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Klimastammtisch: nächster Termin
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2. Klimastammtisch zur Gebäudesanierung
Mit ihrer Teilnahme am Grevener Klimastammtisch am vergangenen Donnerstag zeigten die Grevenerinnen und Grevener ein hohes Interesse am Thema Gebäudesanierung. Rund 25 Gäste kamen zum Erfahrungsaustausch, darunter Hausbesitzer, Energieberater und Handwerker. Deutlich wurde vor allem, dass eine allgemeingültige Aussage zu den Einsparpotentialen bei Häusern kaum machbar ist. Vielmehr müsse jedes Haus individuell begutachtet werden, um so ein umfassendes Bild von den Möglichkeiten für eine Sanierung zu bekommen. Da dies nicht immer vom Hausbesitzer selbst vorgenommen werden kann, gibt es Unterstützung von Bund und Land. Auch Energieberater und Vereine wie "Haus im Glück e.V." mit der Haus-zu-Haus-Beratung helfen an dieser Stelle weiter. Ansprechpartner hierfür ist auch die Stadt Greven. "Wir wollen in Zukunft die Beratungsangebote, die die Grevener in Anspruch nehmen können, stärker bündeln, da die ungefilterte Informationsflut im Internet nicht immer weiterhilft", so Olaf Pochert, Grevens Klimamanager. "Das Interesse daran ist bei den Bürgerinnen und Bürgern und bei den Handwerksbetrieben groß, das haben die beiden Klimastammtische deutlich gezeigt."
Interessant waren auch die Darstellungen des eingeladenen Haussanierers, der den Blick auf einen ganz anderen Aspekt richtete. Eine energieeffiziente Sanierung spiele sicherlich eine Rolle, doch wies er vor allem auch darauf hin, dass nach der Sanierung seines Hauses die Wohnqualität deutlich gesteigert ist. Sanieren bedeute demnach nicht nur Klimaschutz und Energiekostensenkung, sondern auch ein ganz großes Stück Lebens- und Wohnqualität.
- Flyer zum Klimastammtisch am 09.02.2012(PDF-Datei, 1,06 MB)
Die Stammtischtermine
8. Dezember 2011, 19:00 Uhr
Energiesparsprint vor dem Winter
Einsparmöglichkeiten auf die Schnelle
Gast: Alexander Ponick, Honorarberater der Verbraucherzentrale NRW
9. Februar 2012, 19:00 Uhr
Sanierung im Gebäudebestand - Potentiale
April 2012
Alternative Wärmeerzeugung - Wärmeerzeugung abseits der Standards
Juni 2012
Förderungen und Finanzierung von Sanierungsprojekten
September 2012
Herausforderung Solarenergie - Aktuelle Techniken und deren Möglichkeiten
November 2012
Verbrauch den keiner braucht - Auswirkungen von Stand-By
Stromsparpotentiale durch Netztrennung
Erster Grevener Klimastammtisch war ein Erfolg
"Aus meiner Sicht ein voller Erfolg!" freut sich Klimamanager Olaf Pochert. "Energie-Spar-Sprint vor dem Winter" war das Thema des ersten Grevener Klimastammtisches, und der war mit 14 Teilnehmern sehr gut besucht.
Nachdem sich Olaf Pochert in der Aufwärmphase den Teilnehmern vorgestellt hatte, erläuterte er die Klimaschutzziele und -projekte der Stadt Greven. "Klimaschutz wird in Greven schon lange betrieben und genau genommen bin ich ja ein Projektergebnis dieser Klimaschutzbemühungen", erklärte Pochert. Es gehe jetzt aber auch darum, den Klimaschutz stärker in das öffentliche Blickfeld zu schieben. Wichtiger als nackte Klimaschutzzahlen waren ihm dabei die guten Ergebnisse im Rahmen der Beteiligung am European-Energy-Award, bei der die Stadt Greven mit Silber ausgezeichnet wurde, sowie das Integrierte Klimaschutzkonzept der Stadt. Energieberater Alexander Ponick von der Verbraucherzentrale NRW ging im Anschluss näher ins Detail und zeigte Möglichkeiten auf, welche Maßnahmen zum Energiesparen jetzt noch umgesetzt werden können, ohne dass die Klimaretter frieren oder im Dunkeln sitzen müssen.
