1806 - Greven unter französischer Herrschaft
Schon kurz nach der vernichtenden Niederlage Preußens gegen die Franzosen in der Schlacht von Jena und Auerstedt am 14. Oktober 1806 trafen die ersten französischen Truppen in Greven ein. Anfang 1808 wurden die westfälischen Teile Preußens dem französischen Großherzogtum Berg angegliedert, das von Napoleons Schwager Joachim Murat regiert wurde. Die linksemsischen Bauerschaften des Fürstentums Rheina-Wolbeck waren schon im Juli 1806 dem Großherzogtum Berg einverleibt worden.
1811 wurden diese Gebiete sogar Teil des Kaiserreichs Frankreich, bevor nach Napoleons Niederlage in der Völkerschlacht bei Leipzig im Oktober 1813 Greven im November von den Franzosen geräumt wurde und die Preußen zum zweiten Mal einrückten. Damit blieb Greven preußisch bis zur endgültigen Auflösung Preußens 1945/1947.
Wichtigste Literatur:
Gisela Weiß (Hg.), Zerbrochen sind die Fesseln des Schlendrians, Westfalens Aufbruch in die Moderne, Münster 2002.
Thomas Gießmann/Lothar Kurz, Chronik der Stadt Rheine von den ersten Siedlungsspuren bis heute, Rheine 2002.
Franz-Josef Jakobi (Hg.), Geschichte der Stadt Münster, 3 Bände, Münster 1993.
Joseph Prinz, Greven an der Ems, 2. Auflage, 2 Bände, Greven 1976/77.
Josef Tönsmeyer, Das Landesfürstentum Rheina-Wolbeck, Rheine 1962.
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