endgültig.
1802 Preußen einigt sich mit Frankreich über Gebietsentschädigungen für seinen verlorenen linksrheinischen Besitz, nimmt weite Teile des Münsterlandes in Besitz und nennt dieses Gebiet Erbfürstentum Münster. Das Fürstbistum Münster gibt es nicht mehr.
1803 Der Reichsdeputationshauptschluss bestätigt am 25. Februar die Gebietsänderungen nachträglich.
1805 Dritter Koalitionskrieg gegen Frankreich (Österreich, Russland, England u.a., Preußen bleibt neutral), Sieg Napoleons.
1806 Vierter Koalitionskrieg. Preußen fordert Frankreich auf, Süddeutschland zu räumen und wird geschlagen, Nordwestdeutschland kommt bis 1813 unter französische Kontrolle.
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Die Französische Revolution 1789 hatte Auswirkungen in ganz Europa und führte zu einer grundlegenden Veränderung politischer, rechtlicher und sozialer Verhältnisse. "Exportiert" wurden die neuen Ideen in den Französischen Revolutionskriegen ab 1792 mit den Nachbarländern. Preußen schloss 1795 einen Separatfrieden mit Frankreich, den Basler Frieden. Diese Abmachung sah Gebietsentschädigungen vor für den Fall, dass Preußen seine von Napoleons Truppen besetzten linksrheinischen Gebiete endgültig verlieren sollte. Außerdem wurde Norddeutschland durch eine Demarkationslinie neutralisiert. Diese Linie teilte Greven entlang der Ems. So wurde das fast 1000 Jahre alte Kirchspiel Greven erstmals zerschnitten.

Der Zweite Koalitionskrieg (1798-1801/02) Russlands, Österreichs und anderer Staaten gegen Frankreich führte zum Frieden von Lunéville (9.2.1801), in dem Frankreich u.a. das linke Rheinufer zugesprochen wurde. Der Abtretung dieser Gebiete des Deutschen Reiches musste der römisch-deutsche Kaiser Franz II., ein Österreicher, nun zustimmen. Die linksrheinisch residierenden Fürsten wie der preußische König sollten nun entschädigt werden. Säkularisation, die Überführung kirchlicher oder geistlicher Rechte und Besitztümer in weltliche Hände, oder Mediatisierung, die Übertragung von Recht und Besitz weltlicher Staaten in andere (weltliche) Hände, waren die Mittel dazu.

Auch Greven war von diesen europäischen Entwicklungen betroffen. Endgültige Regelungen traf der Reichsdeputationshauptschluss, das Entschädigungsgesetz vom 25. Februar 1803, doch Preußen war damals schon mächtig genug, um eine eigene Abmachung mit Frankreich zu treffen: Am 23. Mai 1802 wurde Preußen für die linksrheinischen Gebietsverluste eine fünffache Kompensation aus Teilen des aufgehobenen Fürstbistums Münster zugestanden.

Nach einem offenen Brief an seine neuen zukünftigen Untertanen vom 6. Juni 1802 in Westfalen ließ der Preußische König Anfang August von seinen neuen Gebieten Besitz ergreifen. Dabei spielte Greven eine kleine Rolle. Im Januar 1803 musste allerdings der Gebietsstreifen auf der linken Emsseite, von der Grevener Bauerschaft Aldrup im Süden bis nach Lingen im Norden, von Preußen wieder geräumt werden. Denn schon im Vertrag vom Mai 1802 hatte Preußen der Bildung eines kleinen Staatswesens in diesem Gebiet zugestimmt. Aber erst im Oktober wurde der Herzog von Looz-Corswarem als Landesherr für das nun Fürstentum Rheina-Wolbeck genannte Gebiet bestimmt. Er zog Mitte Januar 1803 in seine neue Hauptstadt Rheine ein. Der Reichsdeputationshauptschluss bestätigte all dies nachträglich.


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