"An Fragen und Anregungen mangelte es nicht", zieht Pochert Bilanz. Wie bekommt man die Bürgerinnen und Bürger dazu, dass sie ihre Klimaschutzbemühungen nicht nach einiger Zeit ruhen lassen? Wo bekommen bereits gut informierte Bürger noch detailliertere Informationen her? Was gibt es bei der Sanierung zu beachten und wer kann überprüfen, ob realisierte Maßnahmen fachgerecht durchgeführt wurden? Da die Stammtischteilnehmer unterschiedlichstes Know-how mitbrachten, konnten viele dieser Fragen bereits beantwortet werden. "Eine erste Projektidee, die ich weiter verfolgen werde, ist ebenfalls entstanden", so Pochert. "Ich denke, dass es für alle eine interessante Veranstaltung war, von der man viel mit nach Hause genommen hat."
Bei der nächsten Veranstaltung geht es um das Thema "Sanierung im Gebäudebestand." Sie findet am 9. Februar bei Öppe statt.
- Klimastammtisch - Flyer zum Download(PDF-Datei, 2,81 MB)
Klimaschutz in städtischen Gebäuden
Klimaschutz-Teilkonzept wird gefördert
Integriertes Klimaschutzkonzept, Klimamanager, European Energy Award - mit verschiedenen Bausteinen kümmert sich die Stadt Greven um den Klimaschutz auf lokaler Ebene. Das Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) wird jetzt einen weiteren Bereich fördern: die Begutachtung des energetischen Standes aller städtischen Gebäude. Dazu gehören unter anderem die Schulen, die Sporthallen, das Rathaus und das Bibliotheksgebäude.
Die Firma infas enermetric ist jetzt von der Stadt Greven beauftragt worden, das Gutachten zu erstellen. Dafür werden bautechnische Mängel, die Haustechnik, wie Heizungs, Elektro- und Klimaanlagen, aber auch das Nutzerverhalten in den Gebäuden untersucht. Auf der Grundlage der Schwachstellenanalyse gibt das Gutachten Empfehlungen, wie und an welchen Stellen Energie gespart und der CO2-Ausstoss verringert werden kann. Auch Kostenermittlungen und Wirtschaftlichkeitsrechnungen wird das Gutachten beinhalten.
Ab November werden die städtischen Mitarbeiter/innen aus dem Bereich Gebäudemanagement gemeinsam mit den Ingenieuren von infas enermetric die Gebäude begehen, außerdem stellen sie ihnen Pläne und Verbrauchswerte für die Analyse zur Verfügung.
Voraussichtlich im Herbst 2012 liegen die Ergebnisse vor.
Die Kosten für das Gutachten übernimmt das Bundesumweltministerium zu 95 Prozent.
Ein Klimamanager für Greven
Das Bundesumweltministerium hat die von der Stadt Greven beantragte Unterstützung durch eine/n Klimamanagerin/Klimamanager bewilligt. Die Stelle ist befristet und wird zu 95 Prozent gefördert.
"Ohne den Zuschuss könnte die zusätzliche Personalstelle bei der momentanen Haushaltslage der Stadt Greven nicht eingerichtet werden", so Bürgermeister Peter Vennemeyer. "Jetzt sind wir in der Lage, die in unserem Klimaschutzkonzept formulierten Ziele und Maßnahmen noch intensiver anzupacken und voranzubringen."
Das bedeutet konkret, dass für drei Jahre eine qualifizierte Fachkraft für Klimaschutz ins Rathaus einziehen wird, um die im Klimaschutzkonzept aufgeführten Projekte zu initiieren, zu konkretisieren und deren Umsetzung zu begleiten.
Eine wesentliche Aufgabe wird es sein, bestehende Akteursnetzwerke zu intensivieren und weitere Akteure für die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen zu gewinnen. Dabei sollen die Grevener Bürger stärker in den Prozess eingebunden und dazu motiviert werden, das Klimaschutzziel der Stadt Greven "20 Prozent CO2-Reduzierung bis 2030" aktiv zu unterstützen.
Die/der Klimamanagerin/Klimamanager wird bei der Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen beraten und unterstützen. Das kann in Form einer Recherche oder Prüfung zu bestimmten technischen Fragestellungen erfolgen oder darin bestehen, einen Erfahrungsaustausch zu organisieren. Durch die Akquirierung geeigneter Fördermittel sollen finanzielle Hürden überwunden werden.
"Um die vielfältigen Anforderungen zu erfüllen sind vor allem kommunikative Fähigkeiten und Erfahrung in Beteiligungsprozessen und im Projektmanagement wichtig", so Angela Makowka. Es geht bei dieser Stelle darum, Menschen zu erreichen und zu überzeugen.
Einige Projekte wurden schon durchgeführt, bzw. befinden sich in der Planungsphase. - z.B. eine Klimaschutzsiedlung im Baugebiet Wöste, eine Gemeinschaftsbiogasanlage, die Produktentwicklung für "Grevener Holzhackschnitzel", die Installation von Photovoltaikanlagen oder Aktionen in Schulen. Teilweise müssen die Maßnahmen aber noch ausgearbeitet und initiiert werden. So freuen sich unter anderem die Verkehrsplaner auf die personelle Unterstützung. Greven möchte sich auf den Weg machen als "fahrradfreundliche Stadt" Mitglied in der AGFS (Arbeitsgemeinschaft für fahrradfreundliche Städte NRW) zu werden. Mit dem Grevener Gebäudemanagement wird es bei speziellen energetischen Fragestellungen und bei der Datenerfassung eine enge Zusammenarbeit geben. Die Stadtwerke Greven, die den Prozess durch ihr Engagement und zahlreiche Projekte und Maßnahmen vorangebracht haben, begrüßen die zukünftige Mitarbeit der/des Klimamanagerin/Klimamanagers. Auch Angela Makowka gefällt die Vorstellung eine neue Mitstreiterin/er für dieses wichtige Thema zu bekommen.
Kommunalstreckbrief Stadt Greven
Im Rahmen des Projektes "Zukunftskreis Steinfurt - energieautark 2050" erarbeitet die Fachhochschule Münster für jede der 24 Kommunen des Kreises Steinfurt einen "Kommunalsteckbrief" mit Daten zur energetischen Situation, zur Mobilität, zur Wirtschaft und zur Flächennutzung. Mögliche Potenziale für die Nutzung erneuerbarer Energien werden aufgezeigt. Der Energieverbrauch und die in Greven vorhandenen Anlagen zur Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien (Windenergieanlagen, Photovoltaik) werden dargestellt und Verbrauch und Erzeugung gegenübergestellt. Bereits umgesetzte Maßnahmen sowie Ansätze zur Steigerung der Energieeffizienz werden beschrieben. Ein wesentlicher Bestandteil ist die Darstellung der energetischen Ist-Situation der Kommune. So können zukünftig die Erfolge durch Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Nutzung erneuerbarer Energien sichtbar gemacht und bewertet werden.
Das Projekt "Zukunftskreis Steinfurt - energieautark 2050" ist ein Kooperationsprojekt des Kreises Steinfurt, in dem die Fachhochschule Münster, Fachbereich Energie - Gebäude - Umwelt und die Universität Münster, Institut für Geographie, Kooperationspartner sind.
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Klimaschutzsiedlung Wöste
- Projektskizze Klimaschutzsiedlung Wöste(PDF-Datei, 734,45 KB)